oder wer sonst in der Regierung meint den Bürger bevormunden zu müssen, es nicht den Eltern überlassen wie sie ihre Kinder erziehen wollen.
Ich verstehe es nicht.
dapdDas geplante Betreuungsgeld sorgt für Zoff in der Union: 23 Abgeordnete machen gemeinsam Front gegen die Herdprämie - ohne sie hätte die Koalition keine Mehrheit im Bundestag. CSU-Generalsekretärin Dorothee Bär kritisiert den Widerstand dennoch als "sinnloses Aufbäumen".
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...825085,00.html
oder wer sonst in der Regierung meint den Bürger bevormunden zu müssen, es nicht den Eltern überlassen wie sie ihre Kinder erziehen wollen.
Ich verstehe es nicht.
Ihrem Kommentar ist eigentlich nichts hinzuzufügen, außer vielleicht:
- es ist schon erstaunlich, dass augerechnet die FDP, die sonst immer von Eigenverantwortung faselt, die Kindererziehung unbedingt in den Händen des Staates wissen will. In Wirklichkeit möchte man doch nur die Kindererziehung dem heiligen Wirtschaftswachstum opfern.
- das stets als Vorbild gepriesene Frankreich hat die höchste Selbstmordrate in Westeuropa und eine horrende Jugendkriminalität. Für letztere sollen die nordafrikanischen Einwanderer verantwortlich sein. Tatsächlich verursachen sie sicherlich die gesunden französischen Geburtenraten (nach dem Algerienkrieg gab es großzügig französische Pässe). Diesem Fruchtbarkeitswunder liegt allerdings ein Familienmodell zu Grunde, das kaum einem der Gegner des Betreuungsgeldes gefallen dürfte.
Entschuldigung - aber wir sollten schon bei der Wahrheit bleiben. Fakt ist, es müssen immer mehr arbeitende Menschen zusätzlich aus den Sozialkassen versorgt werden. Das nützt aber leider nicht wirklich diesen arbeitenden Menschen, denn die kommen dadurch auch nicht aus der Lebensarmutsfalle heraus - aber es nützt den Ausbeutern, die diese Menschen für ihre Arbeit nicht angemessen entlohnen müssen. Wir subventionieren mit H4-"Aufstockung" also nur den Profit der ohnehin schon reichen Oberschicht. Wem man von diesem arbeitenden Prekariat jetzt noch Geld verspricht, wenn er seine Kinder nicht in staatliche Obhut geben will, der nimmt logischerweise lieber das Geld.
Den Gutbetuchten Elternhäusern dürfte die Herdprämie ziemlich schnuppe sein, die investieren sowieso erheblich höhere Summen in den Nachwuchs. Und gerade diese Eltern sind es, die ihre Kinder in die Kindergärten schicken.
Wer in den Kitas fehlt, dass sind die Kinder aus prekären Elternhäusern. Und dieser Effekt dürfte sich mit der Herdprämie eher noch verstärken.
Sie sprechen ja gleich eines der Hauptprobleme an: In der heutigen Krippen und Kindergartenlandschaft gibt es keine Strukturen, die Kinder in den prägenden Jahren zuverlässig davor bewahren, Bezugspersonen zu verlieren. Gruppenwechsel, Urlaube und Kündigungen der Erzieherinnen verstören die Kleinen nachhaltig.
Wie nachhaltig, können Sie in einem Memorandum der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung nachlesen.
Psychoanalyse Aktuell - Krippenausbau
Wenn es um das sich entwickelnde seelische Gleichgewicht von Kindern geht, habe ich für Rollenbild-Diskussionen wenig Verständnis.
So muss ich auch Ihrem Hauptschluss widersprechen: Der Staat hat die Familienform zu fördern, der Kinden den zuverlässigsten Rahmen bietet, ihre frühesten Entwicklungsaufgaben erfolgreich zu meistern.
Es verbietet sich meiner Meinung nach von selber, die zukünftige geistige Autonomie und das zukünftige Wohlbefinden abhängiger Kinder gegen heutiges Wirtschaftswachstum - ja selbst gegen heutige Selbstverwirklichung - einzutauschen.
Von einer "Herdprämie" zu sprechen, zeigt nur, wie wenig man das Thema durchdrungen hat oder wie wenig Bedeutung man ihm beimisst.
