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Herkunftsbezeichnung: Eine Posse Made in Germany

Die wichtigste Marke der deutschen Wirtschaft ist angeblich in Gefahr: Die EU-Kommission attackiere das Siegel "Made in Germany". Wirtschaftsverbände schreien auf, die Bundesregierung legt Protest ein. Doch in Wahrheit ist die Meldung nicht viel mehr als ein Missverständnis.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...809428,00.html
  1. #1

    Schade

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die wichtigste Marke der deutschen Wirtschaft ist angeblich in Gefahr: Die EU-Kommission attackiere das Siegel "Made in Germany". Wirtschaftsverbände schreien auf, die Bundesregierung legt Protest ein. Doch in Wahrheit ist die Meldung nicht viel mehr als ein Missverständnis.

    Herkunftsbezeichnung: Eine Posse Made in Germany - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Eigentlich hatte ich mich auf die Neuerung schon gefreut, wird dadurch doch so manche Mogelpackung entlarvt. Wenn Firmen meinen, günstig in Fernost zu produzieren um so deutsche Löhne zu entgehen, auf der anderen Seite aber die vermeintlich wertige deutsche Arbeit aufs Etikett drucken wollen läuft jedenfalls etwas nicht richtig.

    Das Siegel "Made in Germany" würde durch eine solche Aktion doch nicht attackiert, sondern im Gegenteil: aufgewertet!

    Das Ganze darf natürlich nur für den handwerklich-industriellen Produktionsprozess an sich gelten und nicht für die elementaren Rohstoffe eines Produktes, die teilweise in Deutschland ja gar nicht vorhanden sind.
  2. #2

    Es wäre ein Schritt hin zu ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die wichtigste Marke der deutschen Wirtschaft ist angeblich in Gefahr: Die EU-Kommission attackiere das Siegel "Made in Germany". Wirtschaftsverbände schreien auf, die Bundesregierung legt Protest ein. Doch in Wahrheit ist die Meldung nicht viel mehr als ein Missverständnis.

    Herkunftsbezeichnung: Eine Posse Made in Germany - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft

    ... mehr Ehrlichkeit.

    Wer in der Welt ein Produkt "Made in Germany" kauft, der sollte auch darauf vertrauen können, dass dies stimmt. Und dann sind 45% des wertes eher zu wenig.

    Hersteller von Qualitätsprodukten mit Produktionsstandorten in China oder anderswo verabschieden sich übrigends schon länger vom "Made in Germany", sie schreiben zum Beispiel "Made by Metabo" auf ihre Produkte.

    Das ist dann ehrlich.
  3. #3

    Schon lange eine Mogelpackung

    Auch wenn Waren nach deutschen Qualitätsvorgeben im Ausland gefertigt werden, sind sie eben nicht "Made in Germany".
    Bereits Anfang der 70er habe ich einen transportablen Philips-Fernseher als Fernost-Produkt entlarvt und mich beim Vorstand beschwert (ob da MiG draufstand, weiß ich nicht), aber die Tendenz war damals schon klar erkennbar. Die Antwort von Philips fiel sehr wolkig (siehe Satz 1) aus.
    Es wäre daher nur recht und billig, wenn die unter deutscher Flagge segelnden, hierzulande teuer verkauften Billigprodukte das werterhöhnde Label nicht länger mißbrauchen dürften.
  4. #4

    Zitat von Saïph Beitrag anzeigen
    Eigentlich hatte ich mich auf die Neuerung schon gefreut, wird dadurch doch so manche Mogelpackung entlarvt. Wenn Firmen meinen, günstig in Fernost zu produzieren um so deutsche Löhne zu entgehen, auf der anderen Seite aber die vermeintlich wertige deutsche Arbeit aufs Etikett drucken wollen läuft jedenfalls etwas nicht richtig.
    So pauschal auch nicht richtig, denn immerhin steht ja (wenn!) dahinter die gesamte Prozeßkette mit dem Qualitätsmamagement, Prüfung, Prozeduren, heimischen Ingenieuren mit notwendigem Fachwissen, etc. Nicht umsonst sind viele Ingenieure in China vor Ort, um genau das zu verbessern. Und genau deshalb werden sie auch als "Made in Germany" geschätzt.

    Das Material ist nicht alles. Und der Einzelne am Fließband, der es zusammenschraubt, auch nicht.
  5. #5

    Avanti dilletanti

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die wichtigste Marke der deutschen Wirtschaft ist angeblich in Gefahr: Die EU-Kommission attackiere das Siegel "Made in Germany". Wirtschaftsverbände schreien auf, die Bundesregierung legt Protest ein. Doch in Wahrheit ist die Meldung nicht viel mehr als ein Missverständnis.

    Herkunftsbezeichnung: Eine Posse Made in Germany - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
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    Toller Aufreger aber leider falsch. Avanti dilettanti, keine Ahnung aber davon viel. Schnell wieder die Panzer in die Unterstände zurück. Die Spiegel Ente hatte ja mehr Resonanz als die Meldung dass im Schloss Bellevue das Tafelsilber verbotsirrtümlich gewulfft worden sein soll.
  6. #6

    Missverstanden?????

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die wichtigste Marke der deutschen Wirtschaft ist angeblich in Gefahr: Die EU-Kommission attackiere das Siegel "Made in Germany". Wirtschaftsverbände schreien auf, die Bundesregierung legt Protest ein. Doch in Wahrheit ist die Meldung nicht viel mehr als ein Missverständnis.

