Herrenclub Hochschulspitze: Männlich, weiß und über 50

Die Studentenschaft wird immer bunter, doch die universitäre Chefetage ist vermackert,*blass*und angejahrt. Diversität hat an der Spitze der Hochschulen Seltenheitswert - und für Unis, die oben mitspielen wollen, wird der Mangel zum Risiko.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...769919,00.html
  1. #10

    Rollenverteilung

    Zitat von Niamey Beitrag anzeigen
    Die Mädels sollten mal wieder an Familie und Kinder denken, sonst brauchen wir bald keine Unis mehr in Deutschland....
    Fakt ist, dass Frauen mit der gemeinerweise zugeschriebenen Mutterrolle ganz gut klarkommen, wenn der Umgang oder Unterhalt mal strittig wird. Dann ist die klassische Rollenverteilung plötzlich Naturgesetz.
  2. #11

    Sexismus

    Zitat von Eckenbrüller Beitrag anzeigen
    Warum sollten Frauen denn nicht mitspielen? Nur weil sie weiblich sind? Dieser Sexismus ist zum Kotzen.
    Da haben Sie einen anderen Begriff von Sexismus als z.B. ich. Für mich ist Sexismus dann gegeben, wenn man die Zusammensetzung einer Gruppe nach geschlechtlichen Kriterien gestalten will. Eine solche Überlegung liegt vor, wenn man sagt, die Chefriege muß zu (etwa) gleichen Teilen aus Männern und Frauen bestehen.

    Nicht sexistisch wäre, zu sagen: Die Chefriege muß aus Leistungsträgern bestehen.

    Sie hegen das Vorurteil, Männer und Frauen seien gleichermaßen führungsbefähigt. Können Sie dieses Vorurteil nicht einmal infrage stellen? Halten Sie überhaupt für möglich, daß es sich um ein Vorurteil, um einen Glaubenssatz handeln könnte?
  3. #12

    Zitat von Student5 Beitrag anzeigen
    Da haben Sie einen anderen Begriff von Sexismus als z.B. ich. Für mich ist Sexismus dann gegeben, wenn man die Zusammensetzung einer Gruppe nach geschlechtlichen Kriterien gestalten will. Eine solche Überlegung liegt vor, wenn man sagt, die Chefriege muß zu (etwa) gleichen Teilen aus Männern und Frauen bestehen.

    Nicht sexistisch wäre, zu sagen: Die Chefriege muß aus Leistungsträgern bestehen.

    Sie hegen das Vorurteil, Männer und Frauen seien gleichermaßen führungsbefähigt. Können Sie dieses Vorurteil nicht einmal infrage stellen? Halten Sie überhaupt für möglich, daß es sich um ein Vorurteil, um einen Glaubenssatz handeln könnte?
    Natürlich war Niameys Beitrag sexistisch, wenn es da heißt: Müssen Frauen wirklich überall mitspielen.[sic] Der User möchte Frauen, nur weil sie Frauen sind, in bestimmten Bereichen außen vor lassen, sonst hätte er/sie diese Frage gar nicht erst formuliert. Nun haben Frauen aber die gleichen Rechte wie die Männer. Möchte man ihnen die nicht zugestehen, spricht man von Sexismus. Und ist es nicht sexistisch, dass ausgerechnet die Frauen wieder "an Familie und Kinder denken" sollten, nur weil sie eine Gebärmutter besitzen? Hier sollen Frauen wieder einmal ihrer "Pflicht" nachkommen - und als Basis wird ihr Geschlecht herangezogen.

    Sexismus: "Unter Sexismus versteht man die soziale Konstruktion von sexuellen Unterschieden zwischen Menschen und die daraus abgeleiteten Normen und Handlungsweisen. Der Sexismus unterteilt alle Menschen anhand ihrer biologischen Geschlechtsmerkmale in Frauen und Männer, unterstellt ihnen damit eine grundlegende Unterschiedlichkeit und weist ihnen auf dieser Basis unterschiedliche Rechte und Pflichten zu." (wiki)

    Ja, unsere Ansichten unterscheiden sich in der Tat, wenn Sie den Beitrag von Niamey nicht als sexistisch bezeichnen.

