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Historische Abstimmung: Tunesien geht zur Wahl - zum ersten Mal

Es ist ein historischer Moment in der Geschichte Tunesiens: Die ersten freien Wahlen in dem nordafrikanischen Land haben begonnen - vor den Wahllokalen herrscht enormer Andrang. Umfragen zufolge könnte die Islamisten stärkste Partei werden.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...793435,00.html
  1. #1

    Es wird spannend!

    Der heutige Wahltag in Tunesien wird zeigen, ob sich die Al Nahda und konservativ-islamistische Bürger durchsetzen können. Ich gehe davon aus. Die eigentliche Frage hingegen bleibt offen: Wie verhält sich die Al Nahda nach einem Wahlsieg und insbesondere nach den eigentlichen Präsidentschafts- und Parlamentswahlen 2012:
    http://wp.me/pNjq9-3jj ?
  2. #2

    Die Demokratie bricht Bahn!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist ein historischer Moment in der Geschichte Tunesiens: Die ersten freien Wahlen in dem nordafrikanischen Land haben begonnen - vor den Wahllokalen herrscht enormer Andrang. Umfragen zufolge könnte die Islamisten stärkste Partei werden.

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...793435,00.html
    Heureka! So wird und mag es kommen:
    In Tunesien, in Agypten , in Libyen, im Irak, in Afghanistan, in...
    Der demokratische Geist ist aus der Flasche entwichen!
    Und ein demokratischer Geist ist doch auch immer ein guter Geist, so hab`ich es gelernt.
    Es muss ja nicht unbedingt ein heiliger Geist sein!
  3. #3

    Die Tunesier gehen wieder mal mit gutem Beispiel voran

    Zitat von 2010sdafrika Beitrag anzeigen
    Der heutige Wahltag in Tunesien wird zeigen, ob sich die Al Nahda und konservativ-islamistische Bürger durchsetzen können. Ich gehe davon aus. Die eigentliche Frage hingegen bleibt offen: Wie verhält sich die Al Nahda nach einem Wahlsieg und insbesondere nach den eigentlichen Präsidentschafts- und Parlamentswahlen 2012:
    http://wp.me/pNjq9-3jj ?
    Im Gegensatz zu den beiden Nachbarländern (Ägypten und Libyen) sehe ich die Entwicklung in Tunesien sehr positiv. Wieder einmal geht dieses Land mit gutem Beispiel voran, und zeigt den anderen, wie es laufen sollte.

    Vor den Islamisten in tunesien habe ich wenig Angst. Erstens erscheinen sie mir vergleichsweise gemäßigt, im Idealfall wird das wie die AKP in der Türkei. Zweitens werden die religiösen Parteien kaum die Mehrheit erlangen, denn es gibt in Tunesien eine große liberale Mittelschicht, die ganz anders wählen wird. Ebenfalls sehr positiv zu bewerten ist die Rolle der tunesischen Armee, denn sie hat kaum Dreck am Stecken, und ist nicht derart in einem korrupten Wirtschaftssystem tonangebend, wie das in Ägypten der Fall ist.
  4. #4

    Na - wenn der Neuigkeitseffekt weg ist,

    Zitat von 2010sdafrika Beitrag anzeigen
    Es wird spannend ! Der heutige Wahltag in Tunesien wird zeigen, ob sich die Al Nahda und konservativ-islamistische Bürger durchsetzen können. Ich gehe davon aus. Die eigentliche Frage hingegen bleibt offen: Wie verhält sich die Al Nahda nach einem Wahlsieg und insbesondere nach den eigentlichen Präsidentschafts- und Parlamentswahlen 2012:
    http://wp.me/pNjq9-3jj ?
    sinkt auch in Tunesien die Wahlbeteiligung.
    Demokratie ist unter den Regierungsformen die am wenigsten
    unangenehme, die uns Hirnis bislang eingefallen ist, glasklar. das aber sagt mehr üer uns als über die
    Demokratie... die wir den kleinsten gemeinsamen Nenner
    zum Höchsten erheben.

    Wenn Demokratie eines nicht ist, dann spannend.
  5. #5

    Ich erinnere Sie nur ungern

    Zitat von rafkuß Beitrag anzeigen
    Heureka! So wird und mag es kommen:
    In Tunesien, in Agypten , in Libyen, im Irak, in Afghanistan, in...
    Der demokratische Geist ist aus der Flasche entwichen!
    Und ein demokratischer Geist ist doch auch immer ein guter Geist, so hab`ich es gelernt.
    Es muss ja nicht unbedingt ein heiliger Geist sein!
    aber vor einigen Jahren war bei den Wahlen in Algerien die oppositionnellen Moslembruderschaft der Wahlsieger ... Mit tatkräftiger Hilfe der westlichen Demokratien wurden sowohl Wahl als auch Wahlergebnis für ungültig erklärt. Immer noch Grund zum Jubeln. Und wenn die islamistische Partei der Wahlsieger wird - wes Geistes Kind wird sie wohl sein? Was denken Sie?
  6. #6

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Tunesien geht zur ersten freien Wahl

    Umfragen zufolge könnte die Islamisten stärkste Partei werden.
    In dem Fall könnten die ersten freien Wahlen, auch die vorerst letzten sein. Ich drücke Tunesien die Daumen, dass es nicht vom Regen in die Traufe konnte.
  7. #7

    Tunesien als Beispiel für Libyen

    Ich denke, dass Tunesien das Beispiel für Libyen sein wird. Unabhängig davon ob strengere islamische oder liberalere Kräfte die Wahl gewinnen, wird es auch eine Signalwirkung auf die anderen Staaten des arabischen Frühlings haben.

    Je nachdem ob die demokratische Machtübernahme glatt von Statten geht, könnte dies ebenso in den anderen Ländern funktionieren. Und je nachdem ob Europa auch eine strenger islamische Regierung in einem demokratischen Tunesien akzeptiert, wird sich auch das Verhältnis zu diesen Kräften entspannen.

    Ich wünsche Tunesien viel Glück, möge die Partei gewinne, die die meisten Stimmen bekommt. Ich bin sicher, auch ganz Libyen schaut zu was passiert, wenn ein Teil der Streiter für Demokratie die Wahl verliert.
  8. #8

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist ein historischer Moment in der Geschichte Tunesiens: Die ersten freien Wahlen in dem nordafrikanischen Land haben begonnen - vor den Wahllokalen herrscht enormer Andrang. Umfragen zufolge könnte die Islamisten stärkste Partei werden.

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...793435,00.html
    Warum pickt man immer nur den Teil von Texten heraus der einem gerade in den Kram passt?

    Im Artikel heisst es doch:

    "Umfragen zufolge könnte die islamistische Ennahdha-Bewegung mit 20 bis 30 Prozent der Stimmen die stärkste Einzelpartei werden. Sie hat allerdings nur wenige mögliche Koalitionspartner und damit nur geringe Aussichten, die politische Führung zu übernehmen."

    Wo liegt denn das Problem?
    Ich finde es unglaublich das die ganzen Verfechter der Demokratie hier den Tunesiern am liebsten das Wählen verbieten würden nur weil sie Angst haben das dort die Konservativen an die Macht kommen...
    Die Tunesier haben damit auch ihre Sorgen (wie diverse Kurzinterviews auf Al Jazeera zeigen), aber offenbar war der Drang zur Freiheit größer, sonst hätten sie Ihren Despoten ja behalten...


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