Die wichtigste Marke der deutschen Wirtschaft ist angeblich in Gefahr: Die EU-Kommission attackiere das Siegel "Made in Germany". Wirtschaftsverbände schreien auf, die Bundesregierung legt Protest ein. Doch in Wahrheit ist die Meldung nicht viel mehr als ein Missverständnis.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...809428,00.html
Das Label "made in Germany" hat in letzten Jahrzehnten Weltweit massiv an Ansehen eingebuest, durch immermehr minderwertige Produkte auf denen denoch irgendwie "made in Germany" draufsteht.
Um namen zu nennen, ich wurde im Ausland schon haeufiger bzgl. Becks gefragt ob DASS den das legendäre dt. Bier sein soll. VWs sind zu pannenanfaellig.
Würde die Bundesregierung des Export minderwertiger Waren gesetzlich einschränken, würde das Kurzfristig unseren Export schwächen - womit wir vielen Ländern sehr entgegenkämen - langfristig aber gewaltig stärken.
Warum erst die EU-Kommission das Vorschlagen muss und die Bundesregierung da nicht selber draufkommt... neija beim Verbraucher und Mutter-schutz, vielen Grundrechtsfragen isses das selbe. Die Bundesregierung brauch Arschtritte aus Brüssel.
wenn die Jobs bei den Zulieferern im Ausland mindestens deutsche-Standards erfüllen(soziales,frauenrechtem,Arbeitnehmerrechte ,Ausbildung....),dann könnte die deutsche Wirtschaft sogar Entwicklungshilfe kassieren ,falls sie erhöhte Kosten für das Label in Ausland hätte..............irgendwas kriegt man das hin.
Deutsche Firmen könnten global tolle Angebote bekommen wo sie sich niederlassen könnten weil das garantiert soziale Entwicklung für eine Region bedeuten kann.Sp was sollte auch Made in Germany bedeuten
Ich arbeite selbst in der Industrie und sämliche Teiler werden aus dem Ausland beschaft, dies fängt bei den kleinsten Muffen und 1" Verschraubungen an, den alle Lieferanten von uns beziehen die selben Teile exakt aus den selben Ländern China.
Deutschland produziert nur als Endmonteur, einzig der Wertschöpfung ist das Label "Made in Germany" zuverdanken. Als Faustregel galt wenn mehr als 60% Wertschöpfung an einem Standort statgefunden hat darf man das Label "Made in..." führen. Wertschöpfung gleich die differenz des bewerteten AUfwandes in relation des bewerteten Ertrages.
Produced in Germany, wäre wohl treffender.
Das Problem ist halt, dass sich schon dieser Punkt wohl nicht wirklich eindeutig aufschlüsseln lässt.
Wenn ich ein Rohstoff-Halbzeug kaufe, dann steckt auch da schon Wertschöpfung drin... ja selbst wenn ich nur "Metallerz" kaufen würde, steckt auch da schon Wertschöpfung durch den Abbauprozess drin.
Und welchen Preis lege ich dann zugrunde? Kaufe ich von einem Anbieter aus Australien, unterscheidet sich der Preis schon von einem Anbieter aus Südamerika. Noch dazu schwanken Rohstoffpreise ziemlich stark... bis ein wirkliches Endprodukt verkauft wird, dürften die enthaltenen Rohstoffe schon vollkommen anders bewertet sein, als zu ihrem Verkauf.
Das dürfte eine klare und nachvollziehbare Aufschlüsselung in Rohstoff und Wertschöpfung schwierig, wenn nicht sogar so aufwändig machen, dass es schlichtweg Irrsinn wäre.
Der deutschen Wirtschaft oder der EU? Was für eine dumme Frage. Wer der EU traut, dem haben ich ganz günstig griechische Staatsanleihen zu tollen Rediten zu verkaufen. Null Ausfallrisiko, denn es Griechenland hat sich ja an die EU Konvergenzkriterien gehalten.
