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Hilfsfonds für Billiglöhner: "Adidas ist nicht besser als die Discounter"

REUTERSAdidas plant einen Hilfsfonds für asiatische Billiglöhner. Die Idee klingt gut, doch was steckt dahinter? Internationale Organisationen sind skeptisch: Sie vermuten, dass es sich nur um eine Imagekampagne handelt.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...-a-859491.html
  1. #1

    Perfides Spiel!

    In den Industriestaaten -z.B. in Europa- wird das Märchen verbreitet, dass die mehrfach höheren Prise der Markenartikler gegenüber den No-Name-Produkten unter anderem mit fairen Bedingungen für die Zulieferer in der dritten Welt sorgen würden. Man versucht, den No-Name-Produkten ein Schmuddel- und Ausbeuterimage anzuhängen. In Wirklichkeit sind die Markenartikler im Grunde noch viel schlimmer. Ihre Handelsmarge ist um vieles höher-für ärmere Schichten in den Industriestaaten sind ihre Produkte fast unerschwinglich- und gleichzeitig werden ihre Produkte offensichtlich zu fast gleichen unmenschlichen Randbedingungen hergestellt, wie die der Billigkonkurrenz. Zudem spannen sie den Zoll ein, um wirkliche oder eingebildete Produktpraterie zu verfolgen, damit ja ihre gewaltigen Gewinnmargen nicht in Gefahr geraten. Mit Arbeitsplätzen in den Abnehmerstaaten -wie immer suggeriert- dürfte das eher nix zu tun haben! Im Grunde sind die Billigheimer daher viel ehrlicher. Sie kaufen billig ein und verkaufen billig-die Arbeiter in den Herstellerländern sind in beiden Fällen die Dummen!
  2. #2

    gibt es

    eigentlich eine internationale Firma, welche die Arbeiter nicht ausbeutet?
  3. #3

    Zitat von jamesbrand Beitrag anzeigen
    eigentlich eine internationale Firma, welche die Arbeiter nicht ausbeutet?
    Na ja, Ausbeutung gehört irgendwie zum Geschäftsmodell Kapitalismus aber wenn man bewußt einkauft, kann man sich schon ziemlich sicher sein das kein Kinderblut an den Waren klebt.
    Ich kaufe z.B. Fair Trade Kaffee der oft nicht teurer als ein normaler Markenkaffe ist. Dann Sportsbekleidung von Trigema, welche in D und somit zumindest gemäß den deutschen Bedingungen produziert wurde.
    Ich denke der nächste Fernseher kommt von Loewe oder Metz (Franken) und die Waschmaschine von Miele. Das Auto kommt aus England welches denk ich mal auch noch OK sein sollte usw.
    Man kann zwar nie ausschließen, das Komponenten dann doch aus Billiglohnländern kommen, aber es ist zumindest ein Zeichen.
    Allerdings muss man sagen, das solange es noch genug Leute gibt die 30-50€ für z.B. ein Addidas T-Shirt ausgeben welchen es bei Kik ohne Aufdruck für nen 10er im Dreierpack gibt, werden sich die Geschäftspraktiken nicht ändern.
  4. #4

    Laufmasche

    Habe jetzt den Aldi Laufschuh und sehe fast keinen Unterschied zu Asics und Brooks: fast 100€ billiger
  5. #5

    Ungerechte Welt? Pech gehabt!

    Zitat von Thorsten1 Beitrag anzeigen
    Na ja, Ausbeutung gehört irgendwie zum Geschäftsmodell Kapitalismus aber wenn man bewußt einkauft, kann man sich schon ziemlich sicher sein das kein Kinderblut an den Waren klebt.
    Ich kaufe z.B. Fair Trade Kaffee der oft nicht teurer als ein normaler Markenkaffe ist. Dann Sportsbekleidung von Trigema, welche in D und somit zumindest gemäß den deutschen Bedingungen produziert wurde.
    Ich denke der nächste Fernseher kommt von Loewe oder Metz (Franken) und die Waschmaschine von Miele. Das Auto kommt aus England welches denk ich mal auch noch OK sein sollte usw.
    Man kann zwar nie ausschließen, das Komponenten dann doch aus Billiglohnländern kommen, aber es ist zumindest ein Zeichen.
    Allerdings muss man sagen, das solange es noch genug Leute gibt die 30-50€ für z.B. ein Addidas T-Shirt ausgeben welchen es bei Kik ohne Aufdruck für nen 10er im Dreierpack gibt, werden sich die Geschäftspraktiken nicht ändern.
    Sie kriegen 10 T-Shirts bei AMAZON für 20 Euro... Wer zahlt da noch die Wucherpreise von Kik?
    Ob die Dinger dann von Kindern hergestellt wurden oder nicht ist mir erstmal egal.
    Klar wäre es schön, wenn die in Asien an den Nähmaschinen alle gut verdienen würden - für mich (und Milliarden anderer Konsumenten) aber nicht, weil ich (diese) die Produkte dann teurer kaufen müßte(n).
    UND NICHT JEDER HAT DAS GELD UM MIT SEINER KAUFENTSCHEIDUNG AUCH NOCH SEIN GEWISSEN BEFRIEDIGEN ZU KÖNNEN/WOLLEN.
  6. #6

