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Herzinfarkt-Studie: Rauchverbote retten Tausende Leben

DPAWo Zigaretten verschwinden, sinkt die Zahl der Herzinfarkte - das zeigt die Analyse von 3,7 Millionen deutschen Krankenhaus-Akten. Die bisher weltweit größte Studie dieser Art kommt damit zu einem eindeutigen Ergebnis: Rauchverbote retten allein in Deutschland jedes Jahr Tausende Leben.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...821071,00.html
  1. #910

    Zitat von anna cotty Beitrag anzeigen
    Raucher haben noch nie freiwillig aus Ruecksicht auf Nichtraucher aufs Rauchen verzichtet. ........
    Sie stellen schon zwei Kriterien zur Diskussion, abgesehen von meinem Vaer, haben meine Frau und ich, schon vor vielen Jahren das Rauchen eingestellt. Allerdings war das zu einer Zeit, als Passivrauchen noch kein Thema war. Sondern aus Selbstnutz, das morgendliche Husten und die Fehlende Luft beim Dauerlauf.

    Allerdings hielt ich das als Grund für ausreichend. Genauso würde ich Nichtrauchern empfehlen Raucherkneipen zu meiden. Oder kann man diesen Selbstschutz nur beachten, wenn man anderen Menschen das Rauchen verbietet?

    Das mag etwas altmodisch klingen, wir halten Gastfreundschaft für etwas sehr wertvolles und würden uns schämen unsere Gäste vor die Tür zu schicken, um zu rauchen. Was nicht bedeutet, wenn jemand, z.B. als Asthmatiker unter diesem Rauch leidet, dass ich ihn dann einnebeln würde.

    MfG. Rainer
  2. #911

    Zitat von anna cotty Beitrag anzeigen
    Raucher haben noch nie freiwillig aus Ruecksicht auf Nichtraucher aufs Rauchen verzichtet.
    Es ist noch keine 100 Jahre her, als ich mit einer deutschen Charter-Gesellschaft von Irland nach Deutschland flog und ploetzlich der Stewart erklaerte, dass auf Anfrage die letzen beiden Reihen Raucherplaetze waeren. Ich sass mit meinen 4 kleinen Kindern in der vorletzen Reihe. Nachdem mir die qualmenden Zigaretten direkt neben mein Gesicht gehalten wurde, habe ich, mit meiner Familie die eine Seite der Raucherplaetze besetzt und war wenigstens einen Meter weiter vom Qualm entfernt. Es ging mir nicht um den Gesundheitsschaden, wirklichen oder eingebildeten, sondern ganz einfach um den Gestank und meine traenenden Augen. ...
    Für genau diesen Fall gibt es jetzt seit etlichen Jahren Nichtraucherschutzgesetze und es ist gut dass es sie gibt. Weil man als Nichtraucher, so wie im Flugzeug, der Belästigung durch Tabakrauch, zumal mit Kindern, nicht ausweichen kann. Die Kritik an dem, was da gerade jetzt so abläuft, richtet sich m.E. auch gar nicht gegen diese nachvollziehbaren Aspekte der Nichtrauchergesetzgebung. Was vielmehr als stossend empfunden wird ist die totale Entmündigung des EU-Bürgers bezüglich seiner behavioralen Aspekte. Wenn an einer Raucherkneipe, klein und fein, von mir aus auch ohne Zubereitung von Mahlzeiten (Eine in der Mikrowelle aufgewärmte Frikandelle sollte da eigentlich nicht ein Problem darstellen), draussen ein Aufkleber angebracht ist: "Kein Eintritt unter 18 Jahren, Raucherkneipe", dann ist eigentlich alles reguliert was zu regulieren wäre.

    Es gibt leider, nicht nur in Deutschland, eine kleine Anzahl von Personen (am DKFZ und talibanösen Nichtraucherinitiativen), die partout in JEDE Kneipe hinein müssen um klagenderweise ihre Maximalpositionen durchzusetzen. Das Laissez-faire, das sich gottseidank in einigen Ländern die nicht der EU angehören durchgesetzt hat, ist für diese Personen ein absolutes Fremdwort. Diesen Antitabaktaliban nach wie vor in den Arm zu fallen sollte nicht unbillig sein, weitere Verbote drohen. Gerade heute (hier auf SpOn zu lesen) hat Briten-Premier Cameron die dritte Verbotsrunde eingeläutet.

    Wehret den Anfängen!


    Zitat von anna cotty Beitrag anzeigen
    ... Meine Eltern waren total schockiert, dass ich selbst Gaesten in meinem Haus das Rauchen versagt hatte.
    Sie haben das Hausrecht. Das sollten Ihre Eltern eigentlich akzeptieren. Bei mir darf jeder seine Zigarette oder Zigarre rauchen, aber auch bitteschön nicht drinnen, sondern draussen auf der Terrasse mit Blick auf Eiger, Mönch und Jungfrau (sofern die Fernsicht gut ist). Ich spendiere gern einen lokalen Grauburgunder oder einen Insel-Whiskey dazu. ;)
  3. #912

    man kann wählen

    Zitat von Rainer Helmbrecht Beitrag anzeigen
    ...

    Das mag etwas altmodisch klingen, wir halten Gastfreundschaft für etwas sehr wertvolles und würden uns schämen unsere Gäste vor die Tür zu schicken, um zu rauchen. ....
    Ich würde schon hinterfragen, wenn ein Besucher den Raum verlassen würde, um zu rauchen.
    Ist ihm das Rauchen wichtiger als meine Gastfreundschaft?
    Ist er etwa süchtig und hat schlimme Entzugserscheinungen, wenn er 1-2 Stunden nicht rauchen kann?
  4. #913

    der Anfang vom Ende

    Zitat von anna cotty Beitrag anzeigen
    ..... Erst jetzt, wo Rauchen in Verruf gekommen ist, wird es nicht mehr als selbstverstaendlich angesehen, sich bei anderen Leuten in der Wohnung seine Zigarette anzustecken. Selbst Handwerker, hatten die Zigarette schon in der Hand, wenn sie fragten, ob das ok waere. ....
    Als Kind konnte ich mich erinnern, dass in einer Gesellschaft höflich gefragt wurde, ob man rauchen darf. Später kam man bereits schon mit ne brennender Zigarette ins Zimmer oder ins Büro.
    So kam es, dass Raucher automatisch als unhöflich und rücksichtslos eingestuft wurden.
  5. #914

    Geschmacklos wäre geschmeichelt

    Zitat von Reziprozität Beitrag anzeigen
    Sie begreifen es auch nicht, was?
    Und sie begreifen scheinbar schon lange nichts mehr.
    Mit so einer geschmacklosen Anmerkung zu kommen, wo die toten Kinder quasi noch warm und die Tränen noch nicht getrocknet sind, zeigt nur wie schräg sie drauf sind.

    Und das nur weil jemand erwähnte, dass es schon jede Menge Fälle gegeben hat, wo die Anmerkung, dass hier ein NR Bereich, sprich geltendes Recht sei, im Krankenhaus mit z.T. schlimmsten Verletzungen geendet hat.
    (wer traut sich als erster sein klammheimliches Verständnis dafür zuzugeben?)
    Aber ich vergaß, wir Nichtraucher sind ja in unserem Gebaren die Verstrahlten.
  6. #915

    Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich

    In 10-20 Jahren wird die Gesellschaft mit einem ähnlichen Kopfschütteln auf die heutigen Diskussionen zurück blicken, ob man in geschlossenen Gastro Räumen rauchen darf,
    wie wir es heute über die Gurtpflicht und die damaligen Grabenkämpfe tun.

    Selten hat das Wort Analogie so gepasst wie bei diesem Artikel, wenn auch natürlich die Details andere sind:

    Anschnallen bitte! - einestages
  7. #916

    Gastfreundschaft

    Zitat von Rainer Helmbrecht Beitrag anzeigen
    Sie stellen schon zwei Kriterien zur Diskussion, abgesehen von meinem Vaer, haben meine Frau und ich, schon vor vielen Jahren das Rauchen eingestellt. Allerdings war das zu einer Zeit, als Passivrauchen noch kein Thema war. Sondern aus Selbstnutz, das morgendliche Husten und die Fehlende Luft beim Dauerlauf.

    Allerdings hielt ich das als Grund für ausreichend. Genauso würde ich Nichtrauchern empfehlen Raucherkneipen zu meiden. Oder kann man diesen Selbstschutz nur beachten, wenn man anderen Menschen das Rauchen verbietet?

    Das mag etwas altmodisch klingen, wir halten Gastfreundschaft für etwas sehr wertvolles und würden uns schämen unsere Gäste vor die Tür zu schicken, um zu rauchen. Was nicht bedeutet, wenn jemand, z.B. als Asthmatiker unter diesem Rauch leidet, dass ich ihn dann einnebeln würde.

    MfG. Rainer
    In unserem Bekanntenkreis haben wir nur einige wenige, die Raucher sind. Zum Glueck haben die mittlerweile ein so gutes Benehmen, dass sie noch nicht einmal fragen, ob sie im Haus rauchen duerfen.
    Waere Rauchen heutzutage nicht eine 'anruechige' Sache, sondern eine 'Lebensphilosphie' ( wie hier von jemandem behauptet worden), waere das nicht so. Dann wuerde von uns Nichtrauchern ganz einfach aus 'Toleranzgruenden' erwartet, dass wir sang- und klanglos unter dem Qualm leiden. Was hat das mit Gastfreundschaft zu tun?
  8. #917

    Zitat von mundi Beitrag anzeigen
    Ich würde schon hinterfragen, wenn ein Besucher den Raum verlassen würde, um zu rauchen.
    Ist ihm das Rauchen wichtiger als meine Gastfreundschaft?
    Ist er etwa süchtig und hat schlimme Entzugserscheinungen, wenn er 1-2 Stunden nicht rauchen kann?
    Och, als ich noch rauchte, habe ich ganze Abende in fröhlicher Runde mit Rauchern verbracht und dass hat sich bis heute erhalten, obwohl die jetzt offensichtlich lieber vor der Tür frieren, als bei den sauertöpfischen Nichtrauchern zu bleiben. Ich habe sogar schon Nichtraucher unter diesen Rauchern gesehen, die lieber an der Unterhaltung teilnahmen.

    Ich würde auch keinen Rauschgiftsüchtigen Freund Ausgrenzen, eher einen notorischen Fremdgeher. der macht nämlich wirklich etwas kaputt;o).

    MfG. Rainer

    PS. Ich hatte noch nie ein fröhliches Beisammen sein, welches nach 1-2 Stunden beendet war. Na ja, kommt vielleicht noch, ich bin ja erst 70.
  9. #918

    Zitat von Reziprozität Beitrag anzeigen
    .........auf der Terrasse mit Blick auf Eiger, Mönch und Jungfrau (sofern die Fernsicht gut ist). Ich spendiere gern einen lokalen Grauburgunder oder einen Insel-Whiskey dazu. ;)
    Rezi, das sind ja auch besondere Angebote, der Blick auf eine Jungfrau würde mich auch verlocken können, auf die Zigarette zu verzichten;o).

    Aber ich rauche seit 40 Jahre nicht und die Jungfrauen werden immer kostbarer, schließlich müssen sie sich entscheiden, ob sie sich einem Raucher hingeben, oder einem Attentäter;o).

    MfG. Rainer
  10. #919

    Zitat von kugelsicher99 Beitrag anzeigen

    Und das nur weil jemand erwähnte, dass es schon jede Menge Fälle gegeben hat, wo die Anmerkung, dass hier ein NR Bereich, sprich geltendes Recht sei, im Krankenhaus mit z.T. schlimmsten Verletzungen geendet hat.
    (wer traut sich als erster sein klammheimliches Verständnis dafür zuzugeben?)
    Aber ich vergaß, wir Nichtraucher sind ja in unserem Gebaren die Verstrahlten.
    Meine Herren! Sie wollen die stumpfen Gewaltexzesse mancher Jugendlicher auf den Hinweis, nicht zu rauchen zurückführen? Denen gehts doch nur um Provokation. Jede Wette, daß die auch einen Hinweis, ihre Musik anderen nicht zuzumuten, zum Anlaß für eine Prügelattacke nehmen würden.
    Aber das (neben der stetigen Titulierung als asoziale "Suchtkranke") zeigt nur, wie unsachlich und bösartig die Antiraucher mit Hilfe des DKFZ geworden sind.
    Und diese übrigens zu widerlegen, ist gar nicht notwendig. Es ist wissenschaftlicher Usus, unwissenschaftliche Publikationen dieser Art nicht ernst zu nehmen. Hier übrigens mal eine wissenschaftlich objektive (und sehr große) Studie, die ihre "saubere" Tabakkontrolle bezeichnenderweise unter den Tisch hat fallen lassen... -wie so vieles, was ihrer Mission gefährlich werden könnte:
    Environmental tobacco smoke and tobacco related mortality in a prospective study of Californians, 1960-98 | BMJ
    Hieraus ergab sich nämlich kein signifikanter Beitrag des Passivrauchens bei Herz/Kreislauf und Lungenerkrankungen.








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