    Herkunftsbezeichnung: Eine Posse Made in Germany - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft

    In meinem Beitrag um 12:45 war mir folgende Aussage wichtig:

    "Es kommt doch nicht darauf an, wo etwas hergestellt, zusammengeschraubt oder verkauft wird, sondern ob ich mich auf die Qualität, die ich erwarte, verlassen kann. Genau dies findet aber nicht mehr statt. In Deutschland ansässige Firmen lassen in Fernost produzieren, schlampen mit der Qualitätskontrolle (oder führen gar keine durch) und verramschen mit ihrem Firmannamen in Deutschland."

    Darauf Bezug genommen wurde wenig. Das Beispiel mit Trigema hat mir verdeutlicht, welchen Textilschrott wir hier angedreht bekommen. Die Qualität von Trigema hat mich erst nach mehrmaligem Gebrauch und mehrmaligem Waschen beeindruckt!!!!

    Nochmal: Die Qualitätskontrolle in Deutschland (um die Standards des jeweiligen Herstellers zu überprüfen) wird nicht durchgeführt. Es werden Artikel ausgeschrieben, in Fernost gefertigt, es erfolgt keine Qualitätskontrolle bei Abnahme, der Kunde stellt nach dem Kauf fest, welchen Schrott er angedreht bekam und lässt sich immer weiter betuppen. Offenkundig haben wir zuviel Geld in der Hand und wehren uns nicht gegen diese Machenschaften. Beispiele gefällig???: Aktionsware von Aldi (elektr. Zahnbürste, Bohrmaschine, Wetterstation, Stichsäge; Trolley), alles mindere Qualität, die alsbald kaputt war; Nike, K2, deren Produkte ebenfalls mangelhaft sind. Wenn schon Importe, dann knallharte Qualitätskontrolle. Wenn das die Anbieter beweisen, dann zahle ich gerne einen höheren Preis. Die gegenwärtige "Verarsche" kann ich nicht mehr ertragen.
    Vorschlag: "designed in germany, Compliance with Standards of Quality and fair trade by "Firma" z.B. Bosch, Fein, Metabo, Aldi, K2, VW usw.
    Bei dieser Eindeutigkeit ist es mir egal, wo die Teile herkommen und wo sie zusammengeschraubt werden. Made in Germany ist out.
    Mein letztes Erlebnis beim TÜV: Das ist ein Toyota, da brauch ich eigentlich nicht zu prüfen. Der ist OK! Das war für einen leidgeprüften, vormaligen, Renault- oder VW-Besitzer wie mich einigermaßen überraschend.
  7. #7

    Zitat von --_Der_Kleine_Prinz_-- Beitrag anzeigen
    Wer in der Welt ein Produkt "Made in Germany" kauft, der sollte auch darauf vertrauen können, dass dies stimmt. Und dann sind 45% des wertes eher zu wenig.
    Allerdings!

    Aber Ehrlichkeit ist ja in unserer Wirtschaft nicht gefragt, nur Gier, Gier, Gier… Da reicht es nicht, wenn man gute Gewinne einfährt. Nein, es muss jedes Jahr mehr Rendite sein (dass das nicht möglich ist, das sehen die millionenschweren Manager nicht).

    Und aufwerten? Ja sicher, die echten deutschen Produkte würden so aufgewertet (bzw. wieder in den alten Stand zurückversetzt). Aber all die firmen, welche die ganze Billigsch*** herstellen, würden ja dann nicht mehr ganz so tolle Profite (s.o.) machen…
  8. #8

    faende die neuerung gut...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die wichtigste Marke der deutschen Wirtschaft ist angeblich in Gefahr: Die EU-Kommission attackiere das Siegel "Made in Germany". Wirtschaftsverbände schreien auf, die Bundesregierung legt Protest ein. Doch in Wahrheit ist die Meldung nicht viel mehr als ein Missverständnis.

    Herkunftsbezeichnung: Eine Posse Made in Germany - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    ... denn mal ganz im ernst: wenn 90% der teile aus dem ausland kommen (vom billigsten anbieter) und dann lediglich in Deutschland zusammengeschraubt werden, dann sollte das eben nicht "made in germany" heissen.

    da sind manche firmen auch ehrlicher.... Apple schreibt klar drauf "designed in california. assembled in china". also ist klar, dass forschung, design und entwicklung in den USA sind, die fertigung aber in China erfolgt.

    "made in germany" hat fuer mich nach wie vor einen guten ruf, speziell bei maschinen / werkzeugen. eine werkzeug aus billigsten "made in china" gussteilen (am besten noch schlechtes MIM) welches lediglich in deutschland zusammengebaut wurde, sollte nicht den siegel "made in germany" bekommen. denn der zusammenbau von vorgefertigten teilen ist wie gesagt das kleinste problem. andersherum waere es mir dann noch lieber wenn chinesen ein werkzeug aus hochwertigen deutschen teilen zusammenschrauben wuerden....
  9. #9

    Zitat von Hajojunge Beitrag anzeigen
    Bereits Anfang der 70er habe ich einen transportablen Philips-Fernseher als Fernost-Produkt entlarvt und mich beim Vorstand beschwert (ob da MiG draufstand, weiß ich nicht), aber die Tendenz war damals schon klar erkennbar. Die Antwort von Philips fiel sehr wolkig (siehe Satz 1) aus.
    Ich weiß nicht, ob auf Ihrem Fernseher seinerzeit "Made in Germany" stand, aber Philips ist eigentlich schon immer ein niederländisches Unternehmen gewesen. ;)


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