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Historikerstreit in Israel: "Wir haben kein Recht auf dieses Land"

Existiert das jüdische Volk überhaupt? Ist die Diaspora bloß eine Legende, die den Anspruch auf das historische Palästina begründen soll? Mit gewagten Thesen stellt der israelische Historiker Schlomo Sand das Selbstverständnis vieler Juden in Frage - seine Kollegen protestieren empört.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...697365,00.html
  1. #200

    Heimat

    Zitat von eikfier Beitrag anzeigen
    ...Sie bringen mit dem etwas altmodischen Begriff "Heimat" einen für mein Gefühl sehr wichtigen Aspekt in die Debatte: das GEFÜHL.
    Ich versuche schon zw. gefühlter und tatsächlicher Heimat zu unterscheiden.

    Für einen, sagen wir mal, in Bayern geborenen und aufgewachsenen 60jährigen Vertriebenenpolitiker kann Schlesien nur gefühlte Heimat sein. Bei einem in Haifa geborenen und aufgewachsenen 60jährigen Israeli sieht das aber schon ganz anders aus. Der hat ganz objektiv nur diese eine Heimat.

    Zitat von eikfier Beitrag anzeigen
    P.S.: was verstehen Sie genau unter "Tetaroriern", auch Schreibfehler?
    Ich hatte mich auf den Beitrag des Teilnehmers »tetaro« bezogen und die von ihm ins Gespräch gebrachten fiktive Staatsgründung eben nach ihm benannt.
  2. #201

    re: Jesus

    dann müsste sein biologischer Vater Josef gewesen sein.
    Wenn sein Vater nicht Josef war, dann stammte er nicht von David ab.
    Zitat von Emil Peisker Beitrag anzeigen
    Nun, Antje
    Die Thronfolge der jüdischen Könige ging nur über die Söhne.
    Da musste schon Josef das Recht auf die Folge haben.
    Sein Stammbaum:
    David als Stammvater
    01.) Salomo
    ....
    26.) Josef
    Es war nun aber der Heilige Geist, der die Befruchtung auslöste.
    dann war Josef nicht der biologische Vater von Jesus. Und damit stammte dann Jesus nicht von David ab.
  3. #202

    biologischer Vater

    Zitat von Antje Technau Beitrag anzeigen
    dann müsste sein biologischer Vater Josef gewesen sein.
    Wenn sein Vater nicht Josef war, dann stammte er nicht von David ab.

    dann war Josef nicht der biologische Vater von Jesus. Und damit stammte dann Jesus nicht von David ab.
    Na, Antje, einem Gott, der als Geist befruchtet, dem traust doch auch noch zu, dass er die Gene Davids drauf hat, oder?

    Ansonsten hast du Recht, wenn Josef nicht der Vater war, war es Gott. Finde ich auch wesentlich stringenter.

    Gruß

    Emil
  4. #203

    i

    Zitat von Emil Peisker Beitrag anzeigen
    Aber alfredoneuman

    Ostjerusalem wurde kurz nach dem Krieg '67 offiziell annektiert. Wurde zwar international nicht anerkannt, aber da hat Tel Aviv damals keine Bohne drum gegeben.
    Ja und, nichts anderes habe ich geschrieben. Die sog. Westbank, wurde aber niemals annektiert. Wozu also jetzt das Getue von Ihnen?

    Wenn ich Palästinenser-Präsident wäre, würde ich den Deal so anbieten:
    Der Emil-Peisker-Plan, der würde im Schredder landen so wie alle Pläne zuvor. Warum wollen sie denn nicht zur Kenntnis nehmen, das der pal. Präsident nichts aber auch rein gar nichts machen kann, weil er keine Macht hat. Solange er die Hamas im Nacken hat, kann er noch nicht einmal verhandeln, geschweige denn Vereinbarungen treffen.

