Immer wieder ziehen sich junge Damen für Herrenmagazine aus. Wenn gar nichts mehr geht - der "Playboy" geht immer, möchte man abschätzig meinen. Und verkennt dabei, worum es wirklich geht: um die Selbstbestimmung der Frau.
http://www.spiegel.de/kultur/gesells...828530,00.html
...sie ist mit 22 Jahren (!) Professorin - und auch noch so bildhübsch, daß sie sich für Männermagazine ausziehen kann. Dann hat sie es wirklich geschafft.
So nebenbei gemerkt; wer mit 22 Professorin / Professor für was auch immer ist, hat echt was geschafft ;-)
(OK, Mathe ist nicht so ein Frauenmetier ;-))
Richtig, sie masturbieren dazu. Soll ja ab und zu ganz gesund sein, und ist übrigens auch bei den meisten Frauen absolut üblich. Mehr Argumente gegen Nacktaufnahmen kann ich im Text nicht finden.Zitat von Berg
Wie wärs mal mit einem Text über Schönheits-Wahn und Schönheits-OPs? Da ließe sich doch aus feministischer Sicht eine exzellente Satire zu verfassen.
Tja, Frau Berg, ich will mal so sagen... also die Frauen, die Frauen an sich also scheinen irgendwie, auf eine gewisse Weise jedenfalls einem zwar schwer zu bezeichnenden, dafür aber akutem Druck nachzugeben, sich ihrer Kleidung zu entledigen, vulgo sich auszuziehen. Was soll man dazu sagen? Wie ist das zu deuten? Und, jetzt kommt das Entscheide, welche Schlüsse kann man daraus ziehen? Eine sehr schwierige Frage, denn man müsste ja vorher wissen, weshalb die Neigung der Frauen, sich zu entblößen, so außerordentlich verbreitet ist – es scheint bei näherer Betrachtung tatsächlich ein globales Phänomen zu sein, außerdem zeitlos, schon der antike Dichter Hans-Heinrich Plutarch berichtetete, wenn ich mich recht erinnere, von spontanen Entkleidungsanfällen der damaligen Damen.
Wenn auch das alles zu denken gibt, nein, weil das zu denken gibt, sind naheliegende Fehleinschätzungen nicht angebracht, eine von ihnen lautet: Die Frauen ziehen sich für die Männer aus – ganz, ganz falsch, die Männer haben damit nichts mehr zu tun, nichts. Die Zeiten des sabbernden Voyeurismus liegen hinter uns, die gierigen Gaffer, die geilen Glotzer, diese humanoiden Tiere, sie gehören spätesten seit der Emanzipation in die Irrenanstalt der Geschichte. Für den modernen Mann ist der Akt in erster Linie eine formalästhetische Herausforderung, die den Geschlechtstrieb in die tote Hose verweist, er sieht in der Frau ein sphärisches Wesen, den gelungenen Gegenentwurf seiner selbst. Und damit wird auch verständlich, weshalb sich die Frauen so gerne ausziehen – sie haben ein Auftrag zu erfüllen, nämlich die Schönheit des Menschengeschlechts darzustellen.
Dass Frauen durch Ausziehen Geld verdienen können, wird in unserer extrem leistungsbezogenen Gesellschaft natürlich hasserfüllt beäugt. Ist es doch wohl keine Leistung, einfach die Klamotten fallen zu lassen. Da stehen dann die Männer, in seltener Eintracht mit den älteren Frauen, und wüten über diejenigen, die einfach bloß ihren nackten Körper zu gutem Geld machen, während sie selbst es auf diese Weise natürlich nicht könnten.
So gesehen sind die Nackten gewissermaßen die Griechen des Feuilletons, sie kriegen Geld für eine gefühlte Null-Leistung hinterhergeschmissen, und ziehen entsprechend Neid und Verachtung auf sich. Da entdeckt der Mann seinen Frauenhass wieder, den er eigentlich unter einer sorgfältigen Tünche politischer Korrektheit verborgen hat, und die Frau preist plötzlich Werte von Anstand und Tugend, deren brutales Korsett der Vergangenheit sie doch eigentlich emanzipiert abstreifen wollte.
Und die junge von Bönhof? Versucht es mit der Ausrede "Kunst". Denn Kunst ist doch eine Leistung, oder etwa nicht?!?