Hilfen für Spaniens Banken: 100 Milliarden lösen die Krise nicht

Getty ImagesInvestoren und Politiker feiern die Rettung der spanischen Banken. Doch der Jubel ist verfrüht. Die Millionen allein werden nicht ausreichen, um die Probleme des Landes und der Euro-Zone zu lösen. Gut möglich, dass bald das nächste Hilfsprogramm nötig ist. Doch woher soll dann das Geld kommen?

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...838149,00.html
  1. #90

    100 milliarden für die tonne

    das volk(ich) wird ganz müde von den vielen rettungsversuchen. das volk wundert sich warum es für schlecker und die auffanggesellschaft nicht reichte. man wundert sich, wie man sie die eigenverantwortung der länder mit stärken kann, und man ist betrübt über die schwachsinnigen politiker, die meine steuern verpulvern.
    der euro wird in absehbarer zeit(italien kommt noch, portugal u.s.w zusammenbrechen.
    denn das volk wurde nie gefragt ob es in freier abstimmung ein land-nämlich europa haben will.
    die letzte tinte für das verfassungsgerich hebe ich mir noch auf, wenn mutti weitere hoheitsrechte der brd abtritt....
  2. #91

    Jau!

    Zitat von analysatorveritas Beitrag anzeigen
    Und diese Entscheidung ist, diese europäische Währungszone aufzulösen und wieder zurückzuführen in ein gesamteuropäisches Wechselkurssystem!

    Spiegel: Kohl kannte Risiken des Beitritts von Italien zum Euro - SPIEGEL ONLINE
    Die Fachabteilungen in den Ministerien wußten natürlich auch, dass eine Euro-Einführung unter diesen Bedingungen nicht funktionieren kann.
    Es war und ist eine politische Entscheidung - mit Rationalität oder Fakten hat das aber auch gar nichts zu tun.
    Man muss sich vorstellen:
    Es werden überall - nicht nur in Spanien - Banken gerettet, damit diese die Staaten retten können. Natürlich über Anleihen, für die ja dann Risikoaufschläge fällig sind. Häääh? Was soll das?
    Das ist nur noch ein absurdes Theater.
    Wer nämlich glaubt, die "lächerlichen" 100 MRD wären schon alles, der glaubt auch, dass der Weihnachtsmann eine bedeutende Persönlichkeit des öffentlichen Lebens ist ...
    Raus aus dem Euro und zurück zum EWS - und zwar schnell.
  3. #92

    Zitat von walt Beitrag anzeigen
    ...Ich verstehe nicht, warum wir nicht fähig sind, uns zu wehren.
    Gruß
    Ich sehs so: Aus Mangel an besseren Wirtschaftssytemen hat der Kapitalismus uns im Griff, und alle Kritik/Reform von 'links' wird von konservativer Seite fast immer erfolgreich denunziert, zB. als 'antidemokratisch', derweil diese Kritik eigentl. fast nie antidemokratisch ist, sondern nur antikapitalistisch. Und also werden eher liberal-konservative Politiker auch fortan gewählt, welche immer "Wachstum" und "Standortvorteile" etc. vorschieben, und Ängste schüren, um tiefgreifendere Änderungen zu vermeiden. Und hinzukommt, dass es vielen Leuten bei uns immer noch sehr gut geht: und die haben dann natürlich Veränderungangst, und akzeptieren doch lieber den status quo, anstatt sich auf Veränderung einzulassen. Und man durchschaut auch oft die Komplexität der Zustände nicht mehr: wie soll man dann vernünftig urteilen?
  4. #93

    Geld

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Investoren und Politiker feiern die Rettung de
    Na, woher wird das Geld wohl kommen? Vom deutschen Steuerzahler natürlich, wie immer.

    Und dass das nicht die letzte Zahlung sein wird, darüber muss man nicht vorsichtig leise Vermutungen anstellen, das ist offensichtlich.

    Dieses Herumgeeiere ist unerträglich. Vernünftige Alternativen wurden längst von kompetenten Wirtschaftlern vorgestellt. Aber nein, es wird einfach so weitergemacht. Wir zahlen's ja.
  5. #94

    Zurück zu den Anfängen

    Ich verstehe das ganze Desater nicht. Früher gab's sogenannte goldene Bankenregeln. Kurzfristige Einlagen durften nur kurzfristig ausgeliehen werden, langfristige Einlagen entsprechend. Es gab Zinsgrenzen über Diskont und Lombard und unserer Volkswirtschaft gings gut. Heute wird permanent gegen Regeln verstoßen, mit Kundengeldern zu zocken galt als nicht korrekt - heute die Regel. Wie kann es aber angehen, dass fremde Volkswirtschaften für ausländische Mißwirtschaften privater Unternehmen (Banken) aufkommen müssen?
    Wir, die Steuerzahler werden immer mehr zu Kasse gebeten um diese Löcher zu stopfen, dabei haben wir genug Bedarf im eigenen Land - katastrophale Bildungspolitik, desaströser Straßenbau- und Erhalt, fehlend Budgets für Kinder und Alte usw usw. Wie lange müssen wir das eigentlich noch hinnehmen.?
  6. #95

    Wo kann ich Sie wählen?

