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Herzinfarkt und Krebs: US-Mediziner warnen vor rotem Fleisch

AFPWie viel Fleisch darf es sein? Einer neuen Studie zufolge steigert jede zusätzliche Tagesportion Rind, Schwein oder Lamm das Risiko eines Herzinfarkts oder einer Krebserkrankung. Die Forscher raten, das rote Fleisch durch Geflügel, Fisch oder andere Lebensmittel zu ersetzen.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...820992,00.html
  1. #50

    Yep

    Zitat von Holperik Beitrag anzeigen
    US-Mediziner und Statistik, das passt schon....
    auf einem Seminar gings um krebserzeugende Fasern (Asbest, Hochtemperaturwollen und so) - die Fasermengen wurden (und werden in D/EU) in Anzahl der Fasern pro Kubikmeter angegeben.
    Das störte die US-Jungs (ein Wissenschaftler mit Doktortitel; Prof sogar), weil dann immer so hohe Zahlen herauskamen (zum Beispiel 1 Mio Fasern / m³ ).
    Also schlugen die kurzerhand Fasern / Milliliter vor. Schwuppdiwupp hörte sich das ganze vieeel freundlicher an: 1 Faser / ml.
    Die Gefahr ist dieselbe, aber konsumentenfreundlicher.
  2. #51

    Zuviel ist zuviel

    Man hätte sich die Studie schenken können. Ist doch eh klar, dass - vor allem - zuviel Fleisch ungesund ist. Und wenn man es dann auch noch billig kauft, muss man sich nicht wundern, allerhand komische Krankheiten zu bekommen.

    Genauso, wie viele billig-und-viel-Fleischfresser hier ihre Scheuklappen runterfahren, genauso sind solche Studien Schwachsinn. Weil sie nichts weltbewegendes und schon garnichts neues erzählen.

    Einmal in der Woche Fleisch - vom Erzeuger nebenan, wo man sich selbst überzeugen kann, wie er sein Viechzeug hält, das ist nicht ungesund, das schmeckt - und vor allem: Das kann sich jeder leisten, auch wenn das eine Mal so teuer ist wie 7x Supermarktfabrikfleisch - will sagen Wasser- und Chemiebomben.
  3. #52

    Zitat von phboerker Beitrag anzeigen
    Da Sie es wissen und ich nicht: könnten Sie mir bitte erklären, wie man eine Studie zu den schädlichen Wirkungen des Fleischkonsums "richtig-rechnet", indem man andere schädliche Einflüsse herausrechnet, wenn doch diese anderen schädlichen Einflüsse ebenfalls nur aus Statistiken herausgelesen werden, die ihrerseits nicht alle möglichen schädlichen Einflüsse berücksichtigt haben können (beispielsweise die des Konsums roten Fleisches)? Wird dann die Sicherheit der statistischen Aussage mit der Zahl der verwursteten Statistiken höher oder eher niedriger? Wohlgemerkt, wir haben es hier mit Effekten im ein- bis zweistelligen Prozentbereich zu tun.

    Das vierte Semester "Höhere Mathematik", in dem Statistik behandelt worden wäre, ist bei mir leider wegen hochschulinterner Probleme weitestgehend flachgefallen, in meiner Laufbahn habe ich mich aber meistens auf mein Bauchgefühl verlassen können.
    Sie brauchen dazu keine höhere Mathematik, es ist denkbar einfach. Sie vergleichen Vielfleisch-Raucher mit Wenigfleischrauchern und Vielfleischnichtraucher mit Wenigfleischnichtrauchern. Wenn die "Ods-Ratio" also das Verhältnis (Anteil-Krebs-Vielfleisch)/(Anteil-Krebs-Wenigfleisch) bei den Rauchern einen vergleichbaren Wert hat wie bei den Nichtrauchern, dann ist das Rausrechnen gelungen. Anderen Falls gibt es synerginstische oder über-additive Effekte. Natürlich brauchen Sie sehr viele Daten, damit die vielen Gruppen, darunter auch die seltenen Vielfleisch-Rauch-Nichtkrebsler noch statistisch signifikante Werte liefern.

    Wenn ich an Kovariate glaube, heißt das übrigens noch lange nicht, dass ich mich von irgendwelchen Gesundheitsaposteln zum Fleisch-Abstinenzler umerziehen lasse :)
  4. #53

    Alterspyramide

    Zitat von Völligegal Beitrag anzeigen
    Das kann ich ihnen sagen, sie haben früh das Zeitliche gesegnet!

    Ohne diese Experten, auf die Sie schimpfen, würde die Lebenserwartung heutiger Menschen niemals bei 80 und mehr Jahren liegen!
    Und das ist in Anbetracht der Alterspyramide auch so super toll!

