Höhenflug der Piraten: Die guten Populisten

Die Piraten sind Deutschlands Antwort auf den Vormarsch des Populismus in Europa. Aber diesmal haben wir Glück gehabt: Die deutschen Populisten machen keine Angst, sondern Hoffnung.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...830552,00.html
  1. #210

    Habe was anderes gehört

    Zitat von Rosbaud Beitrag anzeigen
    Warum lagen dem Parteitag dann angeblich 169 Programmanträge, 50 Satzungsänderungs- und 20 sonstige Anträge vor , wenn's nur um die „Oberpiraten“ ging?

    Nett finde ich auch, wie der gerade amtierende Versammlungsleiter die Kampfabstimmung über die Erhöhung des Mitgliedsbeitrags von 36 auf 48 Euro kommentierte: „Damit ist irgendein Antrag, angenommen, ich weiß nicht welcher, aber ich meine, wir müssen künftig mehr Beiträge zahlen.“
    Die Beitragserhöhung ist der nun erforderlichen Professionalisierung geschuldet. Wurde vor 5 Minuten auch in Kulturzeit so zitiert. Ob das angemessen ist, ist ein anderes Thema. Aber ich hätte Ihre Quelle gerne mal, außer einem aus der 76. Reihe. Denn dann zitiere ich Ihnen mal Hinterbänkler aus den etablierten Parteien zu manchen Themen mit Aussagen, dass Ihnen die Haare nach hinten wehen.
  2. #211

    Scherzkeks

    Zitat von CommonSense2006 Beitrag anzeigen
    Aha, also mal davon abgesehen davon, dass Milton Firedmann ein "klassischer Liberaler" ist, hat er nicht das BGE entwickelt, sondern das Konzept "Working Families Tax Credit", das ist aber vom BGE meilenweit entfernt, eher eine Familienzulage, die über Steuererleichterung bzw ngative Einkommenssteuer funktioniert.

    Aber wie soll denn eine Pflicht zur Arbeit für die Allgemeinheit umgesetzt werden, wenn man gleichzeitig dank des BGE gar nicht arbeiten muss? Per "ordre du Mufti"? Kommt dann eine Kommission und teilt jedem seien Aufgabe zu oder wie stelle ich mir das vor? Das wäre ja noch weniger Freiheit als es in der DDR gab.
    Ach ja, Geld kassieren und nix tun wollen? Nein - diesen Sozialismus würde ich nicht wollen. Wie es funktioniert, müssten die Menschen aushandeln. Ich sprach ja von einem freien Sozialismus. Frei heißt aber nicht nur Freizeit und Freibier!
    Und Milton Friedmann ein klassischer Liberaler? Sie machen Scherze! Mal etwas von den Grausamkeiten der Chicogo-Boys gehört, die diese vielen Volkswirtschaften angetan haben? Tipp: "Die Schock-Therapie" von Noami Klein. Da steht alles drin. Oder widmen Sie sich dem Gegenentwurf zu Friedman: "Die moderne Industriegesellschaft" von J.K. Galbraith.
  3. #212

    *

    Zitat von Kirk70 Beitrag anzeigen
    Ich weiß nicht, ob es Absicht war einen bestätigenden Begriff zu wählen. Deshalb zur Sicherheit hier:
    Nur weil etwas als allgemein bekannt gilt, mindert das die Tatsache nicht.
    Danke für die Definition - die Binse wurde willentlich und mit Bedacht von mir gewählt, weil dieser Sachverhalt seit Menschengedenken von allen eher links stehenden als zutreffend apostrophiert wurde. Und nun haut es der Piratenschwarm auch noch als bahnbrechende Erkenntnis raus. Halten Sie das tatsächlich für einen Knaller?
  4. #213

    es gibt keinen guten Populismus

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Piraten sind Deutschlands Antwort auf den Vormarsch des Populismus in Europa. Aber diesmal haben wir Glück gehabt: Die deutschen Populisten machen keine Angst, sondern Hoffnung.

    Höhenflug der Piraten: Die guten*Populisten - SPIEGEL ONLINE
    Es gibt keinen guten Populismus, genau so wenig wie es einen guten Diktator gibt. Der offenkundige Populismus der Piraten wird seine hässliche Fratze aufdecken, sobald die Piraten zu Macht und Einfluss kommen. Gerade ihre Offenheit wird bei den Piraten die übelsten Leute nach oben spülen, weil das die einzigen sind, die über hinreichend Organisationstalent und Demagogie verfügen, um die fehlende Programmatik zu ihren Gunsten zu nutzen.

    Positiv ist aber in der Tat, dass sich tatsächlich Menschen politisch aktivieren, die bisher eher die duldsamen Schafe waren. Die "Schnauze vol" Attitüde des Piratenerfolgs wird hoffentlich die etablierten Parteien auf einen neuen, bürgernahen Kurs bringen. Die Politik aber wird auch zukünftig ohne Piratenpartei gemacht werden. Hoffentlich!
  5. #214

    egal

    Zitat von Hoppeditz Beitrag anzeigen
    Dass die SPD keine Koalitionäre links von ihr duldet, dürfte doch mittlerweile selbst bis zum kleinsten Schwarm durchgedrungen sein. Und für alle Piraten, die es dennoch nicht wussten, hat es der Herr Gabriel heute noch einmal zum Mitschreiben bekräftigt. Wer nun wem eine Schuld zuschreibt, ist nebensächlich. Die Ansage für die Bundestagswahl 2013 lautet weiterhin: Wer die Piraten wählt, wählt die Große Koalition.
    Na und? Soll ich wegen der politischen Großwetterlage jetzt nicht mehr das wählen, was für mich am meisten Sinn macht? Ich richte doch meine Wahlentscheidung nicht nach möglichen Koalitionen aus, sondern nach Inhalten.

