heisst Nature Neuroscience.
CorbisBislang schien alles klar: Für Angst und Panik ist im Gehirn ein Areal namens Mandelkern zuständig. Doch nun haben Forscher festgestellt, dass auch Menschen mit zerstörtem Mandelkern Angst empfinden können. Sie brachten drei vermeintlich Furchtlose in Panik - und brauchten dazu nur etwas CO2-Gas.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...-a-881339.html
heisst Nature Neuroscience.
....jemand wissenschaftlich erklären, warum Angst (oder Schreck) im Unterbauch (ich bin eine Frau) zu spüren ist, noch b e v o r mein Gehirn mir das signalisiert? Beispiel: ich sehe ein Kind in einer gefährlichen Situation (hängt sich aus dem Fenster oder steht nah an einem Abgrund) Mir ist dann, als rutsche meine Gebärmutter aus dem Körper. Ist der Sitz dieser Angst typisch weiblich? Oder was sagt da die Wissenschaft?
Mit "bevor mein Gehirn mir signalisiert" meinen Sie wahrscheinlich, bevor Sie das, was in Ihnen passiert, mit dem Etikett Angst (oder Furcht) versehen und seine Ursachen nachvollziehen können (Bewußtheit einer Emotion).
Die Auslösung von Emotionen und ihren körperlichen Begleiterscheinungen ist nicht von "bewußten" Einschätzungen der Situation abhängig - Emotionen können unbewußt und quasi automatisch entstehen. Wenn dem nicht so wäre, könnten wir unsere Emotionen ja nach belieben steuern.
Trotzdem passieren diese Vorgänge in ihrem Gehirn, das dabei Signale an ihre Körperperipherie sendet. Das Erkennen der Art von Emotion (Etikett) und ihrer Ursachen erfolgt im Nachhinein. Das zumindest ist bei Frauen und Männern gleich.
Bereits in dem Augenblick wo sie z.B. das sich in Not befindliche Kind erblicken, schickt Ihr Hirn diese Signale Botenstoffe aus. Im Unterbauch Bereich, bzw. im Darm sitzen neben dem Hirn die meisten Nervenverbindungen, und da Nerven und Botenstoffe sich mit annähend Lichtgeschwindigkeit ausbreiten, denken Sie nur das Ihr Unterbauch vor dem eigentlichen Verarbeiten im Hirn über Situationen informiert ist
Nervensignale und Botenstoffe bewegen sich in keinster Weise mit annähernder Lichtgeschwindigkeit. Die Geschwindigkeit von menschlichen Nerven ist max. 100 m/s bzw 70 m/s. Die Signale erscheinen uns nur so schnell, da sie relativ kurze Distanzen im Körper zurücklegen müssen.
Bei einem 2 m großen Mann werden z.b. zur Überwindung dieser ges. Distanz bei 100 m/s lediglich 0.02 Sekunden benötigt.
Es gibt eine wissenschaftliche Theorie dazu: James-Lange-Theorie. Diese Theorie ist jedoch immer sehr umstritten gewesen. In jüngster Zeit hat sie wieder Befürworter gefunden. Der Kern der James-Lange-Theorie ist, dass die Emotionen eine Folge der körperlichen Reaktionen und Empfindungen sind, nicht umgekehrt. Man läuft also nicht weg, weil man Angst hat, sondern man hat Angst, weil man spontan wegläuft (angesichts eines Bären z.B.).
Gehört zwar nicht ganz zum Thema, aber es ist mir wichtig:
Auch in Deutschland wird die "humane" Betäubung von Schlachttieren praktiziert, insbesondere bei Schweinen.
In dieser interaktiven Grafik Knöpfe mit Infos über alles mögliche - außer über Amygdala alias Mandelkern.
Oder bin ich nur zu dumm um ihn zu finden? :)