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Hilfe unter Konservativen: Merkel macht Wahlkampf für Sarkozy

Die CDU setzt bei den Wahlen in Frankreich auf den Amtsinhaber. Angela Merkel plant mehrere Wahlkampfauftritte mit Nicolas Sarkozy. Den sozialistischen Herausforderer bezeichnet Generalsekretär Gröhe als "Hemmschuh für die Zukunft der Europäischen Union".

http://www.spiegel.de/politik/auslan...812014,00.html
  1. #10

    Zitat von glücklicher südtiroler Beitrag anzeigen
    Dank € ist Frankreich über Italien in eine schwierige Situation geraten und wurde gerade downgegradet. Es hat keine andere Wahl als eine deutschen Interessen konträre Politik zu fahren und QE und Wachstumsstimoli zu fordern. Das Schlachtfeld wird die €-Politik und vor allem die Rolle der EZB sein...
    Das sieht ja für Deutschland nun nicht so furchtbar anders aus. Was die deutsche Staatsfinanzierung über Wasser hält sind ein mäßig gerechtfertigtes Rating und der Umstand, dass die Regierung aussieht wie die Schurken aus Star Wars und sich einen Ruf als "Lehrmeister" in Sparfragen erarbeitet hat, weshalb oft angenommen wird, dass die das tatsächlich könnten. Mit der wirklichen Situation hat das nur bedingt zu tun. Vor der EZB Aktion Ende letzten Jahres war dieser Ruf bereits im Begriff Risse zu bekommen, und dann hätte es sehr schnell bergab gehen können.

    Natürlich wirkt diese direkte Wahlkampfhilfe (sofern es hier richtig dargestellt wird) kurzsichtig und kontraproduktiv, aber das ist man von der deutschen Außenpolitik ja auch irgendwo gewöhnt. Man stelle sich nur mal vor, Merkel wäre damals mit Bush auf Wahlkampftour gegangen. Falls Hollande gewinnt, ist es dann aber der böse französische Sozialist der für die Gelddruckerei verantwortlich ist. Da die Deutschen gern hören, dass sie das arme Opfer sind, wird dann hoffentlich niemand darauf hinweisen dass die Bundesregierung auch keinen anderen realistischen Plan hatte.
  2. #11

    Merkel unterstützt Sarkosy in Frankreich.

    Das ist das beste was ich in den letzten Monaten gehört habe.Wir können es uns nicht erlauben Sarkosy zu verlieren.
    Beide sing ein eingespieltes Team zu Rettung des Euro und das muss auch so beiben.Hollende ist ein politischer Tiefflieger und wenn er gewählt werden sollte ist es zum Schaden Euopas..

    Gruss Springbok
  3. #12

    Zitat von docthedoctorgimmethenews Beitrag anzeigen
    Ausserdem hat er als Enarque (Ecole Nationale d'Administration, ENA) den notwendigen intellektuellen Überbau.
    Diese Leute wurden mir von französischen Kommilitonen bislang eher als Ursache der französischen Probleme beschrieben. Das Argument, dass diese kleine, gut ausgebildete Kaderelite zwar an sich sehr fähig ist, aber zu eng mit der bestehenden Wirtschaft verbandelt, und daher Schutzmacht bestehender Großunternehmen, macht von außen betrachtet auch durchaus Sinn. Es würde zumindest erklären, warum die französische Wirtschaft durch ein wenig Krisen und Globalisierung in derartige Schwierigkeiten geraten kann, obwohl man ständig von geschickten Manövern der französischen Politik liest. Leider scheinen weder Hollande, noch Sarkozy, noch Le Pen das wirklich ändern zu wollen. Teilweise würden sie vielleicht vom französischen Arbeiter statt von französischen Unternehmen reden, aber einen praktischen Unterschied kann ich kaum erkennen.
  4. #13

    Zitat von erkaem Beitrag anzeigen
    Wie will Merkel denn mit M. Hollande, falls er die Wahl gewinnt, denn künftig zusammenarbeiten, wenn sie ihn jetzt als unfähig darstellt ?
    Auch François Hollande hat ja sein Verhältnis zu Deutschland im Wahlkampf thematisiert und bestehende Übereinkünfte kritisiert. Die Fronten sind also klar.
  5. #14

