Zitat von
erhardstammberger
... lieber SPIEGEL ONLINE, dasss es auch sachlich geht, ohne DDR-Verunglimpfung wie in dem letzten Artikel. Mit dem habt Ihr dem Ziel einer Landbrpücke einen Bärendienst erwiesen.
Wenn jetzt die Beiträge pro - contra auch noch in eine sachlichere Richtung marschieren würden.
Das "Problem Helgoland" ist aber sehr vielschichtiger, vom Denkmalschutz über den knappen Wohnraum und die Schiffsanbindung (die manchmal sogar im Sommer bei Schlechtwetter gekappt ist) bis hin dazu, dass auch andere deutsche Inseln in weniger extremer Lage Einwohner verlieren. Ein Gymnasium wird es z.B. auf Helgoland sicherlich auch nicht nach einer Erweiterung geben.
Entwicklungsperspektiven für die Insel gibt es in jedem Fall, egal wie die Abstimmung morgen ausgeht. Sie sehen nur unterschiedlich aus. Aber weder muss die Erweiterung in "Dubai II" münden noch das Nein dazu zwangsläufig im weiteren Niedergang Insel.
Im Übrigen ist die Behauptung, dass eine Landbrücke den Zustand bis 1720 wieder herstellen würde, nicht ganz unumstritten. Der Charakter der Landverbindung war damals ein völlig anderer. Auf dem "Witte Kliff" wurde nicht gewohnt, sondern Kalk gebrochen, vermutlich war deshalb auch die Landverbindung so instabil, dass sie im Sturm brach.
Als jemand, der sich seit vielen Jahren intensiv mit Helgoland beschäftigt, würde ich für die Erweiterung plädieren, allerdings nicht mit der auf den Bildern enthaltenen Verlängerung der einen Landebahn an den Südstrand der Düne, und mit klaren Regeln für den Erhalt der herrlichen Natur auf der Düne.