    Nebenbei gesagt ist es meiner Sin auch völlig unerheblich, ob die CDU nun mit der FDP oder den Sozen ins Bett steigt, der Unterschied ist so marginal, dass mich das nicht kümmern muss.
  6. #215

    ...

    Zitat von Hoppeditz Beitrag anzeigen
    Danke für die Definition - die Binse wurde willentlich und mit Bedacht von mir gewählt, weil dieser Sachverhalt seit Menschengedenken von allen eher links stehenden als zutreffend apostrophiert wurde. Und nun haut es der Piratenschwarm auch noch als bahnbrechende Erkenntnis raus. Halten Sie das tatsächlich für einen Knaller?
    Es geht nicht um Knaller, dann müssen Sie auf die Mirmes gehen, sondern um Kommunikation in der Politik. Und da sind zwangsläufig Binsenweisheiten vertreten. Andernfalls - Ihnen folgend - dürfte ja nichts mehr in dem Kontext einer Argumentation als Untermauerung gesagt werden, was - manchmal auch nur scheinbar - jeder schon weiß. Was ein Quatsch.

    Also, was Bahn brechendes haben denn in letzter Zeit die etablierten so raus gehauen, was in Erkenntnis erst einer Minderheit liegt? Bitte schön...
  7. #216

    ...

    Zitat von Hoppeditz Beitrag anzeigen
    Danke für die Definition - die Binse wurde willentlich und mit Bedacht von mir gewählt, weil dieser Sachverhalt seit Menschengedenken von allen eher links stehenden als zutreffend apostrophiert wurde. Und nun haut es der Piratenschwarm auch noch als bahnbrechende Erkenntnis raus. Halten Sie das tatsächlich für einen Knaller?
    Es geht nicht um Knaller, dann müssen Sie auf die Kirmes gehen, sondern um Kommunikation in der Politik. Und da sind zwangsläufig Binsenweisheiten vertreten. Andernfalls - Ihnen folgend - dürfte ja nichts mehr in dem Kontext einer Argumentation als Untermauerung gesagt werden, was - manchmal auch nur scheinbar - jeder schon weiß. Was ein Quatsch.

    Also, was Bahn brechendes haben denn in letzter Zeit die etablierten so raus gehauen, was in Erkenntnis erst einer Minderheit liegt? Bitte schön...
  8. #217

    Erdbeben

    Zitat von c++ Beitrag anzeigen
    Beide Positionen sind falsch. Die Bonität der Eurobonds würde sehr viel schlechter bewertet und damit würden die Zinsen enorm steigen. Es fehlt beiden Positionen die Einsicht, dass der Euro in seiner jetzigen Form wegen systemischer Mängel nicht funktionieren KANN.

    Es dürfte auch für die Piraten unmöglich sein, angenehme Lösungen anzubieten, weil es sie nicht gibt. Sie müssen sich zwischen Pest und Cholera positionieren.
    Richtig und wegen der systemischen Mängel des Euros sollten sich die Piraten gegen den ESM poitionieren und den Stop mit einer Volksabstimmung durchsetzen.

    Das wird zwar ein wirtschaftlich verheerendes Erdbeben verursachen, aber das ist immer noch besser als sich mit 100-en von Milliarden in den Abgrund ziehen zu lassen.

    Zu der Überheblichkeit der Politikerkaste noch ein Wort: Das Volk ist beileibe nicht so dumm, wie mancher denkt (auch unter den Foristen hier) Es mag zwar nicht jede finanzmathematische Feinheit verstehen, aber es versteht sehr genau, dass der Euro so nicht funktionieren kann.
  9. #218

    Zitat von CommonSense2006 Beitrag anzeigen
    Dann schauen Sie mal nach Neuseeland oder in die Schweiz, da haben Sie annähernd Vollbeschäftigung, bei weiterer Steigerung der Produktivität. Das würde aber den Gewerkschaften in Deutschland gar nicht schmecken, die Arbeitsverhältnisse dort sind nämlich mit wenig Kündigungsschutz, Mutterschutz und dergleichen ausgestattet. Und wenn es der Wirtschaft mal schlecht geht, schlägt es auch auf die Gehälter durch. Aber: Die niedrigen Arbeitslosenzahlen sind wirklich beeindruckend.
    Klasse Beispiele, vermutlich kommen Sie als nächstes mit Kuweit. Eine Lösung, die auf Deutschland anwendbar ist gesucht, und genau genommen auf ganz EU-Europa, keine Insellösungen für sehr spezielle Situationen. Einfachen Kündigungsschutz gibt es in den USA auch, bei deutlich größere Problemen mit Arbeitslosigkeit.
  10. #219

    bitte nicht aufregen, alles wird gut! Wir werden auch in Zukunft nicht mehr Parteien in den Parlamenten haben, nur wird ungesunde, leberkranke gelb verschwinden und durch ein sympathisches warmes orange ersetzt. Orange ist die Farbe des Aufräumens und der Sauberkeit, nicht umsonst setzen die Straß3nreinigung, die Müllabfuhr und die Autobahnmeistereien auf orange. Auch die freundlichen Schneepflüge sind fast immer orange.

    Warum soll Deutschland nicht in der Lage sein, Demokratie zu wagen (wie es in der Schweiz schon lang üblich ist)?

    Die Angst macht sich nur bei den Pöstchenjägern breit, die glauben in der Politik einen sicheren Hafen gefunden zu haben, der sie immer schön priviligiert und frei von jedem Bezug zur Bevölkerung durchfüttert, Ich freue mich schon auf die Zeit nach den nächsten Wahlen, wenn die FDP-Politprofis aus zwei weiteren Bundesländern zur ARGE gehen dürfen, um endlich mal wieder Realität zu schnuppern.