...und ganz sicher war auch kein Doping mit im Spiel. So tragisch es ist, sein Trainer und auch die Offiziellen werden schon wissen, warum er so früh sterben musste.
REUTERSDer norwegische Sport trauert: Schwimm-Weltmeister Alexander Dale Oen erlag im Alter von 26 Jahren den Folgen eines Herzstillstandes im Trainingslager in den USA. Norwegens Sportler des Jahres galt als große Olympia-Hoffnung für die Spiele in London.
http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,830764,00.html
...und ganz sicher war auch kein Doping mit im Spiel. So tragisch es ist, sein Trainer und auch die Offiziellen werden schon wissen, warum er so früh sterben musste.
Wenn man mal bei Wikipedia die Liste mit Todesfällen durchgeht, dann fällt auf, daß die jung Verstorbenen häufig Sportler sind. Treiben wir es im Hochleistungssport zu weit? Gerade erst starb dieser Fußballer in jungen Jahren an Herzausfall. Ich bekomme langsam den Eindruck, daß jemand, der lebt wie ich, der raucht, säuft und durchaus fett futtert, ohne dabei auf Sport reinzufallen, gesünder lebt, als die sich Schindenden. Just a thought.
Ganz zu schweigen auch von den Kosten für Krankenkassen und Ausfallzeiten am Arbeitsplatz, die durch "Sportunfälle" (sind ja eigentlich keine Unfälle, weil das Risiko einer Verletzung wissentlich in Kauf genommen wird) verursacht werden.
Trotzdem werden Raucher diskriminiert, Sportler nicht.
Naja, wenn ein bekannter Sportler stirbt ist das in den Medien, wenn ein "Normalo", der raucht, säuft und fett futtert stirbt kann man das normalerweise nur bei den Todesanzeigen der Regionalzeitung lesen. Gleiches gilt natürlich auch für Amateursportler, die an einem Herzstillstand sterben. Passiert auch, bei SpOn steht es aus oben genannten Gründen trotzdem nicht.
An alle, die sofort auf Dopingfolgen schließen: natürlich ist das naheliegend. So naiv zu denken, das im Hochleistungssport nicht gedopt wird bin ich sicherlich nicht. Trotzdem kommt z.B. eine angeborene Verdickung der Hermuskulatur genauso wahrscheinlich in Frage, solange kein Obduktionsergebnis vorliegt.
Hier noch ein Artikel von 2009, der sich mit dem Thema auseinandersetzt: Sportler-Risiko - Tod aus vollem Lauf - Wissen - sueddeutsche.de
Vorsicht ist geboten, wenn man von Einzelfällen auf die Allgemeinheit schließt! Einige Anmerkungen:
1) Nicht jeder Todesfall bei Sportlern ist auf Doping zurückzuführen. Ohne weitere Informationen im Zusammenhang mit diesem Fall sofort einen Dopingverdacht auszusprechen, ist Zynismus gegenüber dem Verstorbenen.
2) Leistungssport ist nicht gesund. Insbesondere können Herzfehler,die bei einem Nicht-Sportler nie oder erst in einem viel höheren Alter auffallen wegen der Extrembelastung dramatische Auswirkungen haben. Das als Rechtfertigung für einen ungesunden Lebensstil anzuführen, ist argumentativ schwach. Wohlgemerkt: Ich habe nichts gegen rauchen, saufen und futtern, aber warum diese fadenscheinigen Rechtfertigungen?
3) Anhand welcher Daten lässt sich belegen, dass die Kosten durch Sportunfälle höher sind als die Einsparungen, die durch die positiven Effekte von Sport auf die Gesundheit entstehen?
Abschließend: Ein junger Sportler ist mit gegenwärtig unklarer Ursache gestorben. An erster Stelle sollte auch hier Mitleid stehen!
Nach einer durch "Sport" (Schinderei) versauten Jugend habe ich es
mit Winston Churchill gehalten: "Sport ist Mord".
Essen und trinken was schmeckt, außer Schnaps und immer noch 80 Kg bei 190 cm Länge. Und 35 Jahre Kette geraucht, meist kohlrabenschwarzes Kraut. Gegrillt wird Schweinebauch und oft gibt es fetten geräucherten Speck mit trocken Brot.
Scheiß was auf Cholesterin und Klimbim. Mein Hausarzt meint ich wäre ein Phänomen. Von mir aus.
Nie Tabletten gefr....Gesundheit kommt vom Kopf, Krankheit auch.
Und vermutlich haben Sie auch den Eindruck, dass die Welt in schwarzweiss ganz schön bunt ist, oder wie? Die Erkenntnis, dass es zwischen den Extremen "Hochleistungssportler" und "Schlaumeier, der nicht auf Sport reinfällt", noch jede Menge Raum gibt, sollte eigentlich nicht derart kompliziert sein. Insofern werden sich dann auch eher im "gesunden Mass" je nach individuellen Voraussetzung die gesünderen Lebensweisen finden.
Dass die körperliche Belastung von Spitzensportlern meist an der Grenze zur Verträglichkeit liegt oder über diese hinaus geht ist hingegen auch keine neue Einsicht. Je nach Sportart sind die Abnutzungserscheinungen enorm, ebenso können Vorerkrankungen, gerade im Herz-Bereich, dadurch fatal durchschlagen. Davon aber auf Sport als Gesamtes zu schliessen ist schon fast rührend weltfremd. Zumal man den Prominenzfaktor von Sportlern nicht unterschätzen darf. Klappt eine Durchschnittsperson in dem Alter bei der Arbeit oder in der Kneipe zusammen kriegt man davon selten etwas mit..
Zumindest treiben Hochleistungssportler ihren Körper immer wieder an die Grenzen, sei es nun im Wettkampf, um zu gewinnen, oder im Training, um noch besser zu werden.
Das ist letztlich ja nichts anderes, wie wenn man eine Maschine ständig an ihrer Leistungsgrenze betreibt, bis auf dass man eine Maschine nicht trainieren kann, aber jedem ist klar, dass die Ausfallwahrscheinlichkeit dadurch natürlich höher wird.
Wenn sie mal eine Woche lang immer wieder ihren Puls auf 180 oder gar über 200 Schläge hochtreiben, wird überdeutlich werden, was das "gesunde Leben" bringt.
Neben dem erhöhten "Ausfallrisiko", dass bei Sportlern aufgrund der Belastung auftritt, kommen in meinen Augen noch zwei potentiell gefährliche Faktoren dazu:
1. die Gefahr verschleppter (Infektions-)Krankheiten, für jeden Leistungssportler ist ein Tag, den er krank im Bett verbringt, nicht nur ein verlorener Tag, es klopft auch ständig im Hinterkopf die Angst an, dass die Leistungsfähigkeit abnimmt, wenn man zu lange nicht trainiert, nicht selten führt das dazu, dass dem Körper schon wieder Höchstleistungen abverlangt werden, obwohl der noch vollauf damit beschäftigt ist, eine Krankheit zu besiegen.
2. Ein kardiologischer Check-Up ist bei einem Leistungssportler zumindest schwierig, Ärzte sind vor allem darauf geschult, Veränderungen bei "normalen" Menschen zu bemerken und einzuordnen, was schon schwierig genug ist, bei einem Leistungssportler sind aber auf jeden Fall Veränderungen zu erwarten, und die Einordnung, welche Veränderung durch die Belastung hervorgerufen wird und tolerierbar ist, und welche einen potentiell ernsten Befund darstellt, führt schnell an die Grenzen der ärztlichen Kunst, selbst bei solchen Ärzten, die sehr oft mit Sportlern zu tun haben.