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Hochschul-Rekord: Deutschland hat mehr als 2,2 Millionen Studenten

Rekordjahr folgt auf Rekordjahr: Im vergangenen Wintersemester studierten 2,2 Millionen junge Erwachsene an deutschen Hochschulen - mehr als jemals zuvor. Im Herbst könnte es noch einmal enger werden. Wegen der drohenden Erstsemesterflut sorgen sich Studentenvertreter um die Studien-Qualität.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...785795,00.html
  1. #30

    sad

    Zitat von leonardo01 Beitrag anzeigen
    Dass die Unis noch? sieben dürfen, unterscheidet sie von den Schulen in den Bundesländern, die Masse statt Klasse wollen, und das Abschulen möglichst unterbinden wollen.
    Dürfen sie ja nicht. Solange die Lehrkapazitäten (berechnet nach einen völlig blödsinnigen Schlüssel, der z. B. vorsieht, dass 60 Leute in einem Sprachkurs völlig in Ordnung sind) da sind, müssen sie jeden nehmen. Natürlich dürfen sie ihn 'rausprüfen, aber trotzdem dümpelt ein ungeeigneter Student mindestens ein Jahr an der Uni herum, bis man ihn denn loshat. Mit Attesten usw. können es auch leicht zwei Jahre werden.

    Zitat von leonardo01 Beitrag anzeigen
    Einer der ganz wenigen Vorteile des Bachelor bzw. Master Systems ist, dass nach 3 Fehlversuchen in einer Teilprüfung Schluss ist. Früher konnte man auch im 18. Semester noch nicht das Vordiplom haben und immer weiter studieren. Und gerade diese Langzeitstudenten waren es, die sehr viel Arbeit machten, weil sie immer wieder in den Klausuren und Praktika saßen und ständig mit Sonderwünschen kamen.
    Das entspricht nicht meiner Erfahrung. Früher gab's eine Klausur - man bestand oder fiel durch. In letzterem Fall konnte man die entsprechende Veranstaltung wiederholen, womöglich beliebig oft, aber wenigstebns immer im Rahmen der entsprechenden Veranstaltung.
    Jetzt aber haben Studenten ein Recht auf x Wiederholungen. Nicht selten haben wir die Konstellation:
    Klausur - Nachholklausur für die (angeblich) kranken - Ausgleichsklausur (falls nur eine Klausur des Moduls nicht bestanden war) - Nachholklausur zur Ausgleichsklausur - Wiederholungsklausur (betrifft das ganze Modul) - Nachholklausur zur Wiederholungsklausur - weitere Nachholklausur zur Wiederholungsklausur (da geht's dann nämlich um die Wurst, da wird dann verschärft der Arzt bemüht)...
    DAS ist Mehrarbeit und Sonderwünsche. Im Vergleich dazu waren die Langzeitstudenten völlig harmlos.
  2. #31

    asd

    Zitat von 123Bremer Beitrag anzeigen
    Und gehen Sie eigentlich zum Bäcker oder zum Backenden? Es heißt "Studenten"...
    Mittlerweile heißt es an vielen Unis tatsächlich "Studierende", weil dieser Ausdruck geschlechtsneutral ist.
  3. #32

    r

    hahaha, cool, aber das ist eben das ergebnis planloser linkenpolitik, wo jede wurst an die uni darf, ob sie dazu taugt oder nicht. ich selbst habe studiert und muß selbstkritisch sagen, eigentlich war ich, wie so viele, fehl am platz. studium sollte wirklich was für schlaue leut sein, und der output sollte deutschland weiterbringen, und nicht die arbeitslosenzahlen aufblähen, weil sich noch mehr nette aber eben unnütze germanisten und ägyptologen in der welt rumtreiben ohne zu wissen, was sie wollen. leuts, lernt was richtiges, uni ist eh nicht mehr die eliteeinrichtung, die sie vielleicht mal war.
  4. #33

    2.2Mio. Studenten in Deutschland - Deutschland, Land der Elite

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Rekordjahr folgt auf Rekordjahr: Im vergangenen Wintersemester studierten 2,2 Millionen junge Erwachsene an deutschen Hochschulen - mehr als jemals zuvor. Im Herbst könnte es noch einmal enger werden. Wegen der drohenden Erstsemesterflut sorgen sich Studentenvertreter um die Studien-Qualität.

    http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...785795,00.html
    Oh man, mir wird bange. 2.2Mio stark Burnout gefährdete Mitmenschen. Bereits in der vergangenen Woche widmete der Spon der Studentenkrankheit Burnout einen langen hochwissenschaftlichen Artikel.
    Ich meine, für so manche junge Seele wird das akademische Ziel zu hoch gesteckt sein.
    Bei 2.2Mio Studenten, muss man mal die Qualität des Studiums in Deutschland in Frage stellen.
    Oder den Wert eines Bodenständigen Berufes- ohne Studiumabschluss.
    Handwerker möchte leider niemand mehr werden.
  5. #34

    Praxis?

