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Höhere Steuereinnahmen: Aufschwung lässt Staatsdefizit schmelzen

Deutschland profitiert vom Aufschwung: Während sich die europäischen Krisenländer trotz Sparpaketen immer noch mit gigantischen Staatsdefiziten rumschlagen müssen, ist das Minus in Deutschland drastisch gesunken - und das, obwohl der Staat sogar mehr ausgegeben hat als vorher.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...783721,00.html
  1. #50

    Staatsgläubigkeit

    Wir brauchen mehr Politik und weniger Markt. Wir brauchen mehr Staat und mehr Steuern und [noch ein paar Phrasen]
    Nein, wir brauchen weniger Politik und mehr Markt. Wir brauchen weniger Staat und weniger Ausgaben. War schon richtig herum.

    Obwohl Herr Augstein als Journalist prinzipiell sehr viel Zeit hat, um seine Artikel zu recherchieren und sich sehr viel Wissen über Zusammenhänge, Wirkungen und Ursachen, dessen was zur Zeit vor sich geht, anzueignen, schwebt er in der Sphäre der vollkommenen Ahnungslosigkeit.

    Nur allzu verständlich ist daher der Ruf nach mehr Staat. Wer von Vornherein staatsaffin ist und keine Ahnung hat, der muss zwangsläufig die Lösung von Problemen, die er in keiner Weise verstanden hat, in der Anwendung von einem Mehr an staatlicher Gewalt sehen - schließlich ist er ja auch der Staat und da er gut ist, wird es auch das Agieren des Staates sein.

    Wer so tickt, der wird automatisch blind für Ursachen von Problemen, die direkt mit staatlichen Aktivitäten zusammenhängen. Passt einfach nicht mehr ins Weltbild und wird ausgeklammert.
    Im Ergebnis kommt dann von einem Journalisten so ein Artikel.

    Irgendwer muss Herrn Augstein mal erklären, dass unser Geldsystem von Vornherein so konzipiert ist, dass jeder Kapitalbedarf gedeckt werden kann und den größten Kaptalbedarf derjenige hat, der dieses System konzipiert hat und daran festhält. Sowohl Bankensystem als auch Staat profitieren immens von diesem System - nur leider werden beide gerade von den wirtschaftlichen Realitäten wieder eingeholt. Wer glaubt sich mithilfe eines Schneeballsystems bis zum Sanktnimmerleinstag verschulden zu können oder ewig daran Geld zu verdienen, der wird notwendigerweise irgendwann auf den Boden zurückgeholt und muss bemerken, dass irgendwann mal Zahltag ist.

    Dumm nur, dass diese Einsicht mit starken Einschnitten in die Lebensqualität der Staatsbürger verbunden ist, von denen sich deshalb viele ebenso gegen diese Einsicht sperren.
    Stattdessen wird verzweifelt nach Schuldigen gesucht, um diese stattdessen haften zu lassen.
  2. #51

    x

    Zitat von Christ 32 Beitrag anzeigen

    Die Überschrift ist irreführend, das Staatsdefizit würde schmelzen wenn dieses Jahr ein Überschüß erwirtschaftet wird und damit Schulden getilgt werden. So verringert sich nur die Höhe der dieses Jahr neu aufgenommenen Schulden.
    exakt. meine frage: sind die SPON-schreiberlinge nicht in der lage zu denken, fehlt es ihnen an der fähigkeit, sich sprachlich exakt auszudrücken, oder muss propaganda geliefert werden?
  3. #52

    Risiken aus dem Rettungsschirm und die Leistungsbilanzsaldierungen!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Deutschland profitiert vom Aufschwung: Während sich die europäischen Krisenländer trotz Sparpaketen immer noch mit gigantischen Staatsdefiziten rumschlagen müssen, ist das Minus in Deutschland drastisch gesunken - und das, obwohl der Staat sogar mehr ausgegeben hat als vorher.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...783721,00.html
    Weiterhin finanzieren unsere erheblichen Leistungsbilanzüberschüsse die erheblichen LB-defizite der anderen Euroländer, keine Aufwertungsgewinne für unsere Binnenwirtschaft als Inflationsschutz und Sozialdividende.

    Die erheblichen und unkalkulierbaren finanziellen Risiken durch Haftungsgarantien des kurzfristigen Rettungsschirme und des zukünftigen Stabilisierungsfonds sind dabei nicht berücksichtigt und zeichnen ein anderes Bild über die tatsächliche Finanzlage der öffentlichen Haushalte in Deutschland.








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