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Helferkrankheiten: "