Herzinfarkt-Studie: Rauchverbote retten Tausende Leben

DPAWo Zigaretten verschwinden, sinkt die Zahl der Herzinfarkte - das zeigt die Analyse von 3,7 Millionen deutschen Krankenhaus-Akten. Die bisher weltweit größte Studie dieser Art kommt damit zu einem eindeutigen Ergebnis: Rauchverbote retten allein in Deutschland jedes Jahr Tausende Leben.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...821071,00.html
  1. #920

    Zitat von mundi Beitrag anzeigen
    Ist ihm das Rauchen wichtiger als meine Gastfreundschaft?
    Ist er etwa süchtig und hat schlimme Entzugserscheinungen, wenn er 1-2 Stunden nicht rauchen kann?
    Denken Sie sich das auch, wenn ein Gast mal auf die Toilette muss? Ist dem das Urinieren dann wichtiger als Ihre Gastfreundschaft? Kann man sich doch mal 1-2h verkneifen, oder nicht? Im übrigen, wenn man Ihre "Gastfreundschaft" damit entlohnen muss, dass man Ihnen in jeder Minute an den Lippen hängt, würde ich wohl freiwillig darauf verzichten.

    Ob Zwangsverhalten oder "Genuss", das Rauchen kann darum auch nur eine gute Ausrede sein um nach 2h Gequatsche mal eine kurze Pause zu ergattern. Oder anders herum mit bestimmten anderen Leuten ein Gespräch zu führen. Gerade bei Partys ist es mittlerweile wohl relativ üblich, dass sich die soziale Interaktion primär vor der Tür abspielt. Da muss man gar nicht mal mehr zwangsweise rauchen um einen Grund zu haben, rauszugehen..;)
  2. #921

    Gastfreundschaft und das Rauchen

    Zitat von mundi Beitrag anzeigen
    Ich würde schon hinterfragen, wenn ein Besucher den Raum verlassen würde, um zu rauchen.
    Ist ihm das Rauchen wichtiger als meine Gastfreundschaft?
    Ist er etwa süchtig und hat schlimme Entzugserscheinungen, wenn er 1-2 Stunden nicht rauchen kann?
    Zitat von Celegorm Beitrag anzeigen
    Denken Sie sich das auch, wenn ein Gast mal auf die Toilette muss? Ist dem das Urinieren dann wichtiger als Ihre Gastfreundschaft? Kann man sich doch mal 1-2h verkneifen, oder nicht? ....
    Urinieren ist nicht wichtiger, aber anders als das Rauchen, eine Notwendigkeit.
    Das Ausscheiden von Körperflüssigkeit oder Verdauungsstoffen, auch Notdurft genannt, ist eine biologische Notwendigkeit.
    Dafür wurden bereits in der Antike spezielle räume oder Vorrichtungen geschaffen. Heute haben auch die Könige keinen Nachttopf im Wohnraum.

    Für Gäste stehen heute die sog. Toiletten zur Verfügung, an Baustellen dienen dafür spezielle Buden ("Ihr Geschäft ist unser täglich Brot").

    Wenn Raucher keine Entzugserscheinungen haben, gibt es keinen Grund, der Gasttafel wegen des Rauchens fernzubleiben.
    Sie können auch während eines mehrstündigen Fluges nicht aussteigen.
  3. #922

    Froehliche Nichtraucher

    Zitat von Rainer Helmbrecht Beitrag anzeigen
    Och, als ich noch rauchte, habe ich ganze Abende in fröhlicher Runde mit Rauchern verbracht und dass hat sich bis heute erhalten, obwohl die jetzt offensichtlich lieber vor der Tür frieren, als bei den sauertöpfischen Nichtrauchern zu bleiben. Ich habe sogar schon Nichtraucher unter diesen Rauchern gesehen, die lieber an der Unterhaltung teilnahmen.

    Ich würde auch keinen Rauschgiftsüchtigen Freund Ausgrenzen, eher einen notorischen Fremdgeher. der macht nämlich wirklich etwas kaputt;o).

    MfG. Rainer

    PS. Ich hatte noch nie ein fröhliches Beisammen sein, welches nach 1-2 Stunden beendet war. Na ja, kommt vielleicht noch, ich bin ja erst 70.
    Och nee, Rainer; Das ist nicht fair! Warum schreiben Sie was von 'froehlicher Raucherrunde' und 'sauertoepfischen Nichtrauchern' ? Meinen Sie das wirklich? Unsere Nichtraucherrunde ist genauso froehlich, wie die wenigen verbliebenen Raucher. Warum soll ich mich freiwillig mit sauertoepfischen Freunden beschaeftigen?
    Ist das etwa ein Ueberbleibsel aus alten Zeiten, wo man sich unter der Beschreibung ' Nichtraucher, Nichttaenzer, Brillentraeger ' nur den allerlangweiligsten Typen vorstellen konnte.
    Ich habe so einen geheiratet und kann das Gegenteil bezeugen.
    P.S.
    Ein bisschen Herumhopsen ( Tanzen wuerde ich es nicht nennen) hat er in den letzten 38 Jahren gelernt.
  4. #923