Wenn dann beide Eltern von der Erwerbsarbeit gestresst sind und das Kind von früh an in strengen Zeitpläne gepresst wird, ist der kindlichen Erkenntnis, nur eine Nebensache zu sein Tür und Tor geöffnet - mit entsprechenden Auswirkungen auf das Selbstwertgefühl bis hin ins hohe Alter.
Wer will denn hier wen "bevormunden"? Es geht doch einzig und allein darum, ob ein bestimmter Erziehungsentwurf (Mutter bleibt zuhause und betreut die Kinder) finanziell bevorteilt werden soll oder nicht.
Mit oder ohne "Herdprämie" steht es allen Eltern bis zum Beginn der Schulpflicht völlig frei, wie und wo sie ihre Kinder tagsüber unterbringen bzw. betreuen.
Es bestehen allerdings begründete Zweifel daran, ob ein solches Betreuungsgeld nicht materiell falsche Anreize setzt, nämlich dort, wo es für das geistige Kindeswohl deutlich besser wäre, früh in einer Gemeinschaftseinrichtung Sprachkompetenz und andere elementare Fähigkeiten zu erlernen, die es in einem Migranten- bzw "Prekariats"-Elternhaus so nicht vermittelt bekommt - Pro7 und RTLII haben da nicht gerade so ihre Kernkompetenzen... ;-)
... ist denn dieser Beitrag! Warum kann man in Deutschland die Frage der Kinderbetreuung eigentlich nicht sachorientiert diskutieren? Letztlich muss jeder für sich entscheiden, wie das eigene Kind betreut wird. Es geht auch wirklich nicht immer um die (bevorzugte) Karriere, sondern häufig auch um die Notwendigkeit eines zweiten Gehaltes. Und selbst wenn nicht! Die Bemerkung, dass der, der sein Kind liebt, zu Hause betreut, ist anhand der Realitäten eine absolute Frechheit! Ich liebe mein Kind über alles undhabe es "dennoch" in einer Krippe. Sie liebt es dort und sagt jeden morgen nach dem Aufstehen dauernd Kita Kita. Und die gesicherte wissenschaftliche Erhebung zum Schaden von Krippen möchte ich gerne mal sehen.
Ich meine dennoch, dass man,wenn man kann und möchte, sein Kind auch zu Hause betreuen kann. Jeder wie er meint. Nur das Vorverurteilen anderer Modelle von Leuten wie Ihnen nervt so unendlich.
Und eine Ungleichbehandlung- so das Argument der Befürworter des Betreuungsgeldes - sehe ich nicht. Ich bekomme zwar einen Zuschuss zu meinem Platz; zahle im Gegensatz zu nicht arbeitenden Müttern aber Steuern und trage meine Krankenversicherung selbst und bin nicht über meinen Mann versichert!
Danke, wenn man die Diskussionen verfolgt könnte man wirklich meinen, alle Kinder seien zuhause hochgradig gefährdet. Mit oder ohne dieses Geld wird mein Sohn nicht in den Kindergarten gehen bevor er drei ist. Da wir beide deshalb nur noch in Teilzeit arbeiten können, wäre diese "Herdprämie" uns sehr willkommen. Kinder sind nämlich nicht nur fantastisch sondern auch teuer. Auch wenn ich es kaum fassen kann, mal mit der CSU einer Meinung zu sein.
Die Effekte dieser Maßnahme sollte man nicht überschätzen.
Aber ein Effekt wird sicher sein dass Menschen die jeden Euro umdrehen müssen, natürlich gerne die Prämie mitnehmen. Und gegebenenfalls also darauf verzichten ihr Kind in einen pädagogische Einrichtung zu bringen.
Da baucht man auch gar nicht diese abstoßenden Klischees von der "Unterschicht" zu bemühen, die leider - Zeichen kultureller Verwahrlosung der angeblichen Ober-Mittelschicht, parkettfähig geworden sind.
Das Ganze ist ein simpler und unwiderstehlicher Anreiz. Völlig falsch handwerklich gemacht also!
Die Einkommensstarken aber bekommen noch ein hübsches Bätzchen obendrauf. Wozu eigentlich? Seit Bestehen der BRD kam niemand auf diese abstruse Idee zu belohnen weil man ein Kind zuhause erzieht. Man darf gespannt sein was noch für kreative Ideen kommen. Vielleicht bekomme ich ja auch etwas ab, zb. für den sonntäglichen Kirchgang. Ich melde mich freiwillig.
Offenbar hat man eine Milliarde um sie mal ebenso zu verteilen, nur damit irgendwelchen römisch-katholischen Befindlichkeiten gebauchpinselt werden, vermutlich.