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Höhenflug der Piraten: Die guten Populisten

Die Piraten sind Deutschlands Antwort auf den Vormarsch des Populismus in Europa. Aber diesmal haben wir Glück gehabt: Die deutschen Populisten machen keine Angst, sondern Hoffnung.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...830552,00.html
  1. #50

    Angst!

    Zitat von ArnoNuem Beitrag anzeigen
    Dass der politische Betrieb zu reformieren ist, ist "eigentlich" hinlänglich bekannt. Braucht es dafür ausgerechnet eine Partei politisch Pubertierender? Ich sage: eher Nein!...
    Es braucht nicht unbedingt die Piraten dazu, aber die Angst vor dem Machtverlust. Das ist die einzige Sprach, die Politiker verstehen! Das neue Redegesetz, das die etablierten Parteien durchsetzen wollten ist das beste beispiel, dass sie sich völlig dekadent vom Volk abgewendet haben. Damit wurden sie erneut unwählbar. Nur wenn diese angeblichen Volksvertreter mit ihren Selbstbedienungsmentalität in der Versenkung verschwinden, wird sich etwas ändern.
  2. #51

    zitat: . . . ist Sarrazin ein SPD Mann, also eher links, dann hat er sich nicht "islamfeindlich" geäußert und "Rassethesen" hat er auch nicht geäußert. Das sind schlimme Anfeindungen. Mit objektivem Journalismus ist das nur schwer vereinbar. Seine tolle Meinung von den Piraten begründet sich offenbar vor allem daraus, dass die Leute null Ahnung und null Programm haben . . . zitatende
    o herr lass hirn vom himmel regnen! übrigens: die spd wurde diesen demagogen leider nicht los.

    selten hat ein autor im spon die deutsche politik so trefflich beschrieben.
  3. #52

    Zitat von katerramus Beitrag anzeigen
    aber....
    "Die etablierten Parteien haben vergessen, was der Soziologe Oskar Negt gelehrt hat: Demokratie ist mehr als Machttechnik."

    Richtig-
    aus diesem Grund sollten die Piraten den Bundestag entern und als erstes Verfassungsklage gegen den "Fraktionszwang" erheben ;););)
    aber- es stehen für die Demokratie wichtige Entscheidungen vor der Bundestagswahl an , deshalb muss es ein Grundanliegen sein, unsere Parlamentarier davon abzuhalten, ihr Budgetrecht abzugeben.
    Warum sollten die Piraten mit dem Erfolg haben, womit die Linke seit Jahren einfach gegen die Mehrheit im Bundestag scheitert? Eher entpuppen sich die Piraten als neue FDP und Handlanger der CDU, als das dies geschieht.

    Wir wollen alles und ihr seid eh alle korrupt und scheiße, das ist für die Blockparteien interessant, damit kommen sie locker klar. Die Linke kotzt die ja deswegen an, weil diese elendigen Politiker dieser Partei ihnen ständig die Fakten um die Ohren hauen und sie dann selbst zum lügen gezwungen sind. Bei den Piraten brauchen sie nicht zu lügen, da kommen ja nichtmal Fakten, da kann man etwas Lächerlich, bisschen daherreden, selbst ein paar Halbwahrheiten nennen, widersprechen kann da ja niemand, dafür fehlt der Einblick.

    Das macht die Pirate angenehmen und deswegen werden sie von den Medien gepusht, denn durch sie steigt die Chance, dass die einzig verblieben Oppositionspartei aus den Landtagen verschwindet. Ob die FDP untergeht ist dagegen unbedeutend, es gibt noch vier weitere Parteien, die genau denselbsen Mist machen.
  4. #53

    echt

    Zitat von ArnoNuem Beitrag anzeigen
    ... Eine Partei mit derart eklatantem Theorie- und Wissensdeffizit hat uns gerade noch gefehlt.
    Haben wir doch seit ca. 40 Jahren im Bundestag sitzen oder glauben sie, dass die vielen Gesetze, die vom Bundesverfassungsgericht einkassiert wurden, auf der Basis von Wissen erstellt wurden?
  5. #54

    eigentlich muss man da gar nicht diskutieren

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Piraten sind Deutschlands Antwort auf den Vormarsch des Populismus in Europa. Aber diesmal haben wir Glück gehabt: Die deutschen Populisten machen keine Angst, sondern Hoffnung.

