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Historikerstreit in Israel: "Wir haben kein Recht auf dieses Land"

Existiert das jüdische Volk überhaupt? Ist die Diaspora bloß eine Legende, die den Anspruch auf das historische Palästina begründen soll? Mit gewagten Thesen stellt der israelische Historiker Schlomo Sand das Selbstverständnis vieler Juden in Frage - seine Kollegen protestieren empört.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...697365,00.html
  1. #1

    /

    Recht oder Unrecht - der Staat ist vorhanden und wird auch dort bleiben.
    Dennoch ist es absolut notwendig, die Gebietsansprüche zurückzuschrauben, wenn in absehbarer Zeit eine friedliche Koexistenz möglich werden soll. Es wäre schon ein großer Erfolg, wenn zumindest diejenige Gebiete geräumt würden, die nachweislich illegal besetzt wurden.

    Aber - ist das auch eine realistische Aussicht?

    Für Israel gibt es keinerlei politische Sachzwänge, solange man es weitgehend gewähren lässt. Die UN müsste dringend auf ihre eigenen Gesetze pochen, welche da lauten, dass Annexionen schlicht und ergreifend illegal sind.
  2. #2

    Ruschikoff und Sand

    Tja, das ist Geschichtsforschung auf der Höhe der Zeit. Die These, daß Juden keine Ethnie, sondern eine Religionsgemeinschaft sind, hat vor einigen Jahren auch der jüdisch-amerikanische Kommunikationswissenschaftler Ruschikoff aufgestellt in seinem Buch "Nothing sacred. The truth about Judaism". Und ich denke, Ruschikoff und Sand haben Recht.
  3. #3

    Falscher Titel

    Erst einmal hat er Recht. Jüdisch ist eine Religion. Und natürlich keine Staatsform. Ein deutscher Jude dürfte so viel gemeinsam haben wie deutscher Christ wie mit einem Russen. Aber die Ableitung ist falsch. Es gab nun mal ein Volk das vertrieben worden ist. (Mehrzahl wahrscheinlich jüdisch)Aber es ging bei der Vertreibung nicht um Religion. Es ging um fruchtbares Land und um Wasser schlichtweg ums überleben.Heute daraus noch was abzuleiten ist Unfug. Und es bringt auch nichts. Wir müssen mit der heutigen Situation fertig werden. Und dabei sollte man sehen das das ganze religiöse Gerede Schwachsinn ist.
  4. #4

    und?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Existiert das jüdische Volk überhaupt? Ist die Diaspora bloß eine Legende, die den Anspruch auf das historische Palästina begründen soll? Mit gewagten Thesen stellt der israelische Historiker Schlomo Sand das Selbstverständnis vieler Juden in Frage - seine Kollegen protestieren empört.

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...697365,00.html
    ethnie, religion-ist das soo wichtig?
  5. #5

    dns

    Ließe sich die Frage nicht ganz einfach mit einem DNS-Test beantworten? Mit den Kelten hat das doch funktioniert
  6. #6

    ...

    Mans stelle sich vor, ein nichtjüdischer Historiker würde diesen Standpunkt vrtreten. ;-)
  7. #7

    grundsätzliche frage

    ich bin ja nicht wirklich experte, aber gehört die geschichte des jüdischen volks (bzw laut artikel religionsgemeinschaft) nicht zu den am besten erforschten der welt? wie kann es da sein, dass jemand daherkommt und die kohärente arbeit so vieler geschichtsforscher über den haufen werfen will? es stand doch bis vor kurzem außer frage, dass das judentum eine religion ist, die bis auf eine kurze phase nicht missioniert hat? wie kamen all die anderen historiker auf diese idee, wie kommt dieser historiker darauf, sie komplett in den boden zu stampfen? könnte einer der autoren dazu stellung nehmen, ob "der mythos vom jüdischen volk" (im sinne von: alles erfunden) wirklich wissenschaftlich fundiert ist, was dagegene spricht, was dafür? leider geht es auch in diesem artikel hauptsächlich um aktuellpolitik, und ich kann mir schon wieder lebhaft vorstellen, wie sich demnächst pro-israelis und pro-palis hier im forum stellvertretend die köpfe einschlagen werden, wobei die frage an sich schon sehr spannend ist und erst einmal nicht durch tagespolitik in den hintergrund gedrängt werden sollte.
  8. #8

    Fakten schaffen mit den besseren Waffen

    Historie ist kein Frage des Rechts oder der Wissenschaft, sondern alleine eine Frage der Stärke der Waffen.

    Die Ergebnisse einer breitgefächert DNS-Untersuchung der Israelis durfte nie veröffentlicht werden, da sich ergeben hat, dass die Staatsdoktrin auf einen reinem Mythos beruht. Die jüdischen Israelis sind eine bunte Mischbevölkerung und stammen nicht -wie die Palästinenser :-)- von Abraham ab. Sondern da sind eine Menge anderer Beischläfer in den Ahnenreihungen. Wie in jeder ordentlichen Familie :-).

    Der Anspruch der Engländer auf das nordamerikanische Indianerland ist ähnlich begründet. 700 Jahre vorher hatte Erik der Rote, ein Wikinger, also ein Nordmann, Nordamerika erobert. Oder Gröhlland oder so ähnlich. Auf jeden Fall, da war das. In der Zwischenzeit hatten die Normannen, die Nordmänner, auch die Herrschaft in England übernommen. Also ist es logisch und völlig gerechtfertigt, dass Nordamerika zum Herrschaftsgebiet der Engländer als Erben des Erik zählen musste, aus dem man sich nur vorübergehend für 700 Jahre zurückgezogen hatte. Die offenen Fragen klärte man mit den besseren Waffen. Wer fragt, ist tot.

    Historie ist ein Mischung von Märchen und Mythen der Macht.
  9. #9

    ...so langsam tut sich was!

    Zitat von Rawls Beitrag anzeigen
    Tja, das ist Geschichtsforschung auf der Höhe der Zeit. Die These, daß Juden keine Ethnie, sondern eine Religionsgemeinschaft sind, hat vor einigen Jahren auch der jüdisch-amerikanische Kommunikationswissenschaftler Ruschikoff aufgestellt in seinem Buch "Nothing sacred. The truth about Judaism". Und ich denke, Ruschikoff und Sand haben Recht.
    ...ganz Ihrer Meinung und, es scheint sich im Heiligen Land so langsam was zu tun!
    Avraham Burg mit seinem Buch:"Hitler besiegen", nun Schlomo Sand mit seinem Buch "Erfindung des jüdischen Volkes", aber nun müssen das neben Geschichtslehrern leider auch noch Religionslehrer, weltliche und Rabbinats-Gerichte und vor allem die nächsten Wahlen wiederspiegeln, dann könnte die Reform zum Nutzen der Menschen in der Region beginnen....








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