    All diese kleinkarierten, mit vorgeschobenen Sicherheitsbedenken befrachteten Angebote, die den Palästineserstaat wie 20 Mini-Kantone aussehen lassen, sind doch nichts anderes, als vorsätzlich vergiftete Deals, bei denen sich die israelische Seite klar ist, dass sie abgelehnt werden.
    Sie wissen ganz genau, sollte es zu ernsthaften Verhandlungen kommen, werden die Palaestinenser Judea und Samaria behalten. Zur Debatte stehen lediglich die grenznahen jüdischen Siedlungsblöcke, dafür werden die Palaestinenser mit Land entschädigt.

    Dafür will man dann Gebiet tauschen, um auch noch die letzten arabischstämmigen Israelis loszuwerden, und um die schönen Siedlungen behalten zu können.

    Wenn es anderes herum ginge, kein Israeli würde einen solchen Deal annehmen. Verständlich. Aber man wirft den israelischen Palästinensern vor, dass sie solche Angebote ablehnen.

    Doch die Wahrheit ist, diese arabischstämmigen Israelis sind die autochthone Bevölkerung, die haben gar keinen Grund ihre Heimat zu verlassen.
    Natürlich ist Ihr letzter Satz nicht die Wahrheit, es handelt sich vielmehr um argumentative Trickserei. Mit solchen Mätzchen diskreditieren Sie sich, Ihre vermeintliche Konzilianz gibt sich als dass zu erkennen, was sie in Wirklichkeit ist - Diffamie.

    Die "autochthone Bevölkerung", die, wie wir nun durch Sand erfahren haben, nichts anderes sind, als zum Islam konvertierte Juden, müssen das Land selbstverständlich nicht verlassen, sie werden auf ihrer Scholle bleiben und im Rahmen eines Gebietsaustausches, näher an ihre Brüder und Schwestern, im heiß ersehnten Palästina rücken. Was ist daran verwerflich, außer dass Sie das in Ihrem Beitrag unterschlagen.

    Wären solche Angebote früher gekommen, es gäbe heute keine starke Hamas, und Rabin würde noch leben.
    Früher hieß es etwas anders, heute heißt es die Israelis sind allem schuld. Die Vorgänger der Hamas hießen vor über 40 Jahren Fedajin, die saßen unter anderem auch in Gaza, aber sie taten schon damals dass was die Hamas heute tut, nämlich Juden umbringen. Und wie Sie sich erinnern werden, waren damals Westbank und Gaza, Ostjerusalem und die Golanhöhen, fest in arabischer Hand. Welchen Grund also, hatten die Hamas-Vorgänger damals für ihre Mordaktionen? Darauf haben Sie sicher eine gute Antwort.
  5. #204

    .

    Zitat von Emil Peisker Beitrag anzeigen
    Na, Antje, einem Gott, der als Geist befruchtet, dem traust doch auch noch zu, dass er die Gene Davids drauf hat, oder?
    nein :-)
    Ich sagte nur: wenn es nicht Josef, sondern jemand anderes war, dann stammt Jesus nicht aus dem Hause Davids...
    Ansonsten hast du Recht, wenn Josef nicht der Vater war, war es Gott.
    da hätte ich doch gerne erst einen Vaterschaftstest gemacht ;-)
    Göttliche Gene, das wär' doch erst mal was.
    Die Gabe, Menschen zu heilen und Wunder zu wirken müsste man dann sofort klonieren...
  6. #205

    Lösung bekannt

    Zitat von alfredoneuman Beitrag anzeigen
    Sie wissen ganz genau, sollte es zu ernsthaften Verhandlungen kommen, werden die Palaestinenser Judea und Samaria behalten. Zur Debatte stehen lediglich die grenznahen jüdischen Siedlungsblöcke, dafür werden die Palaestinenser mit Land entschädigt.
    ob wir das noch erleben?
    Wie die Nahostfrage gelöst werden könnte, ist doch schon seit langem bekannt.
    Es hapert doch nur am Willen zur Umsetzung.
  7. #206

    Die Gabe, Menschen zu heilen

    Zitat von Antje Technau Beitrag anzeigen
    nein :-)
    Ich sagte nur: wenn es nicht Josef, sondern jemand anderes war, dann stammt Jesus nicht aus dem Hause Davids...

    da hätte ich doch gerne erst einen Vaterschaftstest gemacht ;-)
    Göttliche Gene, das wär' doch erst mal was.
    Die Gabe, Menschen zu heilen und Wunder zu wirken müsste man dann sofort klonieren...
    Deshalb glauben ja auch viele Christen, dass Heilige nach ihrem Tode noch Wunder vollbringen können.

