Forum


 

Hochglanz-Emanzipation: Fräulein von Bönhof macht sich frei

Immer wieder ziehen sich junge Damen für Herrenmagazine aus. Wenn gar nichts mehr geht - der "Playboy" geht immer, möchte man abschätzig meinen. Und verkennt dabei, worum es wirklich geht: um die Selbstbestimmung der Frau.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...828530,00.html
  1. #30

    Zitat von review Beitrag anzeigen
    Stimmt, genauso wenig wie heute noch eine Gesellschaft ernsthaft darüber diskutiert ob ein Bundespräsident verheiratet ist oder ohne Trauschein mit seiner Partnerin zusammenlebt.
    Und wann wurde da diskutiert? Das wurde von ein paar Ewiggestrigen in den Raum geworfen, von der Presse aufgegriffen weil es grade sonst nichts gab und binnen 5 Minuten wieder von der Presse fallen gelassen, eben weil sich die Gesellschaft nicht genug dafür interessiert hat um es zu diskutieren.
  2. #31

    Für den Playboy ziehen sich üblicherweise ...

    Zitat von al2510 Beitrag anzeigen
    ich kenne keine Zeitung in der sich z.B. Top Manager entblättern. Also ist es doch nicht so weit her.
    ... auch nicht Top-Managerinnen aus. Wobei schon altersbedingt weder Top-Manager noch Top-Managerinnen ideale Motive des Playboy wären.
    Die Idee der "Selbstbestimmung durch Entblättern" bedarf allerdings näherer Betrachtung. Entsteht die Selbstbestimmung wirklich schon durch Entblättern? Also etwa allabendlich, quasi als tägliche Selbstbestimmungsviertelstunde? Oder erst vor anderen? Oder gar erst vor anderen gegen Geld und verkäuflich?
    Und natürlich: warum gibt es für die entblätternde Selbstbestimmung so wenig Jobangebote für Männer? Verdienen Männer bei gleicher Tätigkeit dann auch gleichviel? Und welche Ausbildung ist dafür vonnöten?

    Wahrlich ein großes Emanziptionsthema!
  3. #32

    Den Schreibstil finde ich wie immer beeindruckend. Ansonsten reißt mich das Thema diesmal nicht vom Hocker.
  4. #33

    liebe frau berg

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Immer wieder ziehen sich junge Damen für Herrenmagazine aus. Wenn gar nichts mehr geht - der "Playboy" geht immer, möchte man abschätzig meinen. Und verkennt dabei, worum es wirklich geht: um die Selbstbestimmung der Frau.

    Hochglanz-Emanzipation: Fräulein von Bönhof macht sich frei - SPIEGEL ONLINE
    gestern zufällig (auf bayern alpha) eine "streng" wissenschaftliche abhandlung über das ewige thema geschaut. es war da viel von investment die rede, und zwar so sehr, dass ich mich zunächst in einer wirtschaftssendung wähnte. also jedenfalls wurde vieles -auch kulturen übergreifend- untersucht. um's kurz zu machen: herausgefunden hat man, dass frauen mehr geschlechtszellen haben als männer, (keine ahnung, was das zu bedeuten hat) dass frauen generell mehr wert auf geld legen,(aus gutem grund, denn schwangerschaft und aufzucht der brut, sind ja auch finanziell gesehen kein spaziergang) dass frauen bei der partnerwahl generell "anspruchsvoller" sind als männer, und, dass sie bis zum ersten geschlechtsverkehr gern ein bisschen länger warten, als der männliche bewerber. dies alles erwogen, ahnt man, dass es mit den beiden geschlechtern nichts werden kann. sie kommen, auf die dauer gesehen auf keinen grünen zweig. leider. und da muß halt jeder sehen, wo er bleibt. symmetrische formen bezgl. des gesichts und des körperbaus werden übrigens von beiderlei geschlecht als schön empfunden; interessanter weise jedoch noch mehr von männern. dass wir in einer " men rule" welt leben, wird wohl niemand ernstlich bestreiten. dass aber dadurch den frauen, sozusagen qua geburt eine opferrolle zukäme, ist feministische halluzination.
    ihr text hat aber genügend ironie zu signalisieren, dass sie wissen , wie der hase läuft.
  5. #34

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Immer wieder ziehen sich junge Damen für Herrenmagazine aus. Wenn gar nichts mehr geht - der "Playboy" geht immer, möchte man abschätzig meinen. Und verkennt dabei, worum es wirklich geht: um die Selbstbestimmung der Frau.

    Hochglanz-Emanzipation: Fräulein von Bönhof macht sich frei - SPIEGEL ONLINE
    Ich bin mir nicht sicher was unterhaltsamer war.
    Der Text oder so manche aufgeregte Kommentare.

