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Hilfe vom WG-Psychologen: Verdammt, er liebt mich

CorbisDie Hölle sind immer die anderen, vor allem in einer WG: Lisa, 26, lebt mit einem Mitbewohner, der sie abgöttisch liebt - und Nein als Antwort nicht akzeptiert. Was tun? Psychologe Ludger Büter erklärt, wie man den Stalker im Nachbarzimmer endgültig los wird.

http://www.spiegel.de/unispiegel/wun...830277,00.html
  1. #1

    Hmm, dem Gefühl nach scheinen da grundlegendere psychische Probleme beim Abgewiesenen vorhanden zu sein. Der Psychologe deutet sowas ja an. Vielleicht sich doch mal von einer professionellen Beratungsstelle mit dem jungen Mann zusammen beraten lassen? Vielleicht bewegt ihn das zur Einsicht.
    Mit Kündigung wäre ich vorsichtig, vielleicht stachelt ihn das zu weiteren Aktivitäten Richtung Stalking an...?
  2. #2

    benötige ich einen Psychologen? Ich liege vor Lachen am Boden. Auf zu einem Fachanwalt und beraten lassen.
  3. #3

    Symptomatisch für diese Soft-Generation scheint doch aber zu sein, dass man gar nichts mehr alleine hin kriegt. Psychologen, Anwälte, Mama, Rebirthing und niemehr raus. Forever in utero.

    Himmel. Und in so was kann man sich verlieben?
  4. #4

    Ein toller Rat. Da wendet die Studentin sich mit einem zwischenmenschlichen Rat an einen Psychologen und erhält eine juristische Auskunft, die zwar nicht falsch ist, aber ungeeignet das Problem zu lösen.

    Stimmt, wenn der verliebte Mitbewohner im Fall einer Kündigung seinem Anwalt sagt, dass er nur eingezogen ist, weil er unglücklich verliebt ist, er sich deswegen nicht an Absprachen hält und seiner Mitbewohnerin das Leben zur Hölle macht, wird sein Anwalt mit etwas Glück den Rat geben: "Zieh aus aber lass mich in Ruhe."

    Nur wie Wahrscheinlich ist das? Wahrscheinlcih wir der Mitbewohner seinem Anwalt eine andere Wahrheit erzählen. Der Anwalt muss der Kündigung erstmal nichts entgegensetzen. Er wird der Kündigung schlicht widersprechen. Dann muss sie Räumungsklage erheben und einen Vorschuss auf die Gerichtskosten zahlen. Vor Gericht wird er dann seine Version erzählen: Sie ist die unglücklich Verliebte die ihn herausmobben will. Oder er ist gar nicht verliebt sondern nur im Prüfungsstress und braucht seine Nachtruhe, weil sie aber mit ihrem Freund so laut ist ....

    Was bringt ihm das? Den Prozess wird er wahrscheinlich trotzdem verlieren, gibt aber die nette Chance viel schmutzige Wäsche zu waschen, ihr Privatleben öffentlich auszubreiten und ihr das Leben noch etwas mehr zur Hölle zu machen. Und wenn er dann verloren hat, hat sie ein Urteil dass er ausziehen und die Prozesskosten zahlen muss. Hoffen wir dass er Geld hat. Nur wenn er dann nicht auszieht, braucht sie Geld. Ohne Vorschuss geht nämlich auch kein Gerichtsvollzieher los, um sein Zimmer zu Räumen. Und der Vorschuss sind leicht ein paar Tausender. Ob dann Ruhe ist oder er sich neue Schikanen überlegt, wer weiß ... Aber danach wurde der gut Psychologe ja auch nicht gefragt.

    Ergo: Die junge Frau hatte eine gute Idee als sie sich an einen Psychologen wendete, mit der bitte um Hilfe das Problem gemeinsam auf zivilem Weg in den Griff zubekommen. M.E. sollte das bedeuten: Einvernehmlich, ohne Gericht und Anwalt. Dumm nur, wenn der um Rat Angegangene den Wunsch ignoriert und statt die erbetene Hilfe zu geben sich als Jurist versucht und ohne über Kosten und Folgen nachzudenken einen Rat erteilt, der dass Problem nicht lösen wird.
  5. #5

    Mal ganz ehrlich.. das ist keine Lösung. Der Psychologe sagt im Grunde das was eh jeder kennt: er verhält sich wie ein pubertierendes Kind und du musst es nicht hinnehmen.
    Die Kunst ist es aber auch so einem "pubertierendem" Kind beizubringen, dass es keinerlei Ansprüche an Fremde stellen darf - und selbst wenn man noch so verliebt ist: einem selbst gehört nur das eigene Leben - nicht das des "Opfers".