    Zitat von tercerapodo@web.de Beitrag anzeigen
    ....
    Ich sehe nur noch einen Weg, keine Deutsche Schuldenbremse, Rentenalter auf 55 senken mit 85% Niveau des letzten Lohnes massive Investitionen in unsere Infrastruktur, damit auch wir Triple A und jegliche Zahlfähigkeit verlieren. Wenn schon untergehen, dann wenigstens zum eigenen Wohl.
    Dann wäre ich in 4 Jahren in Rente und müsse nicht noch 16 Jahre absitzen. Denn das mache ich inzwischen. In Anbetracht dieser langen Zeit habe ich mit meinem 50. Geburtstag (öffenlicher Dienst und unkündbar) mein Leistungsniveau auf das unbedingt notwendige Maß reduziert. Wenn ich mehr schaffe, gibt es sowieso keinen Cent mehr. Es herrscht Beförderungsstopp. Also warum soll ich mich noch krumm machen?
  7. #96

    Das Spiel ist aus, so einfach sieht es aus.

    man fragt sich warum niemand etwas dagegen getan hat, obwohl das ganze seit zwei Jahren klar ist?

    Man Kann das tun was diese Woche im Spiegel steht von Herrn Roubini und Ferguson dargestellt man verstaatlich die Banken, am besten Europa weit und alle, kümmert sich um einen Wachstumskurs oder man stürzt Europa in einen unendlichen Strudel aus Bankrotten von Banken und einigen mehr.

    Wir stehen kurz vor dem ende des Euros und vor der Deflation, vor allem auch dem ende der Konjunktur in Deutschland.

    Mir ist es heute morgen in der S - Bahn eingefallen warum man diesen Weg in den Untergang weiter gehen muß, die 5 % die immer gegen die Entwicklung die jetzt zu Ihrem endpunkt kommt dürfen nicht recht behalten das ist die einfache wie banale Antwort, wenn man jetzt umschwenkt gibt man zu das Krugmann, Globalisierungskritiker und anderes Gelichter das immer mit zweifeln in den letzten 3 jahrzenten genervt hat recht behält, also weiter lieber mit vollgas in den untergang, weil ja nach der Orthodoxen Wirtschaftstheorie der man folgt, dann automatisch die Schubumkehr erfolgt, leider ist das nur Theorie eines Volkswirtschaftsmodells das keine entwicklungstheorie kennt und die rettung der welt ist immer nur dadurch gelungen das man niemals der reinen Lehre von Smith und den Chicago Boys gefolgt ist.

    Wenn der Untergang notwendig ist, dann sollte es einen den Untergang wert sein, das die Welt wieder normal wird, auch nach dem letzten Untergang ging das leben in Deutschland weiter und rente kam auch im Juni 1945 das als Trost, nachdem nichts zerbombt sein wird und nur eine gescheiterte Elite von bankern und Politikern von der Bildfläche verschwunden ist, sollte es das einen wert sein.

    Nur das muß man begreifen, es ist auch das endgefecht von Merkel und CO von CDU, FDP und leider auch von Grünen und einer SPD die Ihre Kritik an dem Modell des Kapitalismus der gerade gelebt wird auf den Müll geworfen habe.

    Keine Sorge, auch nach dem großen Knall gibt es märkte, es gibt kapitalismus alles das wird bleiben nur die VWL wird neu geschrieben und eine neue elite wird an die stelle einer treten die nicht mehr in der Lage war umzusteuern, am Sonntag kommt der erste in Griechenland mit Tsipas an die Macht und in Frankreich ist Hollande eben intelligent genug um umzusteuern.

    Die Zeit der Ideologen ist vorbei.
  8. #97

    Zitat von fortion Beitrag anzeigen
    Der kleine Mann ist selber schuld. Hätte er nicht den eitlen Nichtskönnern zugejubelt, die mit aller Macht den Euro erzwangen, dann hätten wir heute nicht tägliches Rettungstheater sondern Frieden und Wohlstand mit einer sicheren und stabilen Mark.
    Das ist eigentlich kein prinzipielles Problem des Euro. Sondern eher ein Problem der (Finanz-)Märkte ohne ausreichende Regeln.
  9. #98

    eigentliche Problem

    Das Problem ist eben nicht fehlendes Geld in gut geführten Banken. Dann wäre die Hilfe sinnvoll, nur dann!
    Das Problem ist aber Misswirtschaft und Verantwortungslosigkeit, ja sogar strafrechtlich relevanter Betrug und Falschheit.
    Und das kann mit Geld nicht gelöst werden, dazu braucht es knallharte Staatsanwälte, die mit hohen Kompetenzen ausgerüstet werden, und der Vetternwirtschaft ein Ende bereiten.
    Und das ist nicht in Sicht.
  10. #99

    Es gibt halt die Realwirtschaft mit Produkten und Leistungen, die den Ein- und Ausgaben gegenüberstehen, und die Spekulationswirtschaft, wo gespielt wird, mit immer neuen Derivaten, und mit immer schnelleren elektronischen Spielern. Man setzt auf Werte, die noch nicht real existieren, wie etwa ein Bild von van Gogh, das 1880 noch 100 Mark kostete und heute 100 Millionen, die aber erst bei einem Verkauf real werden. Und auf die Erwartung wird spekuliert. Der Wert Spekulationswirtschaft übersteigt die Werte der Realwirtschaft um ein Vielfaches. Mit den Rettungsschirmen wird also nicht der Verlust realer Güter abgedeckt, sondern der Verlust aus einem verlorenen Spiel. Warum Banken überhaupt spielen dürfen, anstand die Unternehmer abzusichern, ist mir ein Rätsel. Das liegt daran, dass Leute ihr Geld "arbeiten" lassen wollen, was nur durch Casinospiele geht. Man will "Zinsen" für sein Guthaben. Die Casinos sollten geschlossen werden.