Herdprämie: Bundesregierung wehrt sich gegen OECD-Kritik an Betreuungsgeld
dapdSchwarz-Gelb zeigt sich von der Kritik der OECD am Betreuungsgeld unbeeindruckt: Eine entsprechende Studie der internationalen Organisation sei schlicht nicht relevant. Die Untersuchung hatte ergeben, dass die sogenannte Herdprämie vor allem Migrantinnen vom Arbeitsmarkt fernhält.
In Deutschland wird das gemacht, was die CSU-Troika aus Seehofer, Söder und Dobrindt wollen und sei es noch so unsinnig. Demnach bestimmt in Deutschland eine Partei, die bundesweit einen Stimmenanteil von ca. 6% repräsentiert, die Richtlinien der Politik. Bravo!
eine schlechte Entscheidung. Es steht außer Frage fest,dass es für die Kinder besser ist unter ihres Gleichen in einer Krippe oder in einen Kindergarten ihre Entwicklung zu forcieren.Ihre Eltern,Omas und Opas sind mit der sinnvollen Beschäftigung vielfach überfordert. Die Summen für das Betreuungsgeld sollten für die Bereitstellung dieser öffentlichen SDtellen bereit gestellt werden. Die hier versuchen Politik zu machen haben von der Kinderentwicklung keine Ahnung.
...Herdprämie, leider noch immer ein diffamierender Begriff, der dem eigentlichen Thema absolut nicht gerecht wird und jedwede Diskussionen in Lager teilt.
PS: Bin nach langen Überlegungen und zahlreich gelesenen Informationen zum Thema inzw. gegen das Betreuungsgeld. Vor allem der Begriff Herdprämie hat mich zu dieser Erkenntnis bewogen.
Und ich bin dankbar, dass meine Kinder längst dem Kitaalter entwachsen sind. Womöglich hätte ich mich als junge Frau völlig verunsichern lassen und es gäbe statt der 5 nur 1 Kind.....
Herdprämie wäre ein guter Begriff.... für Menschen, die noch selbst kochen, kann man ja auch mal diskutieren ;)
Als langjährige Spiegel(print)leserin ärgere ich mich sehr über solche absichtlich, immer wieder aufgegriffenen und genauso abgedroschenen Begriffe wie eben "Herdprämie", sehr!
Deutsche Frauen kriegen Geld um nicht arbeiten zu gehen...
Das wundert einen schon!
Deutschland fordert grosspurig die anderen EU Länder auf, MEHR zu arbeiten.
Die Herdprämie sorgt bei uns genau dafür, das weniger Frauen in Jobs kommen - damit weniger Rentenansprüche erwerben etc.
Das Koalitionsgeschachere (Betreuungsgld der CSU gegen den Zuschass zu Zusatzkrankenversicherungen der FDP) zeigt nur das Merkel ihre Truppe nicht im Griff hat.
Der Basar ist eröffnet bzw. der Stimmenkauf für 2013.
Die OECD hat mit ihrer Kritik Recht, das ist mehr als offensichtlich. Zudem trifft das Argment der "Wahlfreiheit" einfacch nicht zu. In Deutschland haben die meisten Eltern keine Wahl, einfach weil es viel zu wenig Kitaplätze gibt. Miriam Gruß erklärt das hier http://www.atkearney361grad.de/2012/06/12/das-betreuungsgeld-schafft-keine-neue-wahlmoglichkeit/
Mit der sog. "Herdprämie" wird vor allem Kindern von Migranten und andere sozial benachteiligten Schichten die Chance zur Entwicklung und Festigung von Sprachkompetenz und Sozialverhalten genommen. Aber beides ist für Bildung und Berufsausbildung unverzichtbar.
Schlimm, dass solche Risiken für die Zukunft unserer Kinder entgegen jeder Vernunft und allein aus parteipolitischen Gründen in Kauf genommen werden. Im übrigen ist die viel beschworene "Wahlfreiheit" angesichts der verfügbaren Kita-Plätze eine Farce.
Die OECD kritisiert, aber unsere Damen und Herren Politiker wissen wieder einmal alles besser.
Die sog. “Wahlfreiheit” existiert doch allein schon durch das Ehegattensplitting nicht – insbesondere bei ungleichen Einkommen zwischen Mann und Frau. Jetzt wird die Wagschalge noch weiter Richtung “Frau bleibt zu Hause” gezogen. Zweitens ist es einfach nur Blödsinn eine Nicht-Inanspruchnahme von irgendetwas zu belohnen – das führt den gesamten Sozialstaat ad absurdum (oder bekomme ich Nicht-Autobahn-Nutz-Geld, Nicht-Freibad-Nutzgeld oder Nicht-Stadtbücherei-Besucher-Geld? Denn all diese Leistungen werden auch vom Staat subventioniert)
Drittens setzt das Geld an der falschen Stelle an, denn keine Akademikerin mit Karriere verzichtet wegen (sorry lächerlichen) 150 Euro auf den Krippenplatz. Nein es kommt nur zu MItnahmeeffekten von denjenigen, die sowieso zu Hause geblieben wären.
Bleibt nur zu hoffen, dass noch irgendjemand zu diesem Thema zur Vernunft kommt, bzw. eine der angestrebten Verfassungsklagen greift.