Forum: Blogs
Hilfe für Spaniens Banken: Bundesbankpräsident mahnt Reformen an
Getty ImagesMahnung aus Deutschland: Bundesbankchef Jens Weidmann pocht darauf, dass Spanien im Gegenzug für europäische Hilfsgelder für seine maroden Banken auch Strukturprobleme angeht: "Die spanische Regierung kann darauf bauen, dass Finanzmittel zur Verfügung gestellt werden - gegen Auflagen."
http://www.spiegel.de/politik/auslan...838036,00.html
- #1 10.06.2012 20:05 von
Eines muss man Euch lassen.
Laut einen anderen Artikel auf Spon atmete gestern Europa auf. Heute haben wir schon weltweite Erleichterung. Wie muss man sich das vorstellen? Südseebewohner mit Bastenröckchen stehen beim Publicviewing auf dem Dorfplatz und wischen sich den Angstschweiss von der Stirn?
Kann mir mal jemand sagen, wie man die Lage bei solch einer Wortwahl denn bitte einschätzen soll. Apokalypse bald? Oder doch alles unter Kontrolle? - #2 10.06.2012 20:26 von
Weidmann suboptimal …
Auszug aus Artikel:
Was für ein Gewäsch … Vertrauenskrise … die Märkte … Wettbewerbsfähigkeit … Funktionsfähigkeit der Währungsunion …Bundesbankpräsident Weidmann wiederum mahnte, der Euroraum habe es mit einer grundlegenden Vertrauenskrise zu tun. Es gehe dabei nicht nur um das Vertrauen in die Funktionsfähigkeit der Märkte und das Vertrauen in die Wettbewerbsfähigkeit einzelner Volkswirtschaften. "Es geht inzwischen auch um das Vertrauen in die Funktionsfähigkeit der Währungsunion."
Warum wird eigentlich nicht zur Abwechslung mal über die 10 Nicht-Euro Mitglieder der EU berichtet (England mal ausgenommen), die es teilweise schafften in den letzten Jahren massiv die Staatsverschuldung runterzuschrauben und die derzeit auch noch recht brauchbares Wachstum vorzuweisen haben. Existieren diese Länder nicht mehr in Europa? Einzig, ihre Währung schwankt gegen den Euro, dafür sind die Länder stabil, was doch an sich viel mehr wird ist und auch den Menschen hilft.
Was ist die Lehre daraus? Einfach und logisch … das Zwangskorsett des Euro taugt nicht um darunter unterschiedlich starke Volkswirtschaften zu vereinigen, die Verwerfungen werden die schwächeren Länder ruinieren, die ersten Staats-Leichen liegen ja schon am Wegesrand.
Und auch das ist nur die halbe Wahrheit. Ein Blick in die USA, selbst nach China, Japan und andere vermeintlich führende Nationen beweisen ein weiteres Mal, dass dort dieselben Probleme vorherrschen und diese wiederum resultieren aus einem weltweit kaputten Geldsystem. Die exponentiell wachsenden Geldmengen verlangen nach immer mehr Zinsen (Zinseszinseffekt).
Es ist kein leider kein Witz wenn man sagt, die zusätzliche Gelddruckerei ist nichts anderes als ein Feuer mit Benzin löschen zu wollen. Die FED in den USA macht es schon Ewigkeiten so und die EZB im Verbund mit ESM und Eurobonds soll es dann ähnlich richten. Diese Rechnung kann nicht aufgehen und das wird selbst der Herr Weidmann wissen, darf es aber auch nicht laut sagen.
Um den Spot(t) zu vollenden hätte sich Weidmann auch dem hier anschließen können: Regierung plant Spendenaufruf für Banken … wäre wenigstens ehrlich gewesen. Und Banker wie Politiker halten sich für aufgeklärte Menschen? Ich lach mich kaputt. Stehen wir heute der Kirche und dem Gott-Glauben kritisch gegenüber, halten den teils nicht mehr für zeitgemäß, dann muss man konstatieren, dass in Geldsachen wohl nur noch der „Glaube“ vorherrscht, die Anbetung des Mammon allen Ernstes noch Rettung versprechen soll. Entgegen jeglicher mathematischer Gewissheit, dass der jetzt beschrittene Weg definitiv in die Katastrophe führt, versucht man ernstlich mit BWL und VWL Woodoo-Zauber und Lügen das dicke Ende der Geschichte abwenden zu wollen??? Monetäres Mittelalter … mehr fällt mir da nicht ein. - #3 10.06.2012 20:26 von
Wird die Einlagensicherung ausreichen?
Das Vertrauen in die Einlagensicherung zum Schutz
der Bankguthaben von Kunden bei Kreditinstituten im Falle
der Insolvenz darf nicht überstrapaziert werden. In Spanien
ist die Bilanzsumme aller spanischen Banken zusammen größer
als 3 BIP.
Ob sich die Märkte beruhigen werden wegen dieser 100 Mrd. €
Hausnummer = 6% BIP zu reinen PR-Zwecken werden wir sehen.
Das Gerede der spanischen Regierung zur Bankenrettung ist wenig
vertrauenserweckend und überzeugend. - #4 10.06.2012 21:38 von
s ist denn das für ein Durcheinander?
Schäuble sagt: "dank bisheriger Reformen seien die größten spanischen Banken gut durch die Krise gekommen und stünden stabil da".
Was redet der denn da? Dann bräuchte es nicht die Hilfe von Aussen, sondern wenn diese Banken so gut dastehen, könnten die selbst die Probleme der anderen Banken in Spanien über Fusionen meistern. Immer wenn die EU-Politik mit solchen Beschwichtigungs-Klöpsen kommt, ist die K.... am dampfen. Da kommt noch gewaltig was nach.