Drum trau nicht den Eurokraten!
Label vorne und die Etikette hinten sind deutsch, da soll es "Made in Germany" sein dürfen? Ha Ha Ha. Bei der Posse die hier gespielt wird verliert nur der Kunde, er bekommt ein "Asiat in Deutschpelz". Made In darf nur auf Produkte die wirklich dort hergestellt wurde.Daher können heute Produkte auch dann mit dem Label "Made in Germany" gekennzeichnet werden, wenn sie zu mehr als 90 Prozent im Ausland gefertigt, aber zuletzt in Deutschland bearbeitet wurden.
Das Problem ist vielschichtig. Ich habe eine kleine produzierende Firma. Nach erstem Eindruck kann ich besten Gewissens sagen, dass meine Produkte "made in Germany" sind (ich schreibe das auch auf die Produkte). Aber wenn ich mir meinen Einkauf ansehe, dann ist zwar vieles vom regionalen Zulieferern, aber letztlich eien ganze Menge auch nicht. Es ist schlicht nicht von deutschen Firmen zu den gewünschten Parametern (und damit meine ich nicht den Preis) zu bekommen. Zumal ich häufig nicht weiß wieviel von den Zulieferen und Halbzeigen wirklich genuin deutsch sind. Ich beziehe z.B. Metallhalbzeuge aus dem Sauerland. Aber woher weiß ich, ob deren zugelieferte Bleche aus D. oder sonstwoher kamen? Wie deutsch ist mein deutscher Zulieferer also? Wie deutsch sind meine Produkte wenn ein Halbzeug aus sonstwo kommt, aber meine Gerätekomposition nunmal hier erdacht und zusammengesetzt ist?
Also grundsätzlich befürworte ich, wenn offensichtlicher Etikettenschwindel mit dem "made in Germany"-Label eingedämmt wird, aber die Frage der Wertschöpfung ist dabei alles andere als trivial.
Ich als kleiner Krauter bin bei meinen Produkten extrem weit mit dem Wertschöpfungsbereich in Dtl., aber genau beziffern kann ich das eigentlich nicht.
Ich bevorzuge übrigens deutsche Zulieferer aus zwei Gründen: Verantwortung für die regionale Wirtschaft und einfachere Kommunikation. Ich habe durchaus deutlich günstigere Angebote von chin. Zulieferern ausgeschlagen.
Ich bin ebenso entsetzt. Wie kann Spiegel Online und alle anderen Medien, so etwas ungefiltert übernehmen? Hier geht es doch nicht um Made in Germany! (Made in Germany - Ursprungsbezeichnung und Qualitätsbegriff - IHK Region Stuttgart)
Sondern es geht darum, ob die Industrie sogenannte Listenregeln anwenden soll, damit handelsrechtliche Warenursprünge(!) vergleichbar gehandhabt werden können. Hinter diesen handelsrechtlichen Ursprüngen hängen verschiedene wirtschaftspolitische Maßnahmen.
Die EU hat Leitlinien zur Bestimmung des handelsrechtlichen Ursprungs (auch nicht präferenzieller Ursprung) erlassen. Die Industrie will diese nicht anwenden, da zu aufwendig. Also wird die DIHK beauftragt entsprechende Lobbyarbeit zu betreiben, bisher wenig erfolgreich. Also überlegt man sich wie man das Thema der Masse beibringen kann (das Thema an sich ist sonst zu unsexy)...Made in Germany versteht jeder. Der Reflex funktioniert.
Die meisten Aussagen im Artikel sind schlichtweg falsch.
Schade.
ps.
Übrigens gibt es noch den sog. präferenziellen Ursprung. Und ist anders zu bestimmen als "Made in" und der nichtpräferenzielle Ursprung.
pps. in der Welt der Arbeitsteilung ist es übrigens sehr naiv zu denken, dass man "Made in Germany" heute noch wörtlich nehmen kann.