    Höhenflug der Piraten: Die guten*Populisten - SPIEGEL ONLINE
    Wo Sie recht haben, Herr Augstein, erübrigt sich jede Diskussion. Hoffentlich spricht sich Ihre Meinung rum. Es geht einiges schief und die Etablierten haben keine Antworten nur Gezänk, notfalls Beleidigung des anders Denkenden. Dies trifft leider für viele Strömungen zu.
  6. #55

    Nach Ein-Thema-Partei, Naivlinge oder Eigentumsdiebe jetzt also Populismus.
    Der gute alte Journalismus zieht alle Register, um diesem ungeheuerlichen Phänomen PIRATEN zu Leibe zu rücken – man hat schliesslich zusammen mit
    der großen Politik einiges zu verlieren. Zum Beispiel seine Meinungsführerschaft. Wer so einen Journalisten einmal in seiner Selbstgefälligkeit erlebt hat - “ ... ich rufe jetzt mal bei dem und den an ...“ - der hat eine Ahnung von der unsäglichen Komplizenschaft der vierten Gewalt mit dem herrschenden Politsystem.

    Man halte sich vor Augen, diese Republik, die zehn Jahre über den Dosenpfand debattiert, leistet sich einen enormen Reformstau. Ob bei der Länderreform, beim Steuersystem, im Beamtenrecht, im Gesundheitswesen oder der Bildung. Ja, gerade die Bildung: Heute noch werden hier Fragen diskutiert, die wir als Schüler schon vor hundert Jahren gestellt haben. Ein einziges Elend. Gibt es nun ein Korrektiv hierzu, etwa von der Presse, von Funk und Fernsehen? Beileibe nicht. In ihrer schlechten Angewohnheit, Ereignissen hinterherzulaufen, werden immer
    nur schlaglichtartig Dinge beleuchtet. Ja, ja: Nichts ist so alt wie eine Nachricht
    von gestern.
    Ich will es mal so sagen, die Off-Internet-Medien sind ein Instrument des Vergessens: Die große Politik kann folglich weitermachen wie gehabt. Das
    Internet dagegen v e r g i s s t nicht. Und das ist medial gesehen etwas Neues. Und jetzt kommen die Piraten. Sie wollen themenbezogene Politik. Sie
    reflektieren damit die Möglichkeiten des Internets zu einem anderen Politikstil:
    mit Bürgerbeteiligung, mit dem langen Atem und mit Transparenz. Ein Thema
    wird möglichst umfassend aufbereitet, um so Transparenz herzustellen. Da
    möchte man auch nach vier Jahren noch Roß und Reiter benennen können, möchte wissen, wer ein Vorhaben blockiert hat, es ausgessen oder bekämpft
    hat. Das finde ich gut.
    Transparenz und Themenbezug sind Geschwister. Aber davon lernt der gemeine Journalist in seiner Ausbildung nichts. Ob sich das jetzt ändern wird?
  7. #56

    Zitat von monika8 Beitrag anzeigen
    Hallo penies-clown, ich finde deinen Beitrag richtig gut.
    Erst FDP-Waehler als Deppen zu bezeichnen und dann Zimbabwe Schluss was mit Moevenpick. So originell!
    Wer bei der jetzigen Euro-Krise und Umweltproblemen immer noch an die Lösung durch "Wachstum, Wachstum, Wachstum" glaubt ist ein Depp.
    Egal welche Partei das predigt. Die FDP tut es nun mal am lautesten.
    Das Wachstum ist begrenzt. Schon alleine weil die Resourcen (Rohstoffe) begrenzt sind. Wie stellen sich dass die Wachstums Anbeter, denn vor?
    Und Moevenpick ist doch wohl ein Fakt, oder?
  8. #57