    Vielleicht sollte man die Qualität durch wie früher übliche praktische Vorbildung(verpflichtent?)verbessern.Hilft mit Sicherheit Studienabbrechern vorzubeugen und sortiert die ungeeigneten (außerhalb des durchaus verzerrenden Zensurenspiegel) rechtzeitig aus.Modellprojekt EBBA an der HTW Dresden/Pillnitz wäre eine unterstützende Alternative.
  6. #35

    titel

    Zitat von Wolf_68 Beitrag anzeigen
    Ihr Wort in Gottes Gehörgang. Das Resultat sind inflationär vorhandene Abgänger in allen möglichen soziologischen, sozialtherapeutischen und BWL Fächern, die auf den Arbeitsmarkt drängen und mit Sicherheit nie einen Cent Mehrwert erwirtschaften werden.
    warum schaffen die oben gennanten keinen mehrwert??? ich studiere (noch) wirtschaftswissenschaften und werde kommendes frühjahr fertig. ich bin dann 22 und werde mich in richtung gesundheitsökonomie und krankenhausmanagement orientieren.

    das ich nie in der lage sein werde ein auto zu bauen, ein haus zu planen oder die energieeffizienz deutscher kraftwerke zu erhöhen mag schon sein, trotzdem schaffe ich mit meiner arbeit werte. als möglicher zukünftiger entscheidungsträger bestimme ich über investitionsprojekte und innovationsprojekte, neueinstellungen.

    auch ein sozialtherapeut schafft werte, idem er kinder und jugendliche z.b. über zukunftschancen berät usw.

    das sinnlose bashing von geisteswissenschaftlichen berufen sollte doch langsam mal aufhören. aber wie ich an ihrem nick erkennen kann sind sie eher ein vertreter der generation, die sich so gerne damit betitelt "...alles mit meinen eigenen händen und meinem eigenen willen..." geschafft zu haben...ja ja wir können wirklich froh sein, dass wir sie haben...weil die heutigen generationen ja so wenig für die gesellschaft tun...

    achso und "mehrwert" wird in unserem land immernoch zu sehr mit der mehrwerttheorie von marx gleichgesetzt...
  7. #36

    wqeewqewqewqe

    Zitat von Steinwald Beitrag anzeigen
    hahaha, cool, aber das ist eben das ergebnis planloser linkenpolitik, wo jede wurst an die uni darf, ob sie dazu taugt oder nicht.
    Ja, die bösen Linken. Die haben ja auch in den letzten 40 Jahren sowohl im Bund als auch in den Ländern ununterbrochen und immer ganz alleine regiert.
  8. #37

    Selektion?

    Zitat von Eodaari Beitrag anzeigen
    Selektion nach Quote? Nun denn, wir sind ja in Deutschland, da würde das bestimmt bei vielen Leuten gut ankommen. Wird nur etwas heuchlerisch, wenn im nächsten Atemzug dann plötzlich davon gefaselt wird, dass selbstverständlich nur die reine Leistung das entscheidende Kriterium sei.
    Andere Länder "selektieren" auch, indem sie Kinder in Kurse auf unterschiedlichem Leistungsniveau stecken. Leider wird in Deutschland gar nicht genug bzw. richtig "selektiert".
    Selbsterbrachte Leistungen (d.h. ohne Input der Eltern) während der gesamten Grundschulzeit zusammen mit IQ-Tests sollten über die Schulempfehlung entscheiden. Wenn Eltern eine höhere Schulform als die empfohlene wollen, müssen die Kinder durch eine Aufnahmeprüfung. Dieses Procedere hat zu meiner Zeit hervorragend funktioniert und viele Abiturienten hervorgebracht, die nicht aus Akademikerfamilien stammten.
  9. #38

    Titel:

    Zitat von unterländer Beitrag anzeigen
    Im Ausbildungsjahr 2009/2010 gab es mehr Lehrstellen als Ausbildungswillige. Die Zahl der unversorgten Bewerber ging in diesen Jahren um 21,9 Prozent zurück. (Vergleich zum Ausbildungsjahr 2008/2009). Die Zahl der offenen Lehrstellen lag bei 19605.

    Die Wirtschaft bietet also etwas mehr Ausbildungsstellen an als es Ausbildungswillige gibt.

    Das habe ich jetzt mit 5 Minuten gurgeln herausbekommen; Sie können das auch, wenn Sie es wünschen.
    Sie haben Recht, das Phänomen ist allerdings einer komplett andere Baustelle.
    Mein Arbeitgeber bildet Fachinformatiker aus und ich bekam gelegentlich Bewerbungen dafür von Schulabgängern zu lesen; diese Bewerbungen sprengen jede Vorstellungskraft über die Auswirkungen der Bildungsmisere.
  10. #39

    Der Rekord..

    .. kommt doch eher von den Doppeljahrgängen und Abschaffung der Wehrpflicht. Nächstes Jahr zieht noch BaWü mit dem Doppelabschluss nach - mal schauen wie es WS 2013/2014 bzw. WS 2014/2015 aussieht.


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