    Lourdes und andere.
  8. #207

    *kopfkratz*

    Zitat von Antje Technau Beitrag anzeigen
    [...]
    nur gut, dass die Mehrheit der Christen heutzutage aufgeklärt ist...
    Hmmm, ich empfehle den "Gotteswahn" von Richard Dawkins.
    Meine Fragen sind durchaus berechtigt, finde ich, auch wenn ich weder Christ noch Jude noch Muslim bin oder sonst einem Glauben angehöre.

    Was den Vatikanstaat angeht, habe ich ein kleines Problem mit der Gleichsetzung zum "Staat der Christen". Zum einen, weil nur eine Hälfte des Christentums repräsentiert wird, nämlich die katholische Kirche. Die Protestanten dagegen haben keinen solchen "Representativstaat". Und der Papst darf für sich genaugenommen nicht das Recht einfordern für ALLE Christen zu sprechen, solange er nur den Katholiken vorsteht. Papst Johannes Paul II war eine Ausnahme, er war fürwahr ein Papst, der für beide Strömungen sprechen konnte, wohl auch, weil er für die Versöhnung der christlichen Kirchen stand.

    Nein, mir geht's eigentlich eher um die Deckungsgleichheit von Religion und Volk. Dies ist schlichtweg nicht gegeben, bei keiner einzigen heute existierenden Religion. Also kann man als Staatsoberhaupt auch nicht das Recht einfordern, Oberhaupt über ALLE Juden, Christen, Muslime usw zu sein oder für sie zu sprechen.

    Historisch gesehen gab es mit Sicherheit ein Volk "Juden", also die Deckungsgleichheit mit Religion und Volk. Die ist aber schon lange nicht mehr gegeben.
    Israel existiert und es gibt keinen Grund, dies zu ändern. Den Palästinensern sollte aber durchaus das Recht auf einen eigenen Staat zugestanden werden ...

    Ich bitte um Korrekturen, falls meine Argumentation Fehler aufweist - was ich leider nicht ausschließen kann.
  9. #208

    .

    Zitat von Michael Giertz Beitrag anzeigen
    Nein, mir geht's eigentlich eher um die Deckungsgleichheit von Religion und Volk. Dies ist schlichtweg nicht gegeben, bei keiner einzigen heute existierenden Religion. Also kann man als Staatsoberhaupt auch nicht das Recht einfordern, Oberhaupt über ALLE Juden, Christen, Muslime usw zu sein oder für sie zu sprechen..
    ich sagte doch schon: Sie haben Recht :-)
    Dringender als solche Definitionsprobleme zu lösen wäre allerdings die Lösung der NO-Frage auf dem Verhandlungswege, mit abschliessendem Vertrag.
  10. #209

    .

    Zitat von Emil Peisker Beitrag anzeigen
    Deshalb glauben ja auch viele Christen, dass Heilige nach ihrem Tode noch Wunder vollbringen können. Lourdes und andere.
    das hält keiner wissenschaftlichen Überprüfung stand.
    A propos wissenschaftliche Überprüfung: das hier ist eine Aussage, die sich durch Genanalysen überprüfen lässt:
    In einem Land, in dem schon jedes Kleinkind lernt, dass Juden aus Deutschland und Marokko, Äthiopien und dem Irak dasselbe kulturelle und genetische Erbe haben...

    So gibt es einen Genmarker, den *Cohen modal Haplotype*, an dem man angeblich die Abstammung von der jüdischen Priesterkaste Palestinas erkennen kann. Und dieser Genmarker wurde bei Äthiopischen Juden nachgewiesen:
    Y Chromosomes Traveling South: The Cohen Modal Haplotype and the Origins of the Lemba—the “Black Jews of Southern Africa”
    Wofür Abstammungsanalysen doch nicht alles gut sind...


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