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Hilfe vom WG-Psychologen: Das ist meine WG, hört auf zu mobben!

Illustration: Silja GötzMit seinen Mitbewohnern kommuniziert Felix, 25, nur noch schriftlich, die Stimmung ist unterirdisch. Er würde ja ausziehen - will aber andererseits partout nicht aus der eigenen Wohnung gedrängt werden. Psychologe Ludger Büter erklärt, was Felix gleich zu Beginn falsch gemacht hat.

http://www.spiegel.de/unispiegel/wun...834749,00.html
  1. #30

    Zitat von Dr. Büter
    Diese Geschichte ist ein Beispiel dafür, wie man eine WG-Gründung nicht angeht. Sie sollten niemanden zum Partner auswählen, den Sie erst "seit kurzem" kennen.
    Jaja, Herr Büter. Sie haben wiedermal KEINE Ahnung!

    Wie kommt man in eine WG? Man sucht im Internet/Schwarzes Brett nach Angeboten, geht da hin, hat so ein Gespräch mit den anderen Bewohnern und zieht dann ggf. mit völlig wildfremden Menschen zusammen.
    Soweit ich das beurteilen kann, läuft das meistens auch ganz gut...
  2. #31

    Der Dokter hat nicht ganz Unrecht ...

    weil: sehr oft Menschen, die sich als schwächer erleben mussten , weil eher nicht so konfrontationsfreudig, sich oft danach endlos ins Rechthabenwollen verbeißen, damit das Leiden doch irgendwie was bringt. Das bringt aber leider nix. Also Küche raus und ab ... Vielleicht mit der letzten Mietzahlung ein wenig warten, wenn alle gesamtschuldnerisch haften, um den Stimmungspegel etwas zu erhöhen.

    Aber keiner hat noch auf die Dreierkonstellation hingewiesen. Es war ungeschickt, den anderen Knaben plus Freund dazu zu nehmen, damit ist man automatisch in der Minderheit. Wir waren eine Vierer-WG (vor ca. 100 Jahren) und solche Fronten sind nie entstanden, weil immer einer vermitteln konnte.
  3. #32

    Platzmangel = Stress

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mit seinen Mitbewohnern kommuniziert Felix, 25, nur noch schriftlich, die Stimmung ist unterirdisch. Er würde ja ausziehen - will aber andererseits partout nicht aus der eigenen Wohnung gedrängt werden. Psychologe Ludger Büter erklärt, was Felix gleich zu Beginn falsch gemacht hat.

    Psychologe gibt Rat fürs Studentenleben in der WG - SPIEGEL ONLINE
    Wohne selber in einer 4er WG, das nun schon seit über 1.5 Jahren und zu Beginn gleich bunt zusammengewürfelt, später gecastet und was ich sagen kann ist ...
    1. Wgs brauchen Platz d.h. wenn man in kleinen Wohnungen aufeinander hockt, jeder in seinem kleinen Zimmerchen und man alles mitbekommt von den Mitbewohnern -> Stress-> Konflikte!
    Natürlich eine Frage des Geldes aber weiträumige Wohnmöglichkeiten sind zu bevorzugen. Wenn man eh mehr Einzelgänger/ungesellig ist sind gerade beengte Wohnmöglichkeiten Stressfaktor und Wgs falsch!
    2. Ruhe und Beharrlichkeit
    Wenn etwas zu regeln ist, ruhig und sachlich es dem anderen sagen,möglichst in ruhigen Momenten. Kleinigkeiten gelasssen nehmen d.h. der andere müsste putzen aber alles sauber-> ok dann nächsten Tage.
    Wenn der andere nicht putzt und es wäre dringend nötig bzw. nach einer Party vom anderen -> o.k. reden und man geht ihm zur Hand ...
    Wichtig ist, NIEMALS SACHEN IN SICH HINEINFRESSEN!

    3. Für das eigene Gleichgewicht sorgen, sich selbst reflektieren!
    Ist man selber gestresst/gefrustet dieses erkennen und dagegen angehen mit Sport/Spaziergang bzw. wenn man dieses nicht macht es mitteilen und dann Zurückhaltung üben. Niemals Frust an den Mitbewohneren ablassen!

    4. Das Wichtigste! EMPATHIE!
    Der andere hat morgen wichtigen Termin!? Natürlich nimmt man dann Rücksicht! Laute Musik ist tagsüber ok, nachts gehts auch leise! Gross kochen ist dann auch nicht so das wahre ...

    Oft happert es an diesen einfachsten (Benimm)Regeln und das dann Konflikte entstehen ist nicht verwunderlich.

    p.s. Wirklich wichtig ist auch eine übereinstimmende Idee von Sauberkeit. Wenn einem hinterher zu putzen ist-> Killerfaktor ...
  4. #33

    srsly?

    Das war jetzt der tolle Tipp? Das war doch nur Geschwafel ohne konkrete Hilfe. Noch ein bischen "Selber Schuld" dazu und dann auf spiegel.de gepostet, also wirklich wenigstens weiß man jetzt bei welchem WG-Psychologen keine Hilfe zu erwarten ist.
  5. #34

    Rechtslage?

    Nicht immer kann ein Psychologe bei der Lösung behilflich sein. Von der Motivationslage her hat er sicher recht, aber die rechtlichen Hintergründe fehlen völlig.
    Wer die Wohnung verläßt/ verlassen muss, ergibt sich zunächst aus dem Mietvertrag. Hat Felix den Mietvertrag allein unterschrieben, kann er seine Mitbewohner vor die Tür setzen. Hat er gemeinsam mit dem ersten Mitbewohner unterschrieben, können nur beide gemeinsam den Mietvertrag kündigen. Danach kann sich der Vermieter aussuchen, mit welchem der Mieter er einen neuen Mietvertrag abschließen will.

    Nur eins geht gar nicht. das Felix, sollte er den Mietvertrag allein oder mit dem Kommilitonen abgeschlossen haben, einfach auszieht oder sich vertreiben läßt. Bis zum Ablauf der ordentlichen Kündigungsfrist haftet Felix bzw. Felix gemeinsam mit dem Kommilitonen für Miete, Nebenkosten und Reparaturen in der Wohnung. Und zwar gesamtschuldnerisch! Was bedeutet, dass der Vermieter, den die Querelen der Mieter nichts angehen, sich denjenigen aussucht, von dem er die Kosten am ehesten eintreiben lassen kann. Und das auch noch Jahre später, wenn Felix schon gar nicht mehr weiss, mit wem er da gewohnt hat.

    Die eigenen Möbel kann natürlich jeder mitnehmen. Meist hapert es am Nachweis. Daher Quittung aufbewahren!








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