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Hochpräzise Schwerefeldkarte: Esa-Satellit zeichnet das Antlitz der Erde neu

So hat man die Welt noch nie gesehen: Der europäische Satellit "Goce" hat das Schwerefeld unserer Erde in ungekannter Präzision vermessen. Das spektakuläre Ergebnis soll auch dabei helfen, die Ausbreitung radioaktiver Belastung aus Fukushima besser zu berechnen.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/w...753266,00.html
  1. #1

    .

    Im Indischen Ozean gibt es ein riesiges Gebiet mit niedrigerer Anziehung. Schiffe fahren hier durch ein Tal im Ozean, ohne dass dies zu spüren ist. Und im Atlantik südlich von Island existiert ein Areal mit besonders hoher Anziehung, eine Art riesiger Berg.
    Sollte das nicht genau andersrum sein? Also ein Gebiet mit hoher Anziehung als Tal?
  2. #2

    titel

    Zitat von Xaron74 Beitrag anzeigen
    Sollte das nicht genau andersrum sein? Also ein Gebiet mit hoher Anziehung als Tal?
    Genau das habe ich beim Lesen auch gedacht...
  3. #3

    Stimmt schon

    Nein, so wie das im Artikel steht ist das schon richtig.
    In Gebieten mit hoher Anziehungskraft wird auch das Wasser des Ozeans stärker angezogen. Dieses Gebiet zieht also das Wasser aus den umliegenden Gebieten mit schwächerer Anziehungskraft ab, es entsteht also ein Wasserberg. Dort, wo das Wasser abgezogen wird (bei niedrigerer Anziehungskraft) entsteht entsprechend ein Wassertal.
  4. #4

    Gravitationstal

    Zitat von Xaron74 Beitrag anzeigen
    Sollte das nicht genau andersrum sein? Also ein Gebiet mit hoher Anziehung als Tal?
    Vielleicht war ja statt eines Höhentals ein Gravitationstal gemeint.
  5. #5

    Korrektur

    Zitat von Isleiff Beitrag anzeigen
    Nein, so wie das im Artikel steht ist das schon richtig.
    In Gebieten mit hoher Anziehungskraft wird auch das Wasser des Ozeans stärker angezogen. Dieses Gebiet zieht also das Wasser aus den umliegenden Gebieten mit schwächerer Anziehungskraft ab, es entsteht also ein Wasserberg. Dort, wo das Wasser abgezogen wird (bei niedrigerer Anziehungskraft) entsteht entsprechend ein Wassertal.
    Das ist richtig, aber die Erklaerung ist falsch :-) Die Wasseroberflaeche stellt eine Flaeche gleichen Schwerepotentials dar. Dort wo die Erdanziehungskraft groesser ist, ist also diese Flaeche weiter vom Erdmittelpunkt entfernt, dort wo sie geringer ist, ist sie naeher am Erdmittelpunkt dran.
  6. #6

    Geoidhöhe

    Zitat von ingemusch Beitrag anzeigen
    Das ist richtig, aber die Erklaerung ist falsch :-) Die Wasseroberflaeche stellt eine Flaeche gleichen Schwerepotentials dar. Dort wo die Erdanziehungskraft groesser ist, ist also diese Flaeche weiter vom Erdmittelpunkt entfernt, dort wo sie geringer ist, ist sie naeher am Erdmittelpunkt dran.
    Das ist so nicht richtig. Die Schwere bzw. das Schwerepotential nimmt mit zunehmenden Abstand vom Erdmittelpunkt ab.

    Das Geod, bzw. die Geoidhöhe hängt vor allem von der örtlichen Topographie ab. Befindet sich unter dem Meeresspiegel, wie im Indischen Ozean, ein "Graben" (also weniger Masse) so kann es hier zu Veränderungen der Geoidhöhe von 100 m kommen. Deswegen fahren die Schiffe sozusagen durch ein "Tal".
    Im Gebirge hat man dann einen gegenteiligen Effekt.
  7. #7

    Klimawandel

    Mit dem abschmelzen der Eis Pole verändert sich auch das Schwerefeld und kann so ua tecktonische Aktivität produzieren.

    Das letzemal wo die Erdatmosphäre mehr als 390 ppm Co2 Anteil hatte war die geoseismische Aktivität 300% höher.

    Daher ist keine Küste sicher, bzw. kein Atommeiler am Meer vor einem Tsunami und kein Atommeiler am Land sicher vor einem Erdbeben.
  8. #8

    Laberrabarber

    Zitat von labalex Beitrag anzeigen
    Das ist so nicht richtig. Die Schwere bzw. das Schwerepotential nimmt mit zunehmenden Abstand vom Erdmittelpunkt ab.

    Das Geod, bzw. die Geoidhöhe hängt vor allem von der örtlichen Topographie ab. Befindet sich unter dem Meeresspiegel, wie im Indischen Ozean, ein "Graben" (also weniger Masse) so kann es hier zu Veränderungen der Geoidhöhe von 100 m kommen. Deswegen fahren die Schiffe sozusagen durch ein "Tal".
    Im Gebirge hat man dann einen gegenteiligen Effekt.
    Meine Aussage, die Wasseroberflaeche waere eine Aequipotentialflaeche (=Geoid) des Schwerefeldes steht in keinem Gegensatz zu Ihrer Aussage. Gut, ein bisschen doof formuliert, das gebe ich zu.
  9. #9

    Antwort

    Zitat von ingemusch Beitrag anzeigen
    Meine Aussage, die Wasseroberflaeche waere eine Aequipotentialflaeche (=Geoid) des Schwerefeldes steht in keinem Gegensatz zu Ihrer Aussage. Gut, ein bisschen doof formuliert, das gebe ich zu.
    Ne, das ist ja auch richtig :).
    Allerdings ist die Erdanziehungskraft nicht größer, je weiter man vom Erdmittelpunkt entfernt ist, sondern (wenn man mal die Topographie und andere Faktoren wie unterschiedliche Geisteine innerhalb der Erde vernachlässigt) nimmt mit der Entfernung ab.

    Zitat von ingemusch Beitrag anzeigen
    Dort wo die Erdanziehungskraft groesser ist, ist also diese Flaeche weiter vom Erdmittelpunkt entfernt








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