    Nachtrag

    Zitat von skeptisch31 Beitrag anzeigen
    Hieraus ergab sich nämlich kein signifikanter Beitrag des Passivrauchens bei Herz/Kreislauf und Lungenerkrankungen.
    Ich habe flüchtigerweise vergessen, zwischen Lungenkrebs und den sog. chronischen Atemwegserkrankungen zu differenzieren. Bei diesen ergaben sich Hinweise auf einen Effekt, was die Heidelberger Studie auch logischerweise aufgegriffen hat (was bei einem diffusen, auf verschiedenste Faktoren zurückzuführenden Krankheitsbild nicht verwundert. Aber bei der Tabakkontrolle macht man aus einem evtl verstärkenden Effekt eine Hauptursache).
    Für Herz/Gefäßkrankheiten und Lungenkrebs, also die schweren u. tödl. Krankheiten, mit denen aber die meiste Propaganda betrieben wird, ergaben sich aber keinerlei Hinweise auf einen Kausalzusammenhang. Das erwähnt Heidelberg mit keiner Silbe. Auch so ein Beispiel für Objektivität. Man will ja schließlich "beweisen" daß Leute, die mal wochenends für ein paar Stunden mit Rauchern die Räumlichkeiten teilen, von diesen ernsthaft geschädigt werden und die dadurch entstehende Aggression der unbedarften unter den NR gegenüber Rauchern gezielt fördern. Und das funktioniert leider hervorragend.
  5. #924

    Lebensphilosophie

    Zitat von anna cotty Beitrag anzeigen
    Waere Rauchen heutzutage nicht eine 'anruechige' Sache, sondern eine 'Lebensphilosphie' ( wie hier von jemandem behauptet worden), waere das nicht so. Dann wuerde von uns Nichtrauchern ganz einfach aus 'Toleranzgruenden' erwartet, dass wir sang- und klanglos unter dem Qualm leiden. Was hat das mit Gastfreundschaft zu tun?
    Ich habe den Begriff "Lebensphilosophie" gebraucht. Damit meinte ich aber nicht das Rauchen an sich, sondern die Einstellung zum Leben als solches. Ich denke, das hat man meinen Worten auch entnehmen können, jedenfalls dann wenn man gewillt ist nicht alles ausschließlich auf den Fixpunkt "rauchen" zu beziehen.

    Es gibt Menschen, die haben ständig Angst, dass sie an irgend etwas erkranken könnten, oder sie ertragen es einfach nicht, dass andere etwas tun und tun dürfen, was ihnen selbst so verhasst ist und sinnlos erscheint. Diese Haltung geht dann - wie beim Thema Rauchen - so weit, dass sie anderen gerne vorschreiben würden, wie diese denn zu leben haben. Verbote und immer noch mehr Verbote sind, in ihren Augen, wenigstens ein Anfang. Die Lebensphilosophie der Anhänger der zeitgeistig angesagten Gesundheitsreligion, besteht unter anderen darin, zu missionieren und diejenigen, die sich nicht missionieren lassen auszugrenzen, zu unterdrücken, ihnen Freiheiten abzuerkennnen. Diese Lebensphilosphie ist auch von dem Wunsch gekennzeichnet, dass möglichst viele Menschen so ticken sollten wie man selbst und wenn nicht, dann würde man die "Ungläubigen" gerne in seinem Sinne erziehen

    Die Lebensphilosophie der ich anhänge (und die ich gemeint habe, ich sprach vermutlich von Menschen mit ANDERER Lebensphilosophie als der eigenen) geht eher in Richtung "leben und leben lassen" und ist vor allem auch durch die Überzeugung geprägt, dass das Leben an sich stets lebensgefährlich ist und am Ende immer der Tod steht, auch dann wenn man ein Leben lang alle Regeln einer gesunden Lebensführung eingehalten hat. Selbst wenn es so etwas wie Tabak niemals gegeben hätte, würden viele Menschen erkranken und einhundert Prozent davon sterben. Mir geht es dominant um die Betrachtung des Lebens an sich und darin sehe ich WEIT MEHR als Gesundheit und ein möglichst langes Leben. Und es geht mir auch darum dass andere anders sein dürfen als ich, anders denken, anders fühlen und in der Folge anders leben. Keineswegs ist "rauchen" eine Lebensphilosophie, aber die Frage wie ich mit Menschen umgehe, die andere Vorlieben haben als ich, ist sehr wohl eine Lebensphilosophie.
  6. #925

