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Hoffnung auf Therapie: Magenfresser-Mikrobe überlebt nur als Korkenzieher

Siedelt sich der Erreger Helicobacter pylori im Magen an, kann er viel Unheil anrichten - und sogar Krebs auslösen. Forscher haben nun einen neuen Ansatz im Kampf gegen das Bakterium gefunden. Es überlebt nämlich nur, weil es wie ein Korkenzieher aussieht.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...697273,00.html
  1. #1

    Unterschlagene Hintergrund-Infos zu Heliobacter

    Heliobacter steht auch fuer eines der blamabelsten Fehlleistungen der Mediziner in den letzten hundert Jahren.
    Niemand wollte anfangs den beiden australischen Aerzten glauben, als sie berichteten, das nach Ihren Erfahrungen 90 % von Mageninsuffizenzen auf Heliobacter pilori zuruckzufuehren seien. Man verlachte sie als Scharlatane.
    Als Scharlatane entpuppte sich aber der grosse Rest der Gastrologen in der Welt.
    Lebten doch international Tausende von Niedergelassenen hinter Gastro-Labels vor ihren Praxen aus dem nicht endenden Strom an Patienten mit Magenbeschwerden.
    Gaengige Praxis war, mit grossem Brimborium billige Chemiekalien aus industrieller Massenproduktion, vulgo Kreide oder Aluverbindungen als Saeurepuffer zu verabreichen. Was der Vermehrung dieser Tierchen nur Fluegel verlieh.
    Millionen wurde der Magen ganz- oder teil-"resobiert". Hunderttausende starben weltweit an den Endfolgen Magenkrebs. Man konnte die Magenkranken an eine lebenslange Behandlung fesseln. Jetzt gelten 70% der Magenkrebsfaelle auf Heliobakter rueckfuehrbar.

    Psychoanalytiker verdienten am Boom ueber die Erstellung von psychisch Magenerkrankungdispositionen, machten eine gewisse hypochondrische Seelengrundeinstellung als Risikofaktor aus. Sodbrennen galt als alarmierendes Vorzeichen und die Apotheken waren voll von Medikamenten gegen das Brennen im Hals.
    Die psychsomatischen Erscheinungen bei den Magenkranken waren natuerlich die Folgen, nicht etwa die Ausloeser einer Heliobacterueberbesiedelung.
    Es gibt Unterarten.
    Gleichwohl rotteten die Aerzte wie besessen dann etwa ab 1991 die Tierchen mit schweren Medikamenten aus. Bis 2003 US-Mediziner entdeckten, dass bestimmte Staemme von den Tierchen fuer uns hoechstnotwendig seien.
    Z. B. erforderlich im Duenndarm, um das in unserer neueren Nahrung zu wenig vorkommende Vitamin B12 zuzuproduzieren. Sie sind wichtiger Teil unseres Nahrung verarbeitenden Kilopaketes an Mikroben im Koerper.
    Heute muss man aufpassen, dass man mit einer Magensanierung von Heliobakter nicht auch die im Duenndarm miterschlaegt.
    Sonst droht B12-Mangel bis hin zur Alzheimerausloesung.
  2. #2

    ...

    Zitat von Ursprung Beitrag anzeigen
    Heliobacter steht auch fuer eines der blamabelsten Fehlleistungen der Mediziner in den letzten hundert Jahren.
    Niemand wollte anfangs den beiden australischen Aerzten glauben, als sie berichteten, das nach Ihren Erfahrungen 90 % von Mageninsuffizenzen auf Heliobacter pilori zuruckzufuehren seien. Man verlachte sie als Scharlatane.
    Als Scharlatane hat sie keiner bezeichnet. Es hat auch nicht sehr lange gedauert bis ihre Forschungen ernst genommen wurden, und 5 Jahre später war H.pylori als Ursache von Magengeschwüren anerkannt. Und 2005 erhielten die Herren den Nobelpreis auf den einige andere wesentlich länger warten mussten...

    Lebten doch international Tausende von Niedergelassenen hinter Gastro-Labels vor ihren Praxen aus dem nicht endenden Strom an Patienten mit Magenbeschwerden.
    Die Verschwörungstheorie darf natürlich in keinem guten Beitrag fehlen..

    Gaengige Praxis war, mit grossem Brimborium billige Chemiekalien aus industrieller Massenproduktion, vulgo Kreide oder Aluverbindungen als Saeurepuffer zu verabreichen.
    Längst nicht jede Gatritits entsteht durch H.Pylori. Antazida sind schnell wirksame, gut verträgliche Medikamente bei akuten Beschwerden, Säureblocker ebenfalls. Und auch wenn eine Gastritis oder ein Geschwür auf dieses Bakterium zurückzuführen ist, benutzt man diese Medikamente immernoch um die Schleimhaut vor der Säure zu schützen.

    Man konnte die Magenkranken an eine lebenslange Behandlung fesseln.
    Was hätte man, vor der Entdeckung, ihrer Meinung nach sonst tun sollen als wenigsntens die Symptome zu behandeln?

    Sodbrennen galt als alarmierendes Vorzeichen und die Apotheken waren voll von Medikamenten gegen das Brennen im Hals.
    Das sind sie heute noch genauso, weil nicht jeder mit Sodbrennen gleich H.pylori hat sondern vielleicht einfach nur mit scharfem Essen, Alkohol, Medikamenten, etc. die Säureproduktion angeregt hat oder unter Refluxösophagitis leidet.

    Gleichwohl rotteten die Aerzte wie besessen dann etwa ab 1991 die Tierchen mit schweren Medikamenten aus.
    Aha. Erst beschweren Sie sich, dass man nur die Symptome behandelte und nicht die Ursache und dann, nachdem diese bekannt war, passt es ihnen nicht dass man versucht sie zu beseitigen??
    Na hauptsache in Ihrem Kopf macht es Sinn...


    Bis 2003 US-Mediziner entdeckten, dass bestimmte Staemme von den Tierchen fuer uns hoechstnotwendig seien.
    Z. B. erforderlich im Duenndarm, um das in unserer neueren Nahrung$$ zu wenig vorkommende Vitamin B12 zuzuproduzieren. Sie sind wichtiger Teil unseres Nahrung verarbeitenden Kilopaketes an Mikroben im Koerper.
    Heute muss man aufpassen, dass man mit einer Magensanierung von Heliobakter nicht auch die im Duenndarm miterschlaegt.
    Sonst droht B12-Mangel bis hin zur Alzheimerausloesung.
    Ihnen ist schon klar, dass eine unbehandelte Gastritis das wesentlich größere Risiko darstellt, an einem Vit. B12 Mangel zu erkranken?

    Und dass das meiste B12 über die Nahrung aufgenommen wird und es im Menschen nur in minimalen Mengen von Mikroben im Darm produziert wird?


    Also, Behandlung der Symptome passt ihnen nicht, Behandlung der Ursache ebenfalls nicht also was schlagen Sie stattdessen vor? Ich bin gespannt welche Wundertherapien Sie denn so auf Lager hätten...








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