    Ach herje - da würde ja ich sogar nen besseren Psychologen abgeben ^^.
  6. #6

    So zum Lachen ist das nicht

    Zitat von platee100 Beitrag anzeigen
    benötige ich einen Psychologen? Ich liege vor Lachen am Boden. Auf zu einem Fachanwalt und beraten lassen.
    Ich hätte allerdings eine pragmatische Lösung in Aussicht. Wenn man sich den Psychoterror sparen will. Mit den anderen WG-Mitbewohnern (wenn noch andere MW vorhanden), ggf. eine neue Wohnung suchen und gesammelt, ohne den stalkenden Mitbewohner umziehen. Ganz böse für den verliebten Mitbewohner, wenn sein Objekt der Begierde, gar mit ihrem Freund zusammenziehen würde. Da sie ja anscheinend Hauptmieterin ist, ist das wohl alles kein Problem. Räumliche Distanz zu dem "Verliebten" scheint mir hier die beste Lösung.

    Best E.
  7. #7

    Ich hatte auch mal so einen Mitbewohner, mit dem Unterschied, dass wir gleichberechtigte Mieter waren. Ich würde mich nicht noch mehr Stress als ohnehin schon vorhanden machen, sondern kurzer Hand selbst ausziehen. und dem unglücklichen Mitbewohner würde ich das aus Rache zum spätmöglichsten Zeitpunkt mitteilen. Andere Möglichkeit: Seine Eltern anrufen und diesen mitteilen, dass er stalkt und sie bitten auf ihn einzuwirken, dass er auszieht.
  8. #8

    weibliche vs männliche Sprache

    Ich hatte mal das "Vergnügen" als Mann eine Freundin in einer ähnlichen Situation zu "beraten". Was mir aufgefallen ist das es unwahrscheinlich schwierig für Frauen ist klipp und klar zu sagen das kein Interesse besteht. Oft werden Hintertürchen offengelassen wie: "ich finde dich nett", "wir können aber trotzdem zusammen Kaffee trinken gehen" etc. Hier hilft nur eine klare Sprache und konsequentes handeln.
  9. #9

    Seelenflicker

    Der Spiegel setzt alles daran, die absolute Überflüssigkeit der Psychologie als Wissenschaft zu beweisen. Weiter so. Das gefällt.

    Psychologie und Liebe vertragen sich überhaupt nicht, und zwar aus einem einfachen Grund: die Psychologie transportiert die uralten Mythen und Legenden und Vorurteile weiter. Identisch gleich wie die Kirche. Der Vorgang ist banal: Frau nimmt sich den, der ihr paßt, der Verlierer wird dackelnder Hausfreund oder verzieht sich. Hier haben wir es lediglich mit einem schlecht erzogenen und dazu noch dummen Knaben zu tun, der keine Lust hat, sich mit den Fakten zu beschäftigen. Man kann einer Frau jahrlang den Hof machen ohne eine Chance. Man bekommt die, die das für sinnvoll hält, und das war es dann. Und der Psychologe hat keine Ahnung, wie das funktioniert. Frauen sind real. Ob sie Seelen haben ist ungeklärt. Es scheint sich um einen literarischen Begriff zu handeln, der erklären soll, was nicht erklärbar ist.

    Oder wie sagte das neulich ein Kneipennachbar: Wohngemeinschaften und Weiber vertragen sich nicht. Das gibt nur Ärger und Verdruß. Und vermutlich Neid und Streit. Fünf Ritter und eine edle Prinzessin. Jugendgruppen weisen häufig dieses Verhältnis auf. Fünf liebevolle und einfühlsame Sklavinnen neben einem Mann dürften objektiv weit besser den Ansprüchen an eine „Seelengemeinschaft“ genügen. Sie dürfen nur nicht in ihrem Eifer nachlassen. Und genau hier beginnt das Problem. Sie werden bequem und nachlässig. Hier kann man Vernunft walten lassen und sich mit einer faulen Pflaume begnügen. Und auch das hat überhaupt nichts mit Psychologie zu tun, wie der Beitrag auch. Es ist Einsicht in das Unvermeidbare.

    Natürlich weiß ich, daß nur Leute Psychologen werden, die Probleme mit dem Leben also den Weibern haben. Diese Mangelersatzberufswahl heißt Peterssyndrom.


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