    Zitat von anna cotty Beitrag anzeigen
    Och nee, Rainer; Das ist nicht fair! Warum schreiben Sie was von 'froehlicher Raucherrunde' und 'sauertoepfischen Nichtrauchern' ? Meinen Sie das wirklich? Unsere Nichtraucherrunde ist genauso froehlich, wie die wenigen verbliebenen Raucher. Warum soll ich mich freiwillig mit sauertoepfischen Freunden beschaeftigen?
    Ist das etwa ein Ueberbleibsel aus alten Zeiten, wo man sich unter der Beschreibung ' Nichtraucher, Nichttaenzer, Brillentraeger ' nur den allerlangweiligsten Typen vorstellen konnte.
    Ich habe so einen geheiratet und kann das Gegenteil bezeugen.
    P.S.
    Ein bisschen Herumhopsen ( Tanzen wuerde ich es nicht nennen) hat er in den letzten 38 Jahren gelernt.
    Hallo Anna,

    ich v ersuche nur, eine Trennung zu erreichen, von Rauchen ist vorsätzlicher Mord, nicht Rauchen, sichert das Paradies. Vielleicht eine Frage des Alters, ich wurde geboren, in einer Zeit, als Überleben nicht vom Wohlverhalten abhängig war, sondern vom (persönlichem) Glück. Ich wurde groß, in der Einflugschneise zum Flughafen Tempelhof. Alle 5 Minuten einen Flieger, das hat aber niemanden Bewogen, den Fluglärm zu verbieten, weder in Berlin, noch in Frankfurt. Viele Menschen machen unter ungünstigsten Umständen ungesunde Arbeiten. Ob ein Taxifahrer wirklich jeden Besoffenen nachts befördern muss, bezweifle ich, aber Nachtarbeit halte ich für schädlicher als Passivrauchen.

    Jeder sieht nur die eigenen Probleme und die sogenannt Gerechtigkeit zählt nur, wenn man sie durchsetzen kann. Aber die Durchsetzbarkeit wird benutzt. Mal aus politischen Motiven, mal weil man sich auch mal durchsetzen will.

    Das ist meine Meinung, die natürlich auch nur subjektiv ist, aber vielleicht hilft die Schärfe zu mildern.

    Übrigens tanzen tue ich auch gerne;o).

    MfG. Rainer
  7. #926

    Zitat von mundi Beitrag anzeigen
    Wenn Raucher keine Entzugserscheinungen haben, gibt es keinen Grund, der Gasttafel wegen des Rauchens fernzubleiben.
    Sie können auch während eines mehrstündigen Fluges nicht aussteigen.
    Na wenn Sie nur hochoffizielle Anlässe an der "Gasttafel" abhalten mag das wohl stimmen. Es gibt aber auch Leute, die verbringen Abende in ungezwungener Atmosphäre und da ist es halt überhaupt nicht störend, wenn sich Leute im und um das Haus bewegen. So gesehen formulieren Sie das halt zu pauschal. Es gibt natürlich Situationen, in denen ich das auch als unhöflich taxieren würde, genau so wie es unhöflich sein kann, wenn jemand mit seinem Handy spielt oder sich sonst unangemessen benimmt.

    Aber das schliesst bei weitem halt nicht jede Gast-Situation ein. Weshalb sich das in jedem spezifischen Fall durch Fingerspitzengefühl, Verständnis und Lockerheit bei Gast wie Gastgeber problemlos lösen lässt. Leider alles Fähigkeiten, die hier sowohl den Kampfrauchern wie den Nichtrauch-Fundamentalisten zu fehlen scheinen.

    Übrigens, der Flugzeug-Vergleich ist natürlich unsinnig, da dort offensichtlich technische Limiten vorhanden sind, die nicht mit einer Wohnung vergleichbar sind. Oder verbieten Sie es dem Gast auch, etwas frische Luft zu schnappen wenn er sich unwohl fühlen sollte? Geben Sie dann Kotztüten aus, weil man das im Flugzeug auch so macht?

    PS: Manche Toilettengänge dienen übrigens nicht alleine der Verrichtung einer Notdurft. Ich hoffe, das kontrollieren Sie dann jeweils auch ganz genau, nicht dass sich da jemand unerlaubt vom Tisch entfernt und was reinzieht..;)
  8. #927

    Zitat von mundi Beitrag anzeigen
    Ich würde schon hinterfragen, wenn ein Besucher den Raum verlassen würde, um zu rauchen.
    Ist ihm das Rauchen wichtiger als meine Gastfreundschaft?
    Ist er etwa süchtig und hat schlimme Entzugserscheinungen, wenn er 1-2 Stunden nicht rauchen kann?
    Ich würde das Verlassen des Raumes unserer Besucher, um nach draußen zu gehen und zu rauchen, auch hinterfragen. Darum stellen wir ihnen - in unserem Nichtraucherhaushalt - einen Aschenbecher hin. Ich hasse es, wenn die Raucher immer weglaufen, nur weil sie rauchen wollen. Das zerstört die Gemütlichkeit, unterbricht, unnötigerweise, anregende Gespräche und ist entwürdigend. Ich gehe ja mit meinem Weinglas auch nicht nach draußen, wenn ich einen Schluck trinken will. Und die süße Nachspeise (enthält Zucker, daher höchst ungesund!) darf man bei uns auch drinnen essen.

    Nun, Wein und Nachspeise hinterlassen keinen Rauch, gekochtes, schlimmer noch, gebratenes Essen, hinterlassen aber durchaus Gerüche. In jedem dieser Fälle ist es gut ein Fenster, eine Balkontür, eine Terrassentür zu haben. Diese gilt es aufzumachen und schon ist die Luft wieder besser.

    Es gibt offensichtlich verschiedene Meinungen darüber, wo "Sucht" beginnt. Wenn der Raucher an sich (ich rede nicht von Kettenrauchern oder Menschen mit nervösen Zuckungen der Finger, wenn sie keine Zigarette darin halten) schon als süchtig angesehen wird, dann ist auch jeder, der regelmäßig Bier oder Wein trinkt süchtig, genau wie derjenige, der nicht ohne seinen Fernseher oder seinen Computer sein kann und "kribbelig" wird, wenn diese Geräte vorübergehend ausfallen. Viele weitere Beispiele lassen sich mühelos finden.

    Wenn aber der normale Durchschnittsraucher schon als süchtig bezeichnet wird (so definieren es Antiraucher gerne), dann möchte ich doch mein Leben lieber unter "Süchtigen" verbringen, als unter fanatischen Gesundheitsaposteln. Aber das soll jeder halten wie er will.
  9. #928

    Zitat von mundi Beitrag anzeigen
    Wenn Raucher keine Entzugserscheinungen haben, gibt es keinen Grund, der Gasttafel wegen des Rauchens fernzubleiben.
    Sie können auch während eines mehrstündigen Fluges nicht aussteigen.
    Ich wuerde aber einen mehrstuendigen Flug nicht mit einer geselligen Runde vergleichen wollen. Wenn auf Ihren Gasttafeln eine Stimmung wie auf einem Kontinentalflug herrscht kann ich mir auch die Verbittertheit, mit der Sie gegen Raucher kaempfen, erklaeren.
  10. #929

    Leben und leben lassen

    Ich habe nicht das geringste Problem mit Rauchern, die waehrend meiner Party nach draussen gehen, um zu rauchen. Im Gegenteil, ich bin in den letzten Jahren selbst in Deutschland angenehm ueberrascht worden, dass die Gaeste im Hause meiner Eltern, ohne zu fragen, nach draussen gehen um zu rauchen. Wie schon gesagt, finden meine Eltern es schwierig ein Rauchverbot in ihrem Haus einzuhalten, selbst wenn sie spaeter eine ganze Weile lang ueber den Gestank in ihrer Wohnung klagen. Und meine Eltern sind beide in den Mittachziger Jahren.

    Genau wie ich es unmoeglich finden wuerde, meinen Lieblingsduft als Raumspray in der Wohnung anderer zu verspruehen ( oder noch schlimmer, 'Darmwinde' abzulassen), erwarte ich von meinem Besuch, dass er in meinem Haus keinen stinkenden Qualm verbreitet.
    Da kann jemand sein Bier trinken, oder ungesunde Pommes essen oder den Zucker nur in sich herein schaukeln. Ist nicht mein Problem.
    ICH BIN KEIN GESUNDHEITSAPOSTEL. Ich bewege mich, weil es mir Spass macht. Ich esse, was mir schmeckt. Ich trinke, wenn ich moechte. Ich lade mir regelmaessig mein Haus voll Freunde ein und feier fast alles, was man feiern kann.
    Ein Raucher ( und vielleicht auch ein Ex-Raucher) kann sich gar nicht vorstellen, wie unangenehm es ist, Zigarettenqualm einzuatmen. Und Raucher halten ja ihre brennende Zigarette nie vor ihre Brust, sondern strecken meistens ihren Arm zur Seite, unter die Nase ihres Nachbarn.
    Ich fand es schon als Teenager unangenehm, zu einer Zeit wo alles total verraucht war und finde es heute, als Grossmutter immer noch ekelhaft. Von mir aus, kann jeder Raucher in seinem Haus machen, was er will, aber die Oeffentlichkeit sollte damit nicht belaestigt werden, jedenfalls nicht in geschlossenen Raeumen und auch nicht da, wo sehr viele Menschen auf engem Raum sitzen oder stehen.