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Hinter der Fassade: Was machen Gothics eigentlich beruflich?

Leipzig trägt schwarz: Tausende Gothic-Anhänger überschwemmen die Stadt, sie versammeln sich zum "19. Wave Gotik Treffen". Manche Gestalten sehen einfach nur düster aus, andere haben sich kunstvoll geschminkt. Aber was machen Gothics eigentlich im normalen Leben?

http://www.spiegel.de/unispiegel/job...696381,00.html
  1. #1

    friedliebende szene

    ich finde es wirklich gut, dass auch über diese friedliebende szene berichtet wird! - ok, es ist sonntag und SPON fällt sonst nicht viel ein, aber das gibt "randgruppen" auch mal die gelegenheit beleuchtet zu werden!

    nur bitte was macht SPON? alleine mit der fragestellung und den angebrachten beispielen, werden gothics als berufsunfähige (mal von der friseurin abgesehen) loser und freaks dargestellt!

    - hat mal vor einem jahr ein praktikum gemacht...
    - sucht einen job
    - studiert noch
    - freischaffender gestalter historischer modellbahnen (hä?)

    ich hätte mir da wirklich mal beispiele gewünscht, wo der ein oder andere in einem seriösen und gesellschaftlich anerkannten beruf tätig ist!
    ich weiß, dass es das gibt!

    schade... aber trotzdem viel spass beim WGT und holt euch keinen sonnenbrand! ;-)

    666
  2. #2

    Verstand ich nie

    ich verstand eigentlich nie wieso man sich einer Jugendsubkultur zuordnet.
    Gothic..Emos...Punks.
    Wollen teilweise alle richtig cool sein, stecken sich aber trotzdem in eine spezielle Schublade und laufen in Uniformen herum.

    Wer`s für sein Selbsbewustsein braucht.
  3. #3

    @Skade

    Zitat von Skade Beitrag anzeigen
    ich verstand eigentlich nie wieso man sich einer Jugendsubkultur zuordnet.
    Gothic..Emos...Punks.
    Wollen teilweise alle richtig cool sein, stecken sich aber trotzdem in eine spezielle Schublade und laufen in Uniformen herum.

    Wer`s für sein Selbsbewustsein braucht.
    Hat nix mit Selbstbewusstsein zu tun. Aber ich gehe mal davon aus dass sie ihre Frage einfach mal so in den Raum geworfen haben, ohne sich selbst mal ein paar Gedanken darüber zu machen.

    Aber hilfsbereit wie ich nunmal bin, helfe ich auch ihnen gern.
    Warum stecken sich Menschen gern in "Schubladen"?

    Warum gehen tausende Menschen zu einem Fussballspiel? Warum stellten die Nazis ihre arische Rasse über alle anderen?
    Warum bilden Auswanderer in fremden Ländern eigene Siedlungen?
    Man könnte die Liste jetzt noch endlos fortführen, aber es ist ohnehin immer der gleiche Grund. Das "Wir"-Gefühl, die Zusammengehörigkeit. Man könnte auch Interessengemeinschaft sagen. Menschen sind nunmal keine Einzelgänger.
    Bei Jugendkulturen ist das nicht viel anders. Wenn sich Menschen finden, welche die selben Neigungen, Geschmäcker, Ansichten und Träume haben, bilden sich Kulturen.
    So einfach ist das.
  4. #4

    Dark side of live

    Zitat von axel666 Beitrag anzeigen
    nur bitte was macht SPON? alleine mit der fragestellung und den angebrachten beispielen, werden gothics als berufsunfähige (mal von der friseurin abgesehen) loser und freaks dargestellt!
    Das konnte ich aus dem Artikel so nicht herauslesen. Ich hatte beim Lesen eher den Eindruck, daß der Autor Verständnis für "Goths" als kreative und durchaus hiflsbereite Menschen wecken wollte.


    Zitat von derSchuft Beitrag anzeigen
    Hat nix mit Selbstbewusstsein zu tun. Das "Wir"-Gefühl, die Zusammengehörigkeit. Man könnte auch Interessengemeinschaft sagen. Menschen sind nunmal keine Einzelgänger.
    Das ist ein guter Hinweis, der auf so ziemlich jede Subkultur passt, aber sicher nicht auf die Gothic-Szene.
    Mit dieser verbinde ich eher Begriffe wie Heterogenität, einen hohen Grad an Indivualität bis hin zur Introvertiertheit, mindestens skeptische Lebenseinstellung und einem Hang zur Vergänglichkeit.
  5. #5

    kein selbstvertrauen?

    an selbstvertrauen mangelt es dieser Szene mit Sicherheit nicht. Es gehört einiges an Mut dazu, sich dermaßen gestylt in unserer (teils) untoleranten Gesellschaft zu bewegen. Spreche aus eigener Erfahrung. Bin zwar kein "Goth" sondern Metalfan, aber in Dörfern wird man sehr oft angeschaut, als ob man vom Mond kommt. Besonders die ältere Generation ist hinsichtlich Toleranz und Akzeptanz von solchen "Randgruppen" sehr resistenz. Da ist es ohnehin egal, welchen Beruf man ausübt. Und ich bin übrigens Dipl.-Ing. ;-)
  6. #6

    die meisten ...

