26 Jahre alt, verkalkte Koronargefäße, Unmengen an Medikamenten, Herzversagen. natürlich hat kein Betreuer/Arzt etwas gewußt und der Hochleistungssport geht natürlich immer vor.
DPANeue Erkenntnisse im Fall des verstorbenen Schwimmweltmeisters Alexander Dale Oen: Bei der toxikologischen Analyse seines Blutes wurden nach Informationen des SPIEGEL in einem Labor Spuren von 13 Schmerzmitteln gefunden.
http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,839197,00.html
26 Jahre alt, verkalkte Koronargefäße, Unmengen an Medikamenten, Herzversagen. natürlich hat kein Betreuer/Arzt etwas gewußt und der Hochleistungssport geht natürlich immer vor.
... "Ein EKG hätte vermutlich gereicht, um die richtige Diagnose zu stellen."
Richtig muss es heißen: "Ein Leistungs-EKG hätte vermutlich gereicht ...", denn bei einem Ruhe-EKG wird oft auch eine hochgradige Verkalkung nicht erkannt.
Dies von mir als Betroffenen, aber Medizinlaien.
Da fragt man sich doch, wie der noch Leistungssport betreiben konnte, wenn sein Motor auf einen Kolbenklemmer hinarbeitete...
Mit 26 und Spitzensportler, liest hier zufällig ein Arzt mit der mal ne Vermutung äußert wie so etwas pasieren kann?
Kann so etwas dur Medikamentenmißbrauch verursacht werden, wie ich aus dem Artikel heraushöre. Ich kann es mir kaum vorstellen, es sei den es findet ein Mißbrauch über Jahre hinweg statt, was bei einem so jungen Menschen aber unwahrscheinlich erscheint.
Speziell der kürzlich stattgefundene Infarkt müßte doch bei einem Sportler besonders auffallen. Ich habe Verwandte die nach Infarkt bzw. hohem Blutdruck körperlich stark beeinträchtigt sind. Wie soll ein Sportler das nicht merken?
Ich versteh das nicht. 3 Artikel in letzter Zeit zum Schmerzmittelgebrauch unter Sportlern. Die Sache mit den Fussballern bei der WM 2010, bei den Freizeitsportlern und jetzt das. Doping mal außen vor gelassen.
Was bringt Leistung über die körperlichen Grenzen hinaus, wenn sie quasi durch Chemie ermogelt wird?! Das ist man nicht mehr selbst.
Habe vor einiger Zeit Bauchmuskeln traniert und bin joggen gegangen.
Folge Rückenschmerzen und Knieprobleme.
Habe dann ein paar mal Diclo und Ibu genommen. Aber da dieses Zeug den Körper mit der Zeit vergiftet, habe ich das Training wieder eingestellt.
No pain no gain ist der falsche Ansatz. Schmerzen sind fast immer ein Zeichen von Überbelastung. Entweder Zähne zusammenbeißen und Schmerzen ertragen oder eben Intensität drastisch vermindern.
Eigentlich könnte man von Profisportlern schon erwarten, dass sie ein wenig med./pharm. Grundwissen haben. 13 Schmerzmittel!?
Wenn er nicht an einem Herzinfarkt gestorben wäre, dann vllt. an Leber/Nierenversagen oder an Wechselwirkungen.
Unglaublich wie bessesen Menschen von Erfolg und Geld sind. Selbstmorde von Sportlern, Tod durch Doping und Schmerzmittel usw. in Kauf zu nehmen ist einfach nur dumm, Teenager-Niveau.
Aber wer trägt die Schuld? Die Medien, die Gesellschaft? Ich denke teilweise schon. Dieses Bild des Super-Athleten a la Armstrong, C.Ronaldo, Phelps, Bolt und die damit verbundenen Siegertypen werden als Ideal stilisiert. Gut aussehen, Erfolg, Geld, Muskeln ist alles was heutzutage noch zu zählen scheint.
Die Oberflächlichkeit, die Liebe zum Geld und der Vergnügungswahn in Form von Partys, Games, Sport usw. zeigt, wie fehlgeleitet diese Welt mittlerweile ist.
Man sieht es an der Euro-Krise und auch an Meldungen wie dieser. Von den Hooligans bei der EM und der Lage in Nah-Ost ganz zuschweigen ...
Wie man mit einer hochgradigen Verkalkung, sprich Stenose mit höher als 80%, noch Leistungssport betreiben kann, ist mir schleierhaft. Ich muss mit meinen ca 75% schon bei kleinerem Anstieg wegen Atemnot vom Fahrrad steigen. Im Belastungs-EKG ist eine 70..75% Stenose aber nicht in jedem fall ersichtlich.
13 Schmerzmittel! Soviele Schmerzmittel kenne ich ja noch nicht mal! Was für ein krankes System muss der Schwimm-Spitzensport sein sein, das einen Menschen dazu treibt, dermaßen viel Chemie zu schlucken. Der beste Spitzensportler ist wohl der, dessen Körper die meisten Medikamente verträgt...
es ist so, dass grade bei jungen menschen das herz eine aussergewöhnliche fähigkeit zur collateralen angiogenese hat. auf deutsch: das herz kann kleine arterien neu bilden, die die engstelle umgehen und so die durchblutung des herzmuskels trotz engstelle der hauptherzkranzgefäßen sicherstellen. quasi wie eine umleitung auf der autobahn. dazu kommt ein aussergewöhnlich starkes herz bei schwimmern, so dass herzschwächezeichen (luftnot/kreislaufversagen) erst auftreten wenn es ein wirklich großer infrakt mit dementsprechen viel untergang von herzmuskel stattgefunden hat.
und das ein ekg zur diagnostik reicht, ist auch nicht 100% richtig. es gibt 2 arten von herzinfarkten, den sogenannten st-hebungsinfarkt und den nicht-sts-hebungsinfarkt. die st-hebung ist im ekg nachweisbar (einfach mal googlen!) beides sind klassische herzinfarkte mit absterben von herzmuskel, der nicht st-hebungsinfarkt lässt sich allerdings nur laborchemisch nachweisen (troponin wäre dann im blut nachweisbar, ein enzym, das nur im herzmuskel vorkommt und bei einem infarkt in die blutbahn übertritt).
bei einem leistungssportler denkt man bei armschmerzen der brustschmerzen ja zunächst einmal an einen eingeklemmten nerv, eine überreizung oder verletzung aus dem krafttraining. allerdings sollten auch die vielen toten jungen fußballer der vergangenen monate sportmediziener bei solchen symptomen hellhörig werden lassen!! man sollte also immer vom worst case ausgehen und das symptom brustschmerz ist leitsymptom für ein cardiales geschehen!
Der Spiegel hat den Untersuchungsbericht falsch verstanden. Die Ärzte haben nach 13 Schmerzmitteln GESUCHT ABER NICHTS GEFUNDEN! Hier ist eine öffentliche Entschuldigung angesagt. Das grenzt an Anscwärzung.