Der Weidmann ist deutscher Bundesbankpräsident und Merkels Pudel, also ein Präsident fast ohne Funktion, da die Musik bei der EZB gespielt wird. Eine fürchterliche Katzenmusik. Die deutsche Bundesbank hat nur noch die Aufgabe, zu liefern, aber nicht, sich einzumischen. Zahlen, mein Lieber, nur noch zahlen.
Der Landesverrat ist längst hoffähig. - #5 10.06.2012 21:38 von
Reformen, Reformen!
Ich höre nichts mehr anderes. Nach dem neo-liberalen Strickmuster heißt das nur: Einschränkung der Arbeitnehmerrrechte, Lohnsenkungen, mehr Leiharbeit usw., d.h. der Arbeitnehmer soll die Zeche zahlen, für den Schlamassel, den die Banken angerichtet haben. Begründet wird das immer mit Wettbewerbsfähigkeit. Das ist alles Quatsch. Je weniger Kaufkraft die Spanier, Italiener und Griechen haben, desto weniger werden sie bei uns kaufen. Es brechen bei jetzt schon die Auftragseingänge im Export ein. 2/3 unseres Exports gehen in EU-Länder. Wir werden eine schwere Wirtschaftskrise bekommen. Da hilft uns China nicht mehr, das uns bisher unsere BMWs und Porsches abgenommen hat.
Einem spanischen Unternehmer nutzt es wenig, wenn er keine Nachfrage nach seinen Produkten mehr hat. Die Maschine, die er gerne in D kaufen würde, finanziert ihm außerdem keine Bank mehr, weil die alles verzockt hat. - #6 10.06.2012 21:50 von
Klartext?
Was meint Weidmann den mit "weiteren Schritten der Restrukturierung"? Könnte man das mal klären?
Denn genau das betrifft vermutlich ganz konkret die Menschen. Deren Kündigungsschutz, Renten, medizinische Versorgung usw. sollen vermutlich noch weiter demontiert werden, um das Vertrauen "der Märkte" und Herrn Weidmanns wieder herzustellen?
Die Errungenschaften der letzten 30 Jahre können "wir" uns scheinbar nicht mehr leisten. Jetzt zeigt es sich dass nur der Frühkapitalismus nachhaltig funktionieren kann. Die Märkte sind erst zufrieden wenn wir wieder da gelandet sind. Vielleicht sollten die Arbeitnehmer auch schon mal ihre Dreschflegel rausholen damit der Tanz um die Rechte von vorne beginnen kann, im 19. Jahrhundert. - #7 10.06.2012 23:29 von
Andere Laender andere Nachrichten
In den portugiesischen Nachrichten hoerte sich das mit der Freiwilligkeit Spaniens anders an.Es war ein Muss,diese Hilfe anzunehmen.Portugal wird jetzt um bessere Bedingungen bitten, und die nie mehr endende Eurorettung,Bankenrettung,auf Kosten der arbeitenden Bevoelkerung geht weiter.Wo soll das enden und wann?
- #8 10.06.2012 23:56 von
Gähn
Wenn schon die BRD sich rumschubsen lässt wie ein kleiner Hund und sklavisch tut was man von ihr verlangt
obwohl die EU nicht einen Furz tun kann wenn die BRD nicht will,wie will dieser Herr dann irgenwelche Forderungen stellen.?
Skandalös ist zudem:Die Völker müssen Bluten,die Banken bekommen sonderkonditionen.-ach so.Die Banken sind privat,da kann man nicht mehr privatisieren.
Jetzt noch die Wettervorhersage für die kommenden Wochen:
Die Rating Agenturen u Angelsächsischen Banken werden jetzt erst richtig den Euro unter Beschuss nehmen um sich zu entschuden,es ist ja neues geld da:Frankreich wird abgewertet,Spanien etwas später mehrmals bis sie Griechen Niveau erreicht. - #9 11.06.2012 02:16 von
halloooooo und byyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
Die EU-Minister sind total realitätslos. Die denken woll ernsthaft, dass Sie damit ein Signal an Grichenlad senden um die Grichen umzustimmen?? Totaler relalitätsverlust.
---
"Eine Woche vor der Wahl in Griechenland, wo erneut Ungemach droht" und zwar "Es werde keine Auflagen zu allgemeinen Wirtschafts- und Sozialreformen geben, sondern nur einige Auflagen für die Banken. Die spanische Zentralbank bleibe die zuständige Bankenaufsichtsbehörde. Der Internationale Währungsfonds (IWF) werde nur eine "beratende Rolle" spielen. "Es gibt nur Bedingungen für die Banken, nicht für die spanische Bevölkerung", betonte der Minister. "
---
In mir fliesst grichisches Blut, bin jedoch hier im "Westen" aufgewachsen. Was ich empfinde ist nur ein Teil dessen was die meisten Grichen empfinden. Selbst bei denen die eher gegen die "falsche Partei - aus EURO sicht" Ihre Stimme abgeben wollten und eher für eine der Pro-Euro-Partei stimmen wollten, sind jetzt auf Euro-pa h$ssig.!!!
Die Spanier bekommen keine spezielle auflagen, Einfach Geld "fast ohne Bedingungen" und den Grichen werden selbst die Hosen runtergelassen/gezogen !?!? Eigentlich eine Steilvorlage für die Wahlen, selbst für die "unentschlossenen" Bürger. Habe selbst mit einigen Telefoniert, die da unten leben. Die empfinden es gleich !!!
Also. die Grichen verlassen EURO-pa und vermuttlich werden auch die anderen "mitgezogen" und wer ist schuld daran ?!?!
Die aktuellen Top-Themen

Antworten / Zitieren