    Difference

    Zitat von Steve Holmes Beitrag anzeigen
    Auch François Hollande hat ja sein Verhältnis zu Deutschland im Wahlkampf thematisiert und bestehende Übereinkünfte kritisiert. Die Fronten sind also klar.
    Es besteht dennoch ein großer Unterschied zwischen Thematisierung eines Verhältnisses, zum aktiven Eingreiffen in den Wahlkampf.
    Ich glaube, viele Franzosen/Französinnen werden in einem derart gelagerten Fall nicht Sarkozy wählen, auch nicht Hollande, sondern gerade die Konservativen dann Marine Le Pen.
    Wie dann das deutsch/französische Verhältnis aussehen mag, kann ich nicht vorhersehen. Ich denke aber, es wird grauslich.
    Auch in Bezug auf Europa.
    Bonne chance François Hollande et Nicolas Sorkozy
  6. #15

    Unsinn

    Zitat von juentgen Beitrag anzeigen
    Das ist das beste was ich in den letzten Monaten gehört habe.Wir können es uns nicht erlauben Sarkosy zu verlieren.
    Beide sing ein eingespieltes Team zu Rettung des Euro und das muss auch so beibenAlso gleich weg mit beiden und ein.Hollende ist ein politischer Tiefflieger und wenn er gewählt werden sollte ist es zum Schaden Euopas..

    Gruss Springbok
    Diese beiden Figuren sind das Abbild des Kasinokapitalismus den
    keiner braucht. Der Euro ist genauso überflüssig wie diese beiden
    Spieler und ihre Gehilfen. Korruption, Vetternwirtschaft, wachsende Armut, schlechtere Bildung und kulturelle Dekadenz ist ihr Leitbild.
    Im Vodergrund sollten die Völker (Menschen stehen) keine Verbrechereliten stehen. Der Euro hat ein zusammenwachsen
    Europas verhindert und nicht gefördert. Merkel hat sich aus den Angelegenheiten Frankreichs herauszuhalten.
  7. #16

    Finanzierung...

    Zitat von E.Cartman Beitrag anzeigen
    Das sieht ja für Deutschland nun nicht so furchtbar anders aus. Was die deutsche Staatsfinanzierung über Wasser hält sind ein mäßig gerechtfertigtes Rating und der Umstand, dass die Regierung aussieht wie die Schurken aus Star Wars und sich einen Ruf als "Lehrmeister" in Sparfragen erarbeitet hat, weshalb oft angenommen wird, dass die das tatsächlich könnten. Mit der wirklichen Situation hat das nur bedingt zu tun. Vor der EZB Aktion Ende letzten Jahres war dieser Ruf bereits im Begriff Risse zu bekommen, und dann hätte es sehr schnell bergab gehen können.

    Natürlich wirkt diese direkte Wahlkampfhilfe (sofern es hier richtig dargestellt wird) kurzsichtig und kontraproduktiv, aber das ist man von der deutschen Außenpolitik ja auch irgendwo gewöhnt. Man stelle sich nur mal vor, Merkel wäre damals mit Bush auf Wahlkampftour gegangen. Falls Hollande gewinnt, ist es dann aber der böse französische Sozialist der für die Gelddruckerei verantwortlich ist. Da die Deutschen gern hören, dass sie das arme Opfer sind, wird dann hoffentlich niemand darauf hinweisen dass die Bundesregierung auch keinen anderen realistischen Plan hatte.
    Ihrem Beitrag kann ich nur beipflichten...
    Aus Merkels Sicht machen sich diese Artikel sehr gut, feilen sie doch weiter an ihrem gepflegten Bild aus "Seriosität", "Vorbildhaftgkeit" und "Lehrmeisterei" in Sachen Sparen und Haushaltsführung. Unter der Hand muß die Deutsche Politik längst schon das Scheitern ihrer Politik eingestehen. Geraten die großen €-Länder in Schwierigkeiten ist es auch um die deutsche Position geschehen, die downgrades kommen ja immer näher. Länder wie Italien und Spanien können sich im wesentlichen nur dank der EZB-Aktion kurz vor Weihnachten und Dank den Kauf von Bonds durch die EZB zinsmäßig über Wasser halten. Sparen und Fiskalpakt lösen Keines der Probleme. Solange die Ungleichgewichte und die Finanzströme so bestehen bleiben, werden auch die Refinanzierungs- und Haushaltsprobleme weiter bestehen. Es sei denn, und ich denke das ist der "Plan von Oben" die Staaten werden in eine Zwangsjacke gepfercht aus der es kein Entrinnen gibt.
    In Berlin ist das derweil gleich und einerlei...
    Wichtig ist daß sich das Establishment in den eigenen "Erfolgen" sonnen kann und den Wähler die heutige Politik als unausweichlich anerkennt, was die Wiederwahl garantieren dürfte. Aber die Schleusen werden sich immer weiter öffnen. Und nicht nur wegen Hollande(der aus Deutscher Sicht der böse Schleusenöffner sein wird) sondern auch wegen Obama. Der befindet sich im Wahljahr und könnte leicht die Europäer(und dh. deren mächtigste Exponentin) "animieren" ihre Politik zu ändern. Den richtigen Mann an der richtigen Stelle, dem die Amerikaner vertrauen, ist ja bereits da, Mario Draghi...