    ... von denen sind unter woche ganz normale spiesser. nur halt mit schwarzen haaren und dunklen klamotten. am wochenende wird dann fasching gespielt. ich finde diese scene im gegensatz z.b. zur punk, skinhead, mod, hardcore oder whatever-bewegung ziemlich einfältig und eigentlich kaum ernstzunehmen.
  7. #7

    Hmm

    Zitat von stauchert Beitrag anzeigen
    Das ist ein guter Hinweis, der auf so ziemlich jede Subkultur passt, aber sicher nicht auf die Gothic-Szene.
    Mit dieser verbinde ich eher Begriffe wie Heterogenität, einen hohen Grad an Indivualität bis hin zur Introvertiertheit, mindestens skeptische Lebenseinstellung und einem Hang zur Vergänglichkeit.
    Abgesehen davon, daß ich nicht verstehe, was ein "Hang zur Vergänglichkeit" sein soll, könnte der Rest auch auf einen Menschen jeder möglichen oder unmöglichen Schublade zutreffen. Es ist doch albern jede Subkultur definieren zu müssen.
  8. #8

    "WGT" und Spiesser

    Zitat von deinspiegel Beitrag anzeigen
    ... von denen sind unter woche ganz normale spiesser. nur halt mit schwarzen haaren und dunklen klamotten. am wochenende wird dann fasching gespielt. ich finde diese scene im gegensatz z.b. zur punk, skinhead, mod, hardcore oder whatever-bewegung ziemlich einfältig und eigentlich kaum ernstzunehmen.
    Für alle voyeuristischen Bedürfnisse finden sich welche, die sie befriedigen. Die in der Gallerie abgelichteten Typen stellen überwiegend auch innerhalb der Gothic-Szene krasse Aussenseiter dar. Und sie haben schon recht; ein Großteil der WGT-Kostümierer gehört zweifellos in die Sparte "Wochenend-Gruftie" (wenn überhaupt). Mit der - durchaus auch "schrägen" wirklichen Gothicszene hat das Leipziger Spektakel nur teilweise etwas zu tun. Die trifft man dort auch, aber eher am Rande. Und man fotografiert sie eher selten... Warum auch?
  9. #9

    Welches "Normale Leben"?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Leipzig trägt schwarz: Tausende Gothic-Anhänger überschwemmen die Stadt, sie versammeln sich zum "19. Wave Gotik Treffen". Manche Gestalten sehen einfach nur düster aus, andere haben sich kunstvoll geschminkt. Aber was machen Gothics eigentlich im normalen Leben?

    http://www.spiegel.de/unispiegel/job...696381,00.html
    Sie wollen doch nicht allen Ernstes behaupten, daß solche "Freaks" ein normales Leben haben?!
    Ich nenne sowas "Entartete Kunst am lebenden Objekt".
    ---
    Also gut, jetzt mal (einigermaßen) ernsthaft:
    Im "normalen Leben" vermiesen Goths ihrer Umgebung den Tag mit ihrem Skeptizismus und ihrer häufig schlechten Laune.
    Sicher nicht mit Absicht, aber ein Arbeitgeber sollte sich schon gründlich überlegen, ob und für welche Aufgaben er solche Leute einstellt.
    Am besten sind sie für Positionen geeignet, bei denen Teamwork nicht im Vordergrund steht und eine hohe Frustrationstoleranz erforderlich ist. Außerdem kann man sie gut für Aufgaben einsetzen, wo Druck auf sie ausgeübt wird und sie diesem standhalten müssen.
    Begründung:
    1. Goths sind ohnehin ständig gefrustet, da fügt sich der Ärger aus dem Job einfach und problemlos ein.
    2. Weil Goths dem Tod eher gelassen gegenüberstehen und wissen, daß IHR (! Besitzanspruch !) Leben
    a) vergänglich und
    b) weitgehend bedeutungslos ist,
    lassen sie sich von anderen Menschen nur sehr eingeschränkt vorschreiben, wie sie IHRE kostbare Zeit auf Erden zu verbringen haben.

    Weitere häufig anzutreffende Eigenschaften bei Goths sind:
    Kreativität, Ehrgeiz (allerdings nur bei Interesse...), Toleranz, Aufgeschlossenheit, Humor, Selbstironie sowie stark ausgeprägter Individualismus, v.a. in Verhalten, Auftreten und Erscheinung.
    Außerdem haben sie durch ihre depressive Grundstimmung oft einen realistischeren Blick auf die Dinge.








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