    Und Ihr Satz "Sie hegen das Vorurteil, Männer und Frauen seien gleichermaßen führungsbefähigt." ist nichts als eine dumme Unterstellung. Ich halte weder Männer noch Frauen pauschal für führungsbefähigt. Aber natürlich einzelne Menschen, egal, welchen Geschlechts sie sind. Es gibt sowohl Männer als auch Frauen, die in der Lage sind, einen Laden zu schmeißen. Beispiele gibt es genug. Wer das nur Männern zutraut, weil sie männliche Geschlechtsmerkmale aufweisen, ist eben sexistisch und mit Vorurteilen beladen.
  4. #13

    Sexismus

    Zitat von Eckenbrüller Beitrag anzeigen
    Sexismus: "Unter Sexismus versteht man die soziale Konstruktion von sexuellen Unterschieden zwischen Menschen und die daraus abgeleiteten Normen und Handlungsweisen.
    Die Konstruktion von sexuellen Gleichheiten dort, wo keine sind, kann man aber auch darunter verstehen. Es gibt eben keine abschließenden Definitionen; alles ist im Fluß.

    Da Sie eine Quelle (wiki) für Ihre Auffassung nennen, nenne ich Ihnen die für meine: http://sexistinnen-pranger.de/das-ist-sexismus.html
  5. #14

    Das Geschlecht der alleinigen Interpretationshoheit

    Feministen haben es zustanden gebracht durch ein Netzwerk aus Institutionen und Frauenclubs (Gleichstellungsbeauftragte, Frauenforschung, Genderkompetenzzentren) eine Lobby aufzubauen die einzigartig ist in der Geschichte der BRD. Die vorherschende Meinung zu bestimmen ist ein überwältigender Erfolg. Natürlich kann es keine objektive Sicht auf das Geschlechterverhältnis geben, aber Feministen ist es gelungen den alleingen Anspruch auf Interpretationshoheit in der veröffentlichten Meinung durchzusetzen. Beschimpfungen wie "vermackert" in dem Artikel belegen eindrucksvoll wie selbstverständlich das herabsetzen von Männern mittlerweile ist.

    Frauen wählen andere Berufe als Männer und erreichen dadurch in Studien immer wieder höhere Werte an Arbeitszufriedenheit. Sie haben auch deutlich sicherere Berufe, haben weniger Arbeitsunfälle. Während der Finanzkrise haben nahezu ausschließlich Männer in Deutschland ihren Arbeitsplatz verloren auch hier zeigt sich mehr Sicherheit für Frauen.
    Obwohl Frauen mit ihrer Berufs- und Karrierewahl geringere Durchschnittseinkommen erzielen erklärt uns die Marktforschung das sie über 70% der Kaufentscheidungen treffen. Frauen profitieren von den stressigen Jobs ihrer Männer also deutlich mehr als diese selbst. Frauen benötigen auch keinen hohen sozialen Status um einen Lebenspartner zu finden. Damit fällt ein Anreiz für gutbezahlte aber stressige Arbeit weg.
    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaf...lhaft-1.504999

    Männer hingegen stellen 95% der Gefängnisinsassen, über 90% der Obdachlosen, die Mehrheit der Alkoholiker, der Drogentoten, der Schullabbrecher, der Sonder- und Hauptschüler usw... Sie sterben deutlich früher und sind rechtlich in Bereichen wie dem Familienrecht noch immer nicht gleichgestellt.

    Da diese Menschen aber nicht zum Klientel der Genderspezialisten gehören werden sie auch nicht weiter beachtet.
    Jeder Unterschied zwischen den Geschlechtern wird als handfeste diskrimminierung angesehen wenn Frauen scheinbar weniger erfolgreich sind.
    Wenn Männer schlechter abschneiden wird dies von den selben Personen immer als privatverschuldet angesehen und relativiert, es gibt nicht eine nennenswerte Initiative um die Lebenssituation von Männern zu verbessern obwohl sie in den meisten Bereichen schlechter abschneiden.
    Das ist blanker Sexismus und muss auch so benannt werden.

    Warum besteht so ein frauenzentrierte Sicht auf das Geschlechterverhältnis? Weil ein archaisches Rollenverständnis davon ausgeht das Männer nicht zu weinen haben sondern funktionieren müssen, also den Mund halten sollen und sich nicht selbst bemitleiden dürfen, dies gilt als unmännlich.
    Frauen hingegen dürfen aufgrund des Rollenbildes auf sich aufmerksam machen und haben ein Anrecht darauf das Man(n) sich um sie zuerst kümmert (Frauen und Kinder zuerst).
    Deshalb denken Frauen auch nicht, das es in ihrer Verantwortung liegt sich in Führungspositionen vorzuarbeiten, sie glauben das es an bösen Männern liegt.