    Hoffentlich sind Sie noch jung genug, um den Vorteil der Alterspyramide voll genießen zu können.
    Viel Spaß dabei!
  5. #54

    Haehnchenschenkel

    Zitat von gfssfg Beitrag anzeigen
    Ohne jeden Versuch einer Kausalanalyse sind solche Studien das Papier nicht wert auf das sie gedruckt sind. Worin besteht denn eigentlich der Unterschied zwischen "roten" und weißen Fleisch, das Rot kommt durch den eisenhaltigen Farbstoff der für die Sauerstoffaufnahme bzw. Speicherung im Muskel zuständig ist. Wieso sollte dieser das Risiko einer Krebserkrankung steigern???
    Richtig!! Und nicht nur das: In den USA wird unter "rotem Fleische" auch alles vom Huhn verstanden, was nicht Brust ist, also beispielsweise die Schenkel. Letztlich ergibt sich daraus auch, dass "rotes Fleisch" meist billiger ist als "weisses Fleisch". Es ist daher anzunehmen, dass Leute, die hauptsaechlich "Rotes Fleich" essen aermer sind als solche, die "Weises Fleisch" essen. Armutmacht Stress, Stress schwaecht das Immunsysem. Zusaetzlich leben aermere Menschen in schlechteren Haeusern als reiche Menschen und muessen oft gesundheitsschaedlichere Arbeiten verrichten. Das unterschiedliche Mortalitaetsrisiko von "Rotfleisch-Esern" und "Weissfleischessern" koennte also auf einem Selektionseffekt beruhen. Uebrigens ist es auch so, dass das Sterberisiko unter grauhaarigen Maennern deutlich groesser ist als das von braunhaarigen. NUR: Faerben bringte da nicht viel.
  6. #55

    Das sieht mir doch sehr ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wie viel Fleisch darf es sein? Einer neuen Studie zufolge steigert jede zusätzliche Tagesportion Rind, Schwein oder Lamm das Risiko eines Herzinfarkts oder einer Krebserkrankung. Die Forscher raten, das rote Fleisch durch Geflügel, Fisch oder andere Lebensmittel zu ersetzen.

    Herzinfarkt und Krebs: US-Mediziner warnen vor rotem Fleisch - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft
    ... nach (erfolgreicher?) Lobbyarbeit aus. Antibiotika- und hormonvergiftetes Geflügel und Fisch aus den Aquakulturen zu empfehlen statt Biorind oder -schwein ist schon dreist!
    Bevor die solche Märchen in die Welt setzen sollen sie erstmal die Wirkmechanismen aufklären. Reine epidemiologische "Studien" sind wenig mehr als Scharlatanerie.
  7. #56

    Zitat von vwl_marlene Beitrag anzeigen
    Uebrigens ist es auch so, dass das Sterberisiko unter grauhaarigen Maennern deutlich groesser ist als das von braunhaarigen.
    Jetzt weiß ich endlich, warum Gerhard Schröder damals seine Haare färben ließ ;-)
  8. #57

    ...

    Zitat von kumi-ori Beitrag anzeigen
    Natürlich brauchen Sie sehr viele Daten, damit die vielen Gruppen, darunter auch die seltenen Vielfleisch-Rauch-Nichtkrebsler noch statistisch signifikante Werte liefern.
    Danke für die Erläuterung. Aber geht das Rausrechnen nicht nur für Effekte, die unabhängig voneinander sind? Auch scheint mir, dass die willkürliche Gruppeneinteilung, die Verteilung innerhalb der Gruppen und das schlichte Insverhältnissetzen der Gruppen einen Einfluss auf das Ergebnis haben werden.
  9. #58

    Wissenschaftlicher Unsinn erster Güte!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wie viel Fleisch darf es sein? Einer neuen Studie zufolge steigert jede zusätzliche Tagesportion Rind, Schwein oder Lamm das Risiko eines Herzinfarkts oder einer Krebserkrankung. Die Forscher raten, das rote Fleisch durch Geflügel, Fisch oder andere Lebensmittel zu ersetzen.

    Herzinfarkt und Krebs: US-Mediziner warnen vor rotem Fleisch - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft
    Ob Fleisch rot ist, wird durch den Gehalt des Eiweißes Myoglobin in den Zellen bestimmt. Dieses Myoglobin ist verwandt mit dem Hämoglobin im Blut, es ist aber für sauerstofftransportierende Vorgänge in der Zelle verantwortlich.

    Brate ich "rotes Fleisch" kurz, wird das Myoglobin in den Zellen nicht denaturiert. Beim Aufschneiden läuft der Zellsaft aus, der rote Zellsaft wird sichtbar. Die Leute denken, dies sei Blut, hat aber nichts damit zu tun.

    Brate ich das Fleisch lange, denaturiert das Myoglobin, das Fleisch wird grau, weil das Myoglobin seine Farbwirkung verloren hat.

    "Weißes Fleisch" hat kein/kaum Myoglobin, "rotes" hingegen viel.

    Junge Kälber haben kaum Myoglobin, es entwickelt sich erst in den ersten Monaten. Daher ist Kalbfleisch hell. Je älter das Rind wird, desto mehr Myoglobin besitzt es in den Zellen: Alte Kuh = dunkelrotes Fleisch.

    Hühner, Fische etc. besitzen fast kein Myoglobin, deswegen helles Fleisch.

    Warum zum Teufel, das Myoglobin schlechte Eigenschaften haben sollte, steht in den Sternen.

    Wieder ein Beweis, was es heißt, eine "Studie" zu lesen. So etwas ist keine Wissenschaft. Es gibt keinen irgendwie gearteten Wirkungszusammenhang zwischen der Eigenschaft "rotes Fleisch" und "helles Fleisch".
  10. #59

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Einige dieser Empfehlungen sind allerdings nach aktuellem Stand der Forschung zweifelhaft bis überholt. Die These, dass tatsächlich ein Flüssigkeitskonsum von 1,5 L oder mehr erforderlich ist, wird gegenwärtig jedenfalls kritisiert - solche Mengen seine höchstens im Hochsommer erforderlich, da man bereits über das Essen viel Wasser zu sich nimmt. Und die Behauptung, dass chronischer Konsum von salzigem Essen schädlich ist, gilt mittlerweile als widerlegt.








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