    Konsens

    Zitat von dale_gribble Beitrag anzeigen
    ... Rauchverbotspartei ...
    Das ist doch nun wirklich Konsens in der Gesllschaft. Selbst der Seehofer konnte mit dem Zurückrudern seine 50%+ nicht retten.
  9. #58

    Zitat von cargath Beitrag anzeigen
    weil man damit gleichzeitig den maßlosen Bürgern aberziehen kann unnötig viel Sprit zu verschwenden. Das mag ihnen nicht passen, weil sie die Folgen eh nicht mehr mitbekommen, aber ich werde das Ende unserer Erdölvorräte noch erleben. Also halten sie mal schön still.
    Aha. Selbst wenn alle Deutschen jetzt sofort das Autofahren einstellen wuerden; wie lange glauben Sie koennte das das (angebliche) Ende des Oels herauszoegern? 5 Minuten? 3 Stunden? Gar einen Tag?
    Ihr deutschen Wohlstandskinder mit geisteswissenschaftlichem Studium nehmt euch einfach zu wichtig. Das ist alles. Das wird einen harten Aufprall geben. Soviel ist sicher.
    Und nein. Wir Realisten halten absolut ueberhaupt und gar nicht still.
    Seien Sie sich da mal sicher.
    Wir werden gerade erst warm.
  10. #59

    Begriff aus der Mottenkiste

    Nach Ein-Thema-Partei, Naivlinge oder Eigentumsdiebe jetzt also Populismus. Der gute alte Journalismus zieht alle Register, um diesem ungeheuerlichen Phänomen PIRATEN zu Leibe zu rücken – man hat schliesslich zusammen mit der großen Politik einiges zu verlieren. Zum Beispiel seine Meinungsführerschaft. Wer so einen Journalisten einmal in seiner Selbstgefälligkeit erlebt hat - “ ... ich rufe jetzt mal bei dem und den an ...“ - der hat eine Ahnung von der unsäglichen Komplizenschaft der vierten Gewalt mit dem herrschenden Politsystem.

    Man halte sich vor Augen, diese Republik, die zehn Jahre über den Dosenpfand debattiert, leistet sich einen enormen Reformstau. Ob bei der Länderreform, beim Steuersystem, im Beamtenrecht, im Gesundheitswesen oder der Bildung. Ja, gerade die Bildung: Heute noch werden hier Fragen diskutiert, die wir als Schüler schon vor hundert Jahren gestellt haben. Ein einziges Elend. Gibt es nun ein Korrektiv hierzu, etwa von der Presse, von Funk und Fernsehen? Beileibe nicht. In ihrer schlechten Angewohnheit, Ereignissen hinterherzulaufen, werden immer nur schlaglichtartig Dinge beleuchtet. Ja, ja: Nichts ist so alt wie eine Nachricht von gestern.

    Ich will es mal so sagen, die Off-Internet-Medien sind ein Instrument des Vergessens: Die große Politik kann folglich weitermachen wie gehabt. Das Internet dagegen v e r g i s s t nicht. Und das ist medial gesehen etwas Neues. Und jetzt kommen die Piraten. Sie wollen themenbezogene Politik. Sie reflektieren damit die Möglichkeiten des Internets zu einem anderen Politikstil: mit Bürgerbeteiligung, mit dem langen Atem und mit Transparenz. Ein Thema wird möglichst umfassend aufbereitet, um so Transparenz herzustellen. Da möchte man auch nach vier Jahren noch Roß und Reiter benennen können, möchte wissen, wer ein Vorhaben blockiert hat, es ausgessen oder bekämpft hat. Das finde ich gut.

    Transparenz und Themenbezug sind Geschwister. Aber davon lernt der gemeine Journalist in seiner Ausbildung nichts. Ob sich das jetzt ändern wird?


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