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Arbeiter in Billiglohnländern wie Bangladesch oder Indonesien haben nur wenige Rechte. Und selbst diese werden ihnen häufig verwehrt. Zum Beispiel, wenn eine Fabrik geschlossen wird. Dann haben die Arbeiter das Anrecht auf eine Abfindung.

    Adidas: Hilfsfonds für Arbeiter in Indonesien und Bangladesch - SPIEGEL ONLINE
    Diese Regelung ist doch ein Witz! Wenn eine Fabrik zugemacht wird, dann doch nicht weil der tatsächliche Inhaber genug Gewinn damit gemacht hat? Oder werden dort profitable Fabriken geschlossen?

    Wo soll denn das Geld für eine Abfindung herkommen, oder müssen die Fabriken ein entsprechendes Konto führen, um bei einer Schließung die Abfindung zu zahlen?
  7. #7

    Zitat von Thorsten1 Beitrag anzeigen
    Na ja, Ausbeutung gehört irgendwie zum Geschäftsmodell Kapitalismus aber wenn man bewußt einkauft, kann man sich schon ziemlich sicher sein das kein Kinderblut an den Waren klebt.
    Ich kaufe z.B. Fair Trade Kaffee der oft nicht teurer als ein normaler Markenkaffe ist. Dann Sportsbekleidung von Trigema, welche in D und somit zumindest gemäß den deutschen Bedingungen produziert wurde.
    Ich denke der nächste Fernseher kommt von Loewe oder Metz (Franken) und die Waschmaschine von Miele. Das Auto kommt aus England welches denk ich mal auch noch OK sein sollte usw.
    Man kann zwar nie ausschließen, das Komponenten dann doch aus Billiglohnländern kommen, aber es ist zumindest ein Zeichen.
    Allerdings muss man sagen, das solange es noch genug Leute gibt die 30-50€ für z.B. ein Addidas T-Shirt ausgeben welchen es bei Kik ohne Aufdruck für nen 10er im Dreierpack gibt, werden sich die Geschäftspraktiken nicht ändern.
    Sehr guter Beitrag!

    Ich ergänze noch um Lunge Sportschuhe aus Mecklenburg-Vorpommern. Mit 200,- € pro Paar so teuer wie ein Sportschuh der etablierten Marken, aber ganz in Deutschland produziert.

    Allerdings nur als reiner Sportschuh ohne jegliche Designambitionen:

    "Lunge" Schuhe - Hat wer schon Erfahrung? - Seite 6

    Lunge Manufaktur
  8. #8

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Adidas plant einen Hilfsfonds für asiatische Billiglöhner. Die Idee klingt gut, doch was steckt dahinter? Internationale Organisationen sind skeptisch: Sie vermuten, dass es sich nur um eine Imagekampagne handelt.

    Adidas: Hilfsfonds für Arbeiter in Indonesien und Bangladesch - SPIEGEL ONLINE
    mal davon abgesehen dass abfindungen eine perverse sache sind weil sie die alten bevorzugen und den jungen das leben schwer machen wenn sie einen job suchen ist das verhalten von adidas nicht akzeptbel denn gesetz ist gesetz...
  9. #9

    ahja

    "Ein Arbeiter könne selbst mit einer vollen Stelle keine vierköpfige Familie ernähren."

    Das können normale Arbeiter in Deutschland eher auch nicht. Wenn dass das Kriterium sein soll werden wir wohl einen Mindestlohn jenseits der 20€/h hier brauchen.








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