Das FBI hat mutmaßliche Hacker festgenommen - die hatten einem Dienst vertraut, der eigentlich anonyme Internet-Nutzung verspricht. Experten halten das Versprechen vieler solcher Angebote für Augenwischerei - und warnen vor angeblich sicheren VPN-Diensten.
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...788360,00.html
...zu glauben, man wäre anonym, wenn man irgendwelche Internetdienste nutzt. Andersherum kann es ja auch nicht sein, dass jemand von solchen Bezahldiensten versteckt wird, wenn er gegen die Gesetzte verstößt.
Vllt. sollte der User alle seine Daten vorsorglich verschlüsseln, bevor er sie ins Internet schickt. Den Key zum Öffnen gibt es später mit der guten, alten Post. Oder zeitversetzt (...)
Tipp am Rande: Das Firefox AddOn "RefControl" kann die serverseitige Log-Auswertung und somit die Rückverfolgung zum eigenen Rechner für den Hausgebrauch zumindest erschweren.
Link: https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/refcontrol/
... existieren in jeder Branche - weshalb es umso wichtiger ist, die AGBs und Teilnahmebedingungen wenigstens in einer stillen Stunde genau zu studieren (bei CyberGhost kann man in dieser Zeit mit einer freien Testversion trotzdem anonym ins Internet gehen.) Damit soll die Schuld jetzt keineswegs auf die User abgewälzt werden, die in diesem Fall eindeutig in der Geschäftspraxis des Anbieters zu suchen ist. Und ja, wir reden hier von Schuld, weil HMA in unseren Augen als Dienstleister versagt hat und mindestens suspekt ist. Nicht, weil er dem FBI geholfen hat, sondern weil er wie in China oder einem VDS-Land intime Daten der Anwender (die IP-Adresse gehört zu den persönlichen Daten eines Menschen) auf Vorrat gehalten hat. Ein seriöser Anbieter handelt anders, weil für ihn der Schutz der Anonymität Priorität besitzt.
Entgegen der Kernaussage des Artikels existieren sehr wohl VPN-Anbieter, die sich auf der einen Seite des Anspruchs der Gesellschaft auf Strafverfolgung bewusst sind, auf der anderen aber auch um die Gefahren eines generalüberwachten Internets wissen - von politischer Verfolgung bis hin zu eher 'einfach gelagerten Fällen' wie die totale Offenlegung persönlicher Daten. Sich dabei bewusst für eine Seite zu entscheiden, heißt aber auch, keine Kompromisse einzugehen und die Konsequenzen zu tragen. Unser Chefprogrammierer hat es einmal so formuliert: "Ich gehe jeden Tag mit dem unerträglichen Wissen zu Bett, vielleicht einem Straftäter Gelegenheit gegeben zu haben, unentdeckt zu bleiben (vielleicht!) - aber auch mit der Gewissheit, einen wichtigen Beitrag für politisch Verfolgte geleistet zu haben. Ganz abgesehen von den unschätzbaren Diensten, die CyberGhost auch der Strafverfolgung für ihre Ermittlungen bietet." Es wird von einem Anonymisierungsdienst also 'kein Krimineller versteckt', sondern ein wertvoller Dienst für die Allgemeinheit global geleistet.
Und was die 'sichere Methode' betrifft, Freund von Feind zu unterscheiden: Kommerzielle Dienste führen sich selbst ad absurdum, wenn sie wie HMA ihre User verraten - und so ganz nebenbei in die finanzielle Katastrophe, denn ob HMA als VPN-Dienstleister noch eine Zukunft besitzt, ist derzeit fraglich.
Ulrich Bruegmann, Pressesprecher CyberGhost (yup, einer der Konkurrenten)
Soll der Hersteller von Briefumschlägen haften, wenn jemand einen Brief mit kriminellem Inhalt darin versendet? Oder der Hersteller von Paier, wenn darauf etwas ungesetzliches geschrieben wird? Ein Anonymisierungsdienst ist dazu da, bedingungslos zu anonymisieren. Was er da anonymisiert, geht ihn nichts an. Er ist nur Dienstleister und kein Kontrolleur.Andersherum kann es ja auch nicht sein, dass jemand von solchen Bezahldiensten versteckt wird, wenn er gegen die Gesetzte verstößt
finds ziemlich scheiße von dem anbieter einfach daten rauszugeben. wobei ich nicht genau die geschäftsbedingungen kenne. entweder haben die nutzer diese nicht richtig gelesen oder der dienst hat gegen seine geschäftsbedingungen verstoßen. dann können sie immernoch gegen klagen. aber umso beschissener wenn so ein unternehmen einfach seine firmenphilosophie untergräbt.
man man man
Das Problem ist, dass "hidemyass" schon zu bekannt geworden ist, und diese Bekanntheit ist ja das Gegenteil von Anonymität. Je bekannter und offizieller, desto eher bekommt eine solche Firma Besuch von Geheimdiensten & Co. Darum sollte man lieber mit alernia surfen (und suchen!), das ist noch nicht so bekannt. Auch greift es oft auf noch unbekanntere externe Anonymisierungsdienste zurück, die dann und wann ausgetauscht werden, das ergibt eine gute Streuung (Anonymisierungs-Modus übrigens nur bei Eingabe der URl in Klammern.)