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Herzklappen: Ersatz durch die Leiste

DPAEine neue Herzklappe einzusetzen war bislang eine große Operation. Der Katheter gibt auch Schwerstkranken eine Chance.

http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...854346,00.html
  1. #1

    Hammer - Nagel -Phänomen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Eine neue Herzklappe einzusetzen war bislang eine große Operation. Der Katheter gibt auch Schwerstkranken eine Chance.

    Herzklappen-Operation mittels Katheter durch über die Leiste - SPIEGEL ONLINE
    Wenn es leicht geht, wird es öfter gemacht ("Wenn jemand einen hammer hat, ist jedes Problem ein Nagel"). Vorsicht: Die Sterblichkeit ist gerade bei relativ Gesunden abgeblich doppelt so hoch wie bei einer Operation. Die Spätfolgen wie Schlagaderbeschädigungen müssen ebefalls vorher bekannt sein.
    Also nicht nur den Kardiologen sondern auch den Herzchirurgen fragen, wie oft haben sie das gemacht? welche Komplikationen traten auf? Wie oft?
  2. #2

    Fragezeichen

    Kann mir als medizinischem Laien mal einer erklären, warum die Methode Katheter doppelt so teuer ist wie eine Operation am offenen Herzen, die ja wohl an Komplexität und möglichen Risiken und Heilung deutlich anspruchsvoller ist.
  3. #3

    Nun ja, alleine das Implantat kostet schon so ca. 15.000€. Die Implantation ist in D'Land nur bei äusserst multimorbiden Patienten zugelassen, daher wohl auch die entsprechend höhere Mortalität. Habe bisher nur Patienten so behandelt gesehen, die für eine "normale" Implantation schlicht zu krank waren.
  4. #4

    viele Fragezeichen...

    Die hoeheren Kosten erklaeren sich moeglicherweise aus den hoeheren "Maschinenstundensaetzen", da die Technik noch neu und die Geräte noch in der AfA sind ;-) Neue Technik ist immer teurer, man will doch was verdienen... Ein weiteres Fragezeichen ist die Katheder-Manie in Deutschland - es ist erschreckend, wenn man sich die (Mis)Erfolgs-Statistiken dazu ansieht und wie viele kleine Regional-Hospitäler sich dank Katheder-Labor zum "Herzzentrum" aufschwingen. Ich rate jedem Betroffenen: verfahrt wie bei der Suche nach einer guten Werkstatt, erst einmal den Laden ansehen, Referenzen einholen, mit dem Meister sprechen und ggfs weitersuchen! Noch ein Punkt: ja, bei jüngeren Patienten werden meist Kunststoffklappen eingesetzt und ja, so eine offene OP ist heftig, aber - macht Euch vorher kundig, was Marcumar (lebenslange Einnahme ist zwingend mit Kunststoffklappe) für Nebenwirkungen hat! 10-15 Jahre (so lang halten die Muh- und Oink-Klappen) spaeter mit der Einnahme beginnen zu muessen bedeutet auch 10-15 Jahre mehr freie Lebensqualität!
  5. #5

    Die defekte Klappe

    Und wo bleibt das vom Katheter aufgesprengte, defekte Klappenmaterial?
  6. #6

    Bleibt dort

    Zitat von yeksaa66 Beitrag anzeigen
    Und wo bleibt das vom Katheter aufgesprengte, defekte Klappenmaterial?
    Das Material wird mit hohem Druck in die Gefäßwand gedrückt. Durch die Konstruktion der Klappe mit dem umgebenden Drahtgitter fixiert sich die Klappe im Wesentlichen im Klappenkalk. Deshalb ist das Verfahren auch in erster Linie für verkalkte (stenotische) und nicht für undichte (insuffiziente) Klappen geeignet.
  7. #7

    Die alte Klappe wird verdrängt, and die seite gedrückt - mitsamt den Plaques und Ablagerungen - und dann darf der Patient darauf vertrauen, dass nix davon durch den Körper vagabundiert und Heparin und Marcumar es schon richten werden...
  8. #8

    @yeksaa66

    Das wird nichts abgesprengt, das Material (die alte Klappe) wird mit dem neuen Drahtkäfig an die Gefässwand gedrückt und verbleibt dort.
  9. #9

    ...

    Zitat von blowup Beitrag anzeigen
    Kann mir als medizinischem Laien mal einer erklären, warum die Methode Katheter doppelt so teuer ist wie eine Operation am offenen Herzen, die ja wohl an Komplexität und möglichen Risiken und Heilung deutlich anspruchsvoller ist.
    Ist doch logisch, damit die richtigen Leute gut von unseren Krankenkassenbeiträgen leben können.


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