    Schian Gruaß...
  8. #17

    Keine gute Idee !

    Zitat von docthedoctorgimmethenews Beitrag anzeigen
    Ich lebe mittlerweile seit fast 35 Jahren in Frankreich. Ich liebe dieses Land. Die letzten 5 Jahre waren eine Katastrophe. Noch nie ging es uns so schlecht wie jetzt. Hollande ist eine normaler, aufrichtiger Mensch, genau das, was wir jetzt brauchen. Ausserdem hat er als Enarque (Ecole Nationale d'Administration, ENA) den notwendigen intellektuellen Überbau. Ich freue mich auf ihn, wirklich!
    Ich bin ganz Ihrer Meinung, Sarko war und ist eine Katastrophe ! Es kann hier mit F. Hollande nur besser werden. Die Schützenhilfe Merkels wird Sarkozy mehr schaden als helfen, zumal ihm schon jetzt vorgeworfen wird, deutsche Politik zu machen. Merkel wird es mit dem Präsidenten Hollande schwer haben, denn er strebt wie die dt. Sozialdemokraten Eurobonds an, Deutschland bezahlt ja...
  9. #18

    Unglaublich!

    In Frankreich hat diese Nachricht wie eine Bombe eingeschlagen und wird das Deutschland-Bild sicherlich erheblich schädigen!
    So eine direkte Einmischung eines Regierungschefs in den Wahlkampf eines anderen Landes hat es ja in der Tat noch nie gegeben.
    Was hätte man denn gesagt wenn Bush offen zur Wahl von Merkel aufgerufen hätte?
    Was würde man in Deutschland denken, wenn Hollande als franz. Präsident bald den SPD-Kanzlerkandidaten direkt unterstützt?
    Und wie will denn Frau Merkel ggfs. mit einem Sozialisten zusammenarbeiten, den sie kurz zuvor abzuschiessen versucht hat?
    Im Endeffekt wird das die Wahl von Hollande erleichtern, wenn es nicht den Rechtradikalen zu weiteren Stimmen verhilft, denn selbst konservativen Franzosen wird's jetzt zu bunt: Sarkozy ist ja noch nicht mal offiziell Kandidat und da verkündet nun Frau Merkel die frohe Botschaft, dass er kandidiert.
  10. #19

    Das geht voll nach hinten los

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die CDU setzt bei den Wahlen in Frankreich auf den Amtsinhaber. Angela Merkel plant mehrere Wahlkampfauftritte mit Nicolas Sarkozy. Den sozialistischen Herausforderer bezeichnet Generalsekretär Gröhe als "Hemmschuh für die Zukunft der Europäischen Union".

    Hilfe unter Konservativen: Merkel macht Wahlkampf für Sarkozy - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    ich lebe seit 20 Jahren in F und kenne keinen/e deutschen Politikerin die so unbeliebt ist wie Merkel, die man hier im Volksmund die Kartoffel nennt. Etwas Besseres kann Holland nicht passieren. Unabhaengig davon hat Sarko, auf keinem einzigen, von ihm angekuendigten Feld geliefert. Es muesste mit dem Teufel zugehen, wenn die Franzosen diesen Mann nochmal waehlen. Holland wird unterschaetzt und im Amt wird zudem die Realiaet, so manchen Traum auf die Erde zurueckholen.

    Dass sich ausgerechnet Groehe, den hier niemand kennt, in den franzoesischen Wahlkampf einmischen moechte, ist geradezu grotesk, den nimmt ja schon in D niemand ernst. Mutti bleib besser zu Hause, hier mag man dich nicht, da aendern auch ein paar SchickiMicki Freunde von Sarko nicht dran.








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