Schade, dass es Lustiger nie gelang, seinem Trauma mit Vernunft zu begegnen.
"Entgegen der bei Lustiger aufscheinenden antiintellektuellen Attitüde gilt daher: Wir Juden können stolz sein auf die von ihm geschmähten Stimmen von Noam Chomsky, Abraham Melzer, Alfred Grosser, Hajo Meyer. Das sind Menschen, die die jüdische Tradition des kritischen Hinterfragens hochhalten. Es sind dies auch Menschen, für die Moral mehr bedeutet als das Wohlergehen des eigenen Stamms. Das Judentum sah sich einmal als ein Leuchtfeuer, das die göttliche Ethik für alle Welt sichtbar macht. Wo ist dieser Anspruch heute geblieben, wenn es egal geworden sein soll, was wir den Palästinensern angetan haben? Wenn wir das Judentum bewahren wollen, brauchen wir nicht weniger Selbstkritik, sondern noch mehr." (Rolf Verleger, 2008)
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