    Wie auch immer...köstliche Unterhaltung.
  6. #35

    Merkwürdig

    Zitat von Ylex Beitrag anzeigen
    Tja, Frau Berg, ich will mal so sagen... also die Frauen, die Frauen an sich also scheinen irgendwie, auf eine gewisse Weise jedenfalls einem zwar schwer zu bezeichnenden, dafür aber akutem Druck nachzugeben, sich ihrer Kleidung zu entledigen, vulgo sich auszuziehen. Was soll man dazu sagen? Wie ist das zu deuten? Und, jetzt kommt das Entscheide, welche Schlüsse kann man daraus ziehen? Eine sehr schwierige Frage, denn man müsste ja vorher wissen, weshalb die Neigung der Frauen, sich zu entblößen, so außerordentlich verbreitet ist – es scheint bei näherer Betrachtung tatsächlich ein globales Phänomen zu sein, außerdem zeitlos, schon der antike Dichter Hans-Heinrich Plutarch berichtetete, wenn ich mich recht erinnere, von spontanen Entkleidungsanfällen der damaligen Damen.

    Wenn auch das alles zu denken gibt, nein, weil das zu denken gibt, sind naheliegende Fehleinschätzungen nicht angebracht, eine von ihnen lautet: Die Frauen ziehen sich für die Männer aus – ganz, ganz falsch, die Männer haben damit nichts mehr zu tun, nichts. Die Zeiten des sabbernden Voyeurismus liegen hinter uns, die gierigen Gaffer, die geilen Glotzer, diese humanoiden Tiere, sie gehören spätesten seit der Emanzipation in die Irrenanstalt der Geschichte. Für den modernen Mann ist der Akt in erster Linie eine formalästhetische Herausforderung, die den Geschlechtstrieb in die tote Hose verweist, er sieht in der Frau ein sphärisches Wesen, den gelungenen Gegenentwurf seiner selbst. Und damit wird auch verständlich, weshalb sich die Frauen so gerne ausziehen – sie haben ein Auftrag zu erfüllen, nämlich die Schönheit des Menschengeschlechts darzustellen.
    Ich verspüre auch von Zeit zu Zeit den Drang, mich zu entblättern. Meistens abends vor dem Schlafengehen und morgens vor dem Duschen ...
  7. #36

    eigentlich war immer die graue Eminenz der Wahrhaft Mächtige, wenn diese Frau das Bedürfnis hat im Mittelpunkt zu stehen, macht sie etwas falsch. Besser gesagt, die Mütter haben da etwas falsch gemacht, sie haben dem Kind kein Selbstbewusstsein gegeben und den Männern ja auch nicht. Die einen sammeln das Selbstbewussten durch das Sammeln von Bewunderung und die Anderen sammeln Geld um sich die Bewunderung zu kaufen.
  8. #37

    Sehen Sie liebes Sibyllchen . . .

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Immer wieder ziehen sich junge Damen für Herrenmagazine aus. Wenn gar nichts mehr geht - der "Playboy" geht immer, möchte man abschätzig meinen. Und verkennt dabei, worum es wirklich geht: um die Selbstbestimmung der Frau.

    Hochglanz-Emanzipation: Fräulein von Bönhof macht sich frei - SPIEGEL ONLINE

    ..."die frau ist ein Menscjliches Wesen das sich anzieht, schwatzt und sich auszieht".... DESHALB war Voltaire eben ein AUFKLÄRER !
    Er ging,- zu SEINER ZEIT- ganz selbstverständlich davon aus dass FRAU ein MENSCHLICHES Wesen IST- Diese radikale Idee hat sich bis heute noch nicht in allen Winkeln dieser Erde durchgesetzt...
    DESHALB: Gönnen Sie mir und meinesgleichen den zivilisierten Anblick weiblicher Reize und Verreisen Sie solange bis ich fertigbin doch bitte nach- sagen wir Afghanistan oder Pakistan- und fangen Sie DORT an mit Missionieren- auf dass auch in Hundert Jahren KEINE FRAU bei UNS in der Burka herumlauffen MUSS !!!
    Schönes Wochenende noch !
    ("DREI Dinge sind in dieser Welt zu beklagen: Die falsche Erziehung der Jugend, die schlechte Zubereitung edlen Tees UND das begaffen schöner Bilder durch Unwürdige!"( (Konfuzius)
  9. #38

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Immer wieder ziehen sich junge Damen für Herrenmagazine aus. Wenn gar nichts mehr geht - der "Playboy" geht immer, möchte man abschätzig meinen. Und verkennt dabei, worum es wirklich geht: um die Selbstbestimmung der Frau.

    Hochglanz-Emanzipation: Fräulein von Bönhof macht sich frei - SPIEGEL ONLINE
    Frau Berg bleibt sich treu. Nach einigen brachial-feministischen Kommentaren erscheint regelmäßig einer, der etwas subtiler verfasst ist und dieses Mal auch die vermeintliche Dekadenz des Bürgertums anprangert. Aber beim Gedanken an den Opa, da konnte sie es dann doch nicht lassen und griff wieder tief in die Mottenkiste der allem Hetero-Männlichen Abholden. Eine Frage stellt sich mir außerdem: Wovon zeugt die Idee, ein x-beliebiger Großvater würde sich am gedanklichen Anblick seiner entblößten Enkelin ergötzen?
  10. #39

    Zitat von jan.dark Beitrag anzeigen
    Ich hätte nicht gedacht, dass es den Playboy noch gibt. Aber danke der Promotion hier in der Printcommunity bin ich jetzt wieder auf der Höhe der Zeit.
    Bingo. Der Trick mit der gespielten Coolness, wenn Mann mit dem Playboy ertappt wird, funktioniert immer noch. ;-)


TOP



TOP