Anon-Anbieter die auf Verlangen von Behoerden Daten ihrer Nutzer herausgeben haben das Wort "anonym" nicht ganz verstanden. Nutzer, die auf solche Firmen bauen, ebensowenig.
TOR kostet uebrigens garnix.
Das FBI hat mutmaßliche Hacker festgenommen - die hatten einem Dienst vertraut, der eigentlich anonyme Internet-Nutzung verspricht. Experten halten das Versprechen vieler solcher Angebote für Augenwischerei - und warnen vor angeblich sicheren VPN-Diensten.
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...788360,00.html
Anon-Anbieter die auf Verlangen von Behoerden Daten ihrer Nutzer herausgeben haben das Wort "anonym" nicht ganz verstanden. Nutzer, die auf solche Firmen bauen, ebensowenig.
TOR kostet uebrigens garnix.
Wer wirklich anonym mit einem oder mehreren Partnern kommunizieren will kommt a) nicht um eine vernünftige verschlüsselung und b) nicht um ein internet unabhängiges System herum. Ich benutze hier z. B. das Uralt Program Telemate. Dazu ein kniffliges 512 Bit verschlüsselungs- Program und keiner und damit meine ich wirkliche JEDEN auf diesem Planeten, kann auf meine Korrespondenz zugreifen. Selbst wenn der absolut unwahrscheinliche Fall auftreten sollte, das jemand tatsächlich auf die per ISDN übertragenen Daten zugreifen könnte, kann er diese weder entschlüsseln noch irgendwie anderweitig verwenden. Da hier nur private Daten übertragen werden und keine sinnfreien Filme und Videos, reicht die ISDN Geschwindigkeit vollkommen aus. Es wird wieder Zeit, das sich einige Menschen an die guten alten Modem und Akkustikkopplerzeiten errinnern. Nur diesmal natürlich mit wesentlich höherer geschwindigkeit. Kein Fuzzie vom FBI, BND und Konsorten kann sich an etwas erinnern, was sie nicht selbst erlebt haben. Das Junggemüse hat doch heute gar keine Ahnung von dem, was alles machbar ist, wenn man es denn nur will und die Kiddies, die nur illegale Files laden und mit Hackerbaukästen auf Websites zugreifen, können einem eh nur leidtun. Wenn Profis nicht entdeckt werden wollen, so werden Sie es auch nicht. Fact. Sorry, ist aber nun mal so.
Was genau ist daran schlimm, wenn der Benutzer eines Anonymisierungsdienstes beim begehen einer Straftat identifiziert werden kann?
Ich finde, all die halbwissenden Anonymitaetsfreaks sollten mal einen Schritt zurueck gehen und versuchen, das Gesamtbild zu sehen:
Im Internet ist erstmal JEDER Anonym, bis seine genutzte IP Adresse von seinem Internetprovider seiner echten Identitaet zugeordnet wird. Das geschieht bei vernuenftigen Providern auch nur mit Gerichtsbeschluss.
Als Diensteanbieter im Internet sieht es statistisch fuer mich uebrigens etwas anders aus: MINDESTENS 50% der Nutzer von Anonymisierungsdiensten sind laestige Stoerenfriede die dahinter ihren Dreck verstecken - einschliesslich Kinderpornographie, Betrug, Menschenhandel, Erpressung, und Morddrohungen - alles grosszuegig vertreten. (Die Krone geht an einen alten Perv, der seine 3-jaehrigen Zwillingskinder fuer Sexspielchen meistbietend versteigern wollte.)
Nach drei Jahren Dauerstress und ausgesprochener Gleichgueltigkeit sowohl von Seiten des FBI als auch des BKA sind bei uns mittlerweile ALLE Anonymisierer oder Proxies gesperrt.
China, Agypten, etc ... Klar, da sehe ich den Sinn. Europaeisches kostenpflichtiges Unternehmen? Da ist man als Chinese schon genatzt, wenn man von seiner Home-DSL deren Anmeldeseite aufruft. Aus meiner Sicht haben diese Dienste drei kleine Zielgruppen: Die technisch unversierten Opfer der Ueberwachungspanikmache, Prinzipienreiter zum Thema Privatsphaere (was gar nicht negativ gemeint ist, jedem das Seine), und eben diejenigen, die sich schon in der Grundschule unbeliebt gemacht haben und jetzt das Internet nutzen, um mal richtig auf die K*acke zu hauen.
Alles schön uns gut. Die verschlüsselten Daten wird man sicherlich nicht wiederherstellen können. Aber was nützt die beste Verschlüsselung, wenn eine Software direkt auf dem PC alles aufnimmt? Da versagt auch die beste Verschlüsselung.
Telemate kenne ich auch noch aus meiner Anfangszeit, mit dem man die regionalen Mailboxen abgeklappert hat. Ein feines Programm.
Ansonsten kann HideMyAss.com jetzt wohl zumachen. Auch wenn diese wegen Gesetzesverstößen mit den Strafermittlern kooperieren (was auch i.O. ist), ist dieser Dienst somit unbrauchbar. Was nützt ein Anonymisierungsdienst, wenn dieser IP Adressen speichert? Da ist nix Anonym.
Na, denken Sie noch mal drüber nach. Als Hilfestellung hab ich die entscheidenden Wörter mal markiert.
Tja, hoffentlich schlägt hier die viel gerühmte Macht der Verbraucher tatsächlich mal durch. Von einem Anonymisierungsdienst erwarte ich, dass er technisch so weit wie möglich verunmöglicht, dass ich identifiziert werden kann. Und nicht, dass er selbst meine Identifizierungsdaten speichert und nur herausgibt, wenn es um was wirklich wirklich schlimmes geht, natürlich nach Ansicht der Firma bzw. der staatlichen Behörden. Wenn ich so viel Vertrauen in eine Firma oder in staatliche Behörden hätte, dann würde ich auch keine Anonymisierung nutzen.
Hide my ass? Kiss my ass!
Ich kann Relakks empfehlen, funktioniert seit ein paar Jahren einwandfrei.
Als KDG-Kunde mit nahezu fester IP ist es manchmal ganz praktisch, mit wenigen Klicks doch noch eine frische Adresse zu bekommen. Man kann auch per VPN hervorragend testen, wie externe Zugriffe auf dem eigenen Anschluß ankommen, ohne sich gleich einen Rootserver mieten (und administrieren) zu müssen. Manchmal ist es auch nützlich, wenn man seinen Rechner quasi direkt ins Internet hängen kann, ohne erst am Router eine DMZ einzugeben.
Laut AGB geben sie nur Daten raus, wenn nach schwedischem Recht eine Gefängnisstrafe zu erwarten ist, und Verkehrsdaten werden angeblich auch nicht gespeichert. Kann man natürlich nicht prüfen, aber das Geschäftsmodell dürfte den Bach runtergehen, wenn sie es doch machen. So dürfte es HideMyAss.com jetzt wohl gehen.
Keine Ahnung, ob damit Kinderpornographie und Bombenbauanleitungen (rechtlich) abgedeckt werden - das ist mir, dem Klischee zum Trotz, ziemlich egal. Zumindest deutsche Abzocker und Abmahnanwälte sind bei einem schwedischen Internetanschluß aber relativ außen vor. Das halte ich mittlerweile auch für einen Normalnutzer für eine der größeren Gefahren des Netzes.
Ob es zukünftig dank Vorratsdatenspeicherung, Websperren u.ä. noch weitere Notwendigkeit für VPN-Nutzung in Deutschland geben wird, wird man sehen. Ein US-amerikanischer oder englischer Diensteanbieter wäre sicher nicht meine erste Wahl, wenn das Ziel irgendeine Form von Anonymität ist.
Seit gut zwei Jahren bin ich nun schon Kunde bei dem im obigen Artikel genannten Perfect Privacy und kann ohne Übertreibungen sagen, dass ich vollends mit dem Anbieter zufrieden bin, der zurecht eine hervorragende Reputation genießt.
Bei dem Betreiber handelt es sich nicht um ein kommerzielles Unternehmen, sondern um eine von idealistischen Motiven getragene Arbeitsgemeinschaft.
Anders als bei Relakks wird nicht nur das relativ unsichere Point-to-Point Tunneling Protocol (PPTP) eingesetzt, sondern ebenfalls OpenVPN und IPSec. Zudem stehen sowohl SSH- und HTTP-Proxies zur Verfügung.
Für Nutzer, die einen besonderen Wert auf eine erhöhte Sicherheit legen, lassen sich mittels eines eigenen SSH-Proxy-Tools mehrere Server kaskadieren.
Perfect Privacy unterhält gegenwärtig in 23 verschiedenen Rechenzentren einen Zugang, es sind jedoch noch weitere Orte in Planung.
Auf den ersten Blick wirken die monatlichen Kosten sicher abschreckend; diese sinken jedoch, sofern man sich längerfristig bindet, und bei finanziell nicht so begüterten Personen wie mir, wird auch schonmal ein Preisnachlass gewährt. ;)
Besonders hervorheben möchte ich den strikten Verzicht auf das Anlegen von Logdateien: Auch wenn diese Praxis dazu führt, dass in seltenen Fällen ein Server seitens eines Rechenzentrums gesperrt wird, bemüht sich der Support nach Kräften, das Problem zu beheben, was in der Praxis auch sehr erfolgreich gelingt.
Auf der Basis meiner positiven Erfahrungen kann ich Perfect Privacy allen, die auf eine unbeschwerte Nutzung des Internets wertlegen, nur weiterempfehlen.
Relakks dagegen jedoch nicht: Als dieser in Schweden beheimatete Dienst an den Start ging, wurden in den ersten Monaten kostenlose Zugänge angeboten.
Zu dem Zeitpunkt dann, als man anfing, eine Gebühr zu erheben, habe ich gleich einen Jahresvertrag abgeschlossen, doch kurz danach ging die Geschwindigkeit in den Keller.
Daraufhin habe ich mehrmals versucht, eine Rückerstattung der eingezahlten 50€ zu erwirken, jedoch ohne Erfolg.
Meine Mails wurden grundsätzlich nicht beantwortet.
Bis heute habe ich den Wechsel zu Perfect Privacy kein einziges Mal bereut; - und das schreibe ich nicht, um kostenlos Werbung für den Anbieter zu machen, sondern einfach, weil es den Tatsachen entspricht.