    Gerade Feministen tragen dieses uralte Rollenmuster fort weil es ihenen häufig nützlich ist.

    Fazit:
    Frauen müssen lernen, dass sie die Verantwortung für ihre Lebensentscheidungen tragen und nicht die Schuld bei irgendwelchen bösen Männern suchen die man praktischerweise für deren Versagen und das eigene verantwortlich machen kann.
  6. #15

    ...

    Diese ganzen tollen Beispiel von irgendwelchen Quotenerfolgreichen können doch nicht darüberhinwegtäuschen, daß hier nur eine Ideologie die andere ablöst. Man kann wenn man will jedes Argument in der Debatte umdrehen und ebenso positiv darstellen. Und das ist überhaupt das Problem. Es geht viel zu wenig um das, was die Leute fachlich leisten und viel zu viel um Fassade, Kosmetik, Schönes Aussehen usw. Früher haben Wissenschaftler vor allem nicht so viel Bohei um ihre Person gemacht (mit exzentrischen Ausnahmen, die schon wieder so ausgefallen waren, daß sie ihre Berechtigung hatten). Es gab durchaus Leute, die extrem kreativ waren und Fundamentales zum Fortschritt in ihrem Fach beigetragen haben ohne besonders viel zu publizieren, ohne sich ständig verkaufen zu müssen (das ist schon vom Wortsinne nah an Prostitution) usw. Doktorarbeiten mit ein paar dutzend Seiten waren teilweise die einzige Qualifikation, die noch Leute wie Heisenberg o.ä. auszeichneten. Formal jedenfalls. Was heute geändert werden müsste ist nicht der Zugang von Frauen, Indern etc. zu diesen Stellen, sondern allgemein der Zugang von qualifizierten Akademikern auf äquivalente Positionen, auf reine Lehrprofessuren z.B. ohne Verpflichtung zur Forschung (die Leute würden es trotzdem tun) usw. Das System ist vor allem nicht durchlässig und nicht flexibel und viel zu sehr undemokratisch und auf Vetternwirtschaft angelegt. Die ganzen Reden von inhomogenen Teams, die besonders kreativ seien sind empirischer Unsinn. Das kann so sein, wenn sich die richtigen Leute treffen, aber das entscheiden keine Universitätsplaner, ob sich das so entwickelt. In 99% der Fälle erweisen sich geplante Synergien als nutzlos. Man muß die Leute vor allem in Ruhe lassen und ihnen das Geld für Forschung zur Verfügung stellen, sich ansonsten aber raushalten, damit etwas entsteht. Dieses Gutmenschentum, das sich in Exzellenzinitiativen usw. ausdrückt, ist einfach nur zum Gehirnerweichen schrecklich.
  7. #16

    Durch die Brille betrachtet

    "Dieser Sexismus ist zum Kotzen."

    Genau. Männer haben Eigenschaften, zum Beispiel Führungsiegenschaften. Frauen sind alle gleich. Von Kind an werden Frauen durch die Brille der Verdurschschnittlichung betrachtet. Das Vorspielen hinter´m Vorhang bei Orchestern ist ein schlagender Beweis dafür, dass sogar Männer mit einem sehr guten Gehör sich verhören können, wenn sie eine Frau vor sich haben.
  8. #17

    Diskriminierung von Musikerinnen

    Hier noch ein Link zum Thema aktive Frauendiskriminierung in Orchestern. Das Thema ist deshalb so interessant, weil die Ungleichbehandlung in der Musik so offensichtlich aus völlig unsachlichen Gründen geschieht. In vielen Bereichen lässt sie sich viel schwerer nachvollziehen, weil schon die Anforderungen zum Beispiel an eine Führungsposition auch für männliche Bewerber schwer greifbar sind. Frauen lassen sich nicht mehr einreden, dass die geringe Zahl von Frauen in Führungspositionen ein Beweis für die generelle Umfähigkeit von Frauen ist. Ebensowenig lasse ich mir einreden, dass "Frauen für Führungspositionen geeignt sind." Wie sollten alle dafür geeignet sein? Es muss endlich zur Kenntnis genommen werden, dass Frauen individuell unterschiedlich sind!