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Hirnscans: Neurologen lokalisieren Drahtzieher der Angst

Große Höhen, enge Räume - schon der Gedanke daran: Manche Menschen sind von Ängsten besessen, während andere jegliche Horrorsituation kalt lässt.*Hirnscans haben jetzt verraten: Ängstlichkeit hängt vom richtigen Zusammenspiel zweier Schaltkreise*in unterschiedlichen Arealen*ab.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...745033,00.html
  1. #1

    revolutionär wie immer

    Wo die Angst sitzt wußte man. Daß der Mensch Gefühle über bewußte Kontrollen zu steuern also abzumindern versucht ist eigentlich auch ein alter Hut. Man nennt das Gefühlskälte, insbesondere bei Männern, oder auch fehlende Herzensbildung. Empfindungslosigkeit und fehlende Empathie kommen auch immer gut.

    Und das wußten die Literaten und Psychos schon lange. Ganz sicher auch Militärs oder optimierende Mentaltrainer. Was also soll jetzt besser werden ?
  2. #2

    Keine neue Erkenntnis

    Das ist spannend, aber doch nichts wirklich Neues. Mit Angst verbundene Stressreaktionen schalten kognitive Funktionen des Großhirns auf Sparflamme - je nach Stresslevel. Das weiß die Neurobiologie schon lange. Da Stressreaktionen aber immer dann ausgelöst werden, wenn unser Großhirn kein passendes Reaktionsmuster zu Verfügung hat, ist es doch mehr als naheliegend, dass immer dann, wenn wir potentiell gefährliche Situationen kognitiv steuern können, eben keine Ängste ausgelöst werden.
  3. #3

    Ein "alter Hut" mit neuen Möglichkeiten?

    Zitat von albert schulz Beitrag anzeigen
    Wo die Angst sitzt wußte man. Daß der Mensch Gefühle über bewußte Kontrollen zu steuern also abzumindern versucht ist eigentlich auch ein alter Hut. Man nennt das Gefühlskälte, insbesondere bei Männern, oder auch fehlende Herzensbildung. Empfindungslosigkeit und fehlende Empathie kommen auch immer gut.

    Und das wußten die Literaten und Psychos schon lange. Ganz sicher auch Militärs oder optimierende Mentaltrainer. Was also soll jetzt besser werden ?
    Was sie da als "alten Hut" bezeichnen ist offenbar bisher lediglich eine Art Vermutung gewesen.Vor allem war man nur bedingt in der Lage außer durch Drogenkonsum oder bei genetischer Disposition, Patienten mit chronifizirter Angststörung nachhaltig zu helfen. Ich bin jedenfalls seit über 20 Jahren nur bedingt in der Lage negativer Reizüberflutung entgegen zu wirken und dadurch komplett erwerbsunfähig.

    Ciao
    DerDemokrator
  4. #4

    wirklich alter Hut

    und auch weiß man schon seit mehr als 20 Jahren, dass nicht nur die Amygdala für Ängste zuständig ist. Wo man das nachlesen kann mit samt allen Hirnaufnahmen, brauche ich wahrscheinlich nicht noch mal zu erwähnen.
  5. #5

    Moment bitte

    Zitat von Demokrator2007 Beitrag anzeigen
    Was sie da als "alten Hut" bezeichnen ist offenbar bisher lediglich eine Art Vermutung gewesen.Vor allem war man nur bedingt in der Lage außer durch Drogenkonsum oder bei genetischer Disposition, Patienten mit chronifizirter Angststörung nachhaltig zu helfen. Ich bin jedenfalls seit über 20 Jahren nur bedingt in der Lage negativer Reizüberflutung entgegen zu wirken und dadurch komplett erwerbsunfähig.
    Zu wissen, wo etwas passiert heißt noch längst nicht die Mechanismen kennen. Wobei der winzige Mandelkern etwa noch weit komplizierter und komplexer als die Großhirnbereiche zu sein scheint.

    Gefühle sind das Thema der Menschheit, insbesondere die unbeherrschbaren. Vor ein paar Jahren erlag ich einer Verliebtheit, die mich an meine Grenzen gebracht hat, auch körperlich, nix mit Vernunft, rein nichts, nur eine Bremserfunktion. Oder ich bin innerlich aufgeregt, ohne jeden Sinn oder irgendeine Möglichkeit dagegen anzugehen. Und die Ärzte teilen mir süffisant mit, ich solle wiederkommen, wenn ich richtig schön krank bin. Als warteten sie nur darauf, daß das Energiezentrum schlapp macht.
  6. #6

    Mir wird übel...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Große Höhen, enge Räume - schon der Gedanke daran: Manche Menschen sind von Ängsten besessen, während andere jegliche Horrorsituation kalt lässt.*Hirnscans haben jetzt verraten: Ängstlichkeit hängt vom richtigen Zusammenspiel zweier Schaltkreise*in unterschiedlichen Arealen*ab.

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...745033,00.html
    Wenn ich sowas schon lese "Ängstlichkeit hängt vom richtigen Zusammenspiel zweier Schaltkreise ab" wird mir übel. An welchem Schaltkreis liegt das den nun wieder? -
    Die gesamte Hirnforschung führt den Menschen auf eine falsche Fährte. Da wird etwas als Ursache gesehen, was nicht Ursache sein kann. - Ich hoffe mein Beispiel oben macht das deutlich.
    Wenn jemand Angst hat, oder wovor er Angst hat, hängt nicht primär von irgendwelchen Schaltkreisen ab, sondern davon, wie jemand etwas interpretiert und welche Bedeutung eine Wahrnehmung, eine Information für ihn hat.
    Und klar gibt es auch Angst vor der Angst. Aber auch das läuft nach dem gleichen Muster von Information und persönlicher Bedeutung.

    Die Hirnforschung kann nichts sagen, was nicht schon die Psychologie schon lange und besser weiß. Hier sollen nur wieder irgendwelche Medikamente entwickelt werden, die die Selbstverantwortung des Menschen überflüssig machen sollen.
  7. #7

    Was etlichen Comments m.E. oft fehlt ...

    ... und das eigentlich immer wieder, wenn die Sektion "Science" auf SPON neue Artikel verfasst und vorstellt, ist ein Mindestmaß der Fähigkeit noch zu stauen, sich begeistern zu lassen und eine interessierte Offenheit über die Erkenntnisse der Wissenschaft und Forschung zu reflektieren.

    Sofort werden rigorose Urteile gefällt, meist abwertend ("ist doch ein alter Hut"), oder gleich die ganzen Informationen abgetan, es werden gar funktionalisierte Kampagnen irgendwelcher Interessensgruppen unterstellt.

    Insgesamt scheint die Arroganz, die Anmaßung und das besserwisserische Gehabe der selbsterklärten und gefühlten Experten in den Threads des Wissenschaftsforum oftmals weitaus dominanter zu sein, als die Bereitschaft, sich wirklich mit dem Thema auseinaderzusetzen. Das ist sehr schade, denn gerade in solch noch großen Spielraum für erstaunliche Erkenntnisse bietenden WS-Breichen wie der Neurologie und Hirnforschung, gibt es noch unendlich viel zu entdecken, zu verstehen und zu diskutieren.

    Man kann auch sagen, dass wir noch ganz am Anfang von einem halbwegs ganzheitlichem Verständnis der hochkomplexen und sehr wandelfähigen, dynamischen Prozesse unseres "Denkapparates" im Zusmmenspiel mit dem Körper stehen und so manche als gesicherte Erkenntnis geglaubte Hypothese in den letzten Jahren über den Haufen geworfen werden musste.

    Nimmt man z.B. allein schon neuro-biologisch grundlegende Fehlannahmen, wie bspw., dass sich schwer geschädigte Nervenzellen bei Erwachsenen praktisch nicht mehr nachbilden oder erneuern könnten, was sich ausgerechnet bei schweren Hirnschädigungen inzwischen als FALSCH herausgestellt hat, ja das Gehirn sogar in eine Art "embryonale Zwischenphase" temporär zurückschalten kann, um sich selbst besser zu heilen, dann zeigt mir das, dass wir noch viel mehr offene Fragen, als gesicherte Antworten haben, mit denen die Medizin und Forscher arbeiten.

    Man gewinnt zunehmend in diesem Forschungsbereich den Eindruck, dass das hochkomplexe und dynamisch Organ "Gehirn" vielleicht das Komplexeste und Faszinierendste ist, was es außer dem Universum in seiner Unergründlichkeit in wenigen kg Masse in einem lebenden Organismus je gegeben hat.

    Ein bisschen mehr Demut und Respekt im positiven Sinne vor dieser gewaltigen Leistung der Evolution, täte manchem Poster in solchen Thementhreads vielleicht auch ganz gut. Und die kindliche Fähigkeit zur Begeisterung bei der Entdeckung der faszinierenden Geheimnisse, die noch vor uns liegen ...

    tg
  8. #8

    Nicht Hirnprozesse sind die Botschaft

    Zitat von thinkglobal Beitrag anzeigen
    ... und das eigentlich immer wieder, wenn die Sektion "Science" auf SPON neue Artikel verfasst und vorstellt, ist ein Mindestmaß der Fähigkeit noch zu stauen, sich begeistern zu lassen und eine interessierte Offenheit über die Erkenntnisse der Wissenschaft und Forschung zu reflektieren.

    tg
    Wenn ich die Natur betrachte, dann kann ich nur staunen. Wenn mir bei dieser Betrachtung eine neue Erkenntnis, ein neuer Zusammenhang aufgeht, freue ich mich und staune ich noch mehr.
    So bin ich in meinem Weltwissen durch staunen gewachsen.

    Wenn man so eigenständig zuverlässiges Wissen gewonnen hat - und nicht nur vermeintliches Wissen andressiert bekam - wird man dann schon etwas ungehalten, wenn plötzlich mit etwas aufgewartet wird was einer ganz anderen Ebene angehört, während auf der eigentlichen die Probleme längst gelöst sind.
    Für mich ist nicht wichtig, dass jetzt, während ich schreibe an bestimmten Stellen meines Computers ein "neuronales Feuerwerk" stattfindet, sondern, dass meine Botschaft hier eine Antwort auf die Ihre ist.
    Hirnforschung würde nun im übetragenen Sinn in die Impulse meines Computers hineinpfuschen, damit ich nicht schreiben kann, was ich möchte. Verstehen Sie?
    Das Gehirn ist nur Träger der Botschaft. Nicht die Botschaft selbst, auch nicht die Hirnprozesse.
    Lesen Sie mal auf der folgenden Website ein paar Seiten. Da begreifen Sie besser die Funktion von Gehirn und Geist;Gehirn und Geist
  9. #9

    der mit dem Blubb

    Zitat von white eagle Beitrag anzeigen
    Hirnforschung würde nun im übetragenen Sinn in die Impulse meines Computers hineinpfuschen, damit ich nicht schreiben kann, was ich möchte. Verstehen Sie?
    NEIN!
    Du?


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