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Hochschulen: Reich wider Willen

Das neue Stipendienprogramm der Regierung stößt ausgerechnet bei denen auf Kritik, die davon profitieren: Manche Studenten wollen gar nicht mehr Geld.

http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,688665,00.html
  1. #1

    Nehmt doch das Geld und spendet es selber!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das neue Stipendienprogramm der Regierung stößt ausgerechnet bei denen auf Kritik, die davon profitieren: Manche Studenten wollen gar nicht mehr Geld.

    http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,688665,00.html
    Nehmt doch das Geld und spendet es selber!

    Dann könnt Ihr gleich noch zeigen, dass Ihr sozialverantwortlich handelt und Euch sozial Engagiert, anstatt das soziale Miteinander an den Staat zu delegieren.

    Mein Gott, die Studenten von heute scheinen nichts mehr selber machen zu wollen.

    Das war zu meiner Studienzeit noch anders, da war Sozialstaat (c) aber auch noch nicht vom Staat "geschützt".
  2. #2

    Warum bewirbt man sich für ein Stipendiat?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Rass wüsste das Geld schon auszugeben, das ist nicht das Problem, die 25-jährige Theologiestudentin lebt nicht als weltabgewandte Asketin. Das Geschenk passt ihr trotzdem nicht.

    http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,688665,00.html
    Warum hat sie sich dann überhaupt für das Stipendiat beworben und nicht einfach ihre armen Kommmilitonen sich bewerben lassen?
    Anscheinend will man später dann mit dem Status - Stipendiat - doch Kasse machen. Warum sonst bewirbt man sich?
  3. #3

    re

    Gute Aktion der Studenten. In der Tat sollte man das Geld denen geben, die es benötigen, und nicht denen, die es nicht brauchen. Auf so eine Schnapsidee kann nur die FDP kommen.
  4. #4

    Unsinn

    Das ist mal wieder typisch Deutscher bildungspolitischer Irrsinn. Ich stehe dem Kommunismus mit Sicherheit nicht nahe, aber Gelder, die zur Förderung einer besseren Hochschulausbildung bestimmt sind, sollten zum einen an die Fähigkeiten des Studenten (Noten) und dessen Bedürftigkeit (Vermögen) gekoppelt sein. Wer schon viel hat, dem braucht man nicht noch Geld hinterher schmeißen, das im Umkehrschluss an anderer Stelle einem wirklich bedürftigen fehlt. Das sind Perlen, die man vor die Säue wirft. Klüger wäre es, das Geld den Stipendiaten zu überlassen, die auch bedürftig sind, weil das Familieneinkommen der Eltern gering ist und die selbst über kein nennenswertes Vermögen verfügen. Ähnlich wie dies bei der Möglichkeit des Bafögs gehandhabt wird.

    Ich habe zu meiner Studienzeit auch kein Bafög erhalten, weil das Einkommen meiner Eltern so hoch war, dass ich mir den Weg zum Bafög-Amt gleich gespart habe. Ich konnte dennoch studieren ohne für das Studium arbeiten zu müssen und nebenbei habe ich nicht mal schlecht gelebt. Der Abschluss erfolgte mit magna cum laude. Andere, die weniger gut situierte Eltern haben, kommen oft gar nicht so weit. Aber nicht weil es an den Fähigkeiten oder am Fleiß fehlt, sondern weil ihnen unterwegs schlicht das Geld ausgeht. Daher halte ich eine solche Extraförderung für Stipendiaten nur dort für angebracht, wo auch tatsächlich Bedarf besteht, das Gieskannenprinzip ist wenig hilfreich und leistet einer Umverteilung von unten nach oben weiteren Vorschub.
  5. #5

    Effektive Förderung

    Zitat von chocochip Beitrag anzeigen
    Warum hat sie sich dann überhaupt für das Stipendiat beworben und nicht einfach ihre armen Kommmilitonen sich bewerben lassen?
    Anscheinend will man später dann mit dem Status - Stipendiat - doch Kasse machen. Warum sonst bewirbt man sich?
    Es geht nicht darum, dass das Geld schlichtweg abgelehnt wird. In der Petition heißt es eindeutig: "Wir begrüßen ausdrücklich den erklärten Willen der Bundesregierung, die Begabten- und Bildungsförderung in Deutschland zu stärken. Gleichzeitig halten wir die bisher bekannt gewordenen Pläne vor dem Hintergrund der bestehenden Bildungsungerechtigkeit in Deutschland für unverhältnismäßig und den Umständen unangemessen, da sie nicht zu einem Abbau der vorhandenen Schieflage führen. "

    Gerade in Zusammenhang mit der aktuellen Diskussion um die sozialen Herkunft der Stipendiaten der Studienförderwerke scheint es also wichtig, auch andere - möglicherweise effektivere - Möglichkeiten der Förderung zu bedenken.

    Zudem geht es mit der Aktion insbesondere darum, eine breite Diskussion anzuregen. Und das scheint ja zu funktionieren.
  6. #6

    Netzwerk

    Zitat von chocochip Beitrag anzeigen
    Anscheinend will man später dann mit dem Status - Stipendiat - doch Kasse machen. Warum sonst bewirbt man sich?
    Netzwerken. Neben monetärer Unterstützung bekommen Stipendiaten allerlei geboten, Seminare usw., bei denen man die richtigen Leuten kennenlernt.
  7. #7

    Verantwortlich handeln

    @chocochip: Da gibt es tatsächlich noch Menschen, die vom Staat nur das Geld annehmen, das sie für eine gute Ausbildung aus eigener Kraft nicht aufbringen können. Und eben nicht alles einsacken, was vorbeikommt. Speziell dann, wenn es auf den größten Haufen geschissen wird.
  8. #8

    Netzwerke....

    Zitat von Senfkorn Beitrag anzeigen
    Netzwerken. Neben monetärer Unterstützung bekommen Stipendiaten allerlei geboten, Seminare usw., bei denen man die richtigen Leuten kennenlernt.
    Das ist aber für Kinder aus prekären Verhältnissen wichtiger, als für Kinder aus guten Verhältnissen, die haben bereits Netzwerke.

    Anscheinend wollen sich die Stipendiaten also doch Vorteile für das weitere Leben verschaffen.
    Wozu? Letztlich doch, um gute Jobs zu bekommen, die Unterschichtler nicht bekommen.
  9. #9

    das studentenleben

    Ich kenne höchstens zwei oder drei Studenten, die Barfög bekommen und ebenso zwei oder drei, die von ihren Eltern gesponsert werden. Alle anderen bekommen ihr Geld indem sie arbeiten gehen MÜSSEN. Und jetzt soll es noch mehr Geld für die geben, die mit ihrem Geld auskommen?
    Ich finde die Aktion gut. Auch die Einzahlung der 220€ in eine Stiftung gefällt mir. Noch besser wäre es allerdings die Kohle den Bibliotheken zu geben. Die freuen sich immer über Geld für Bücher, denn die Gelder der Bibliotheken werden auch immer kleiner. So hätte das Geld seinen Sinn erfüllt und zudem etwas sozailes Getan, da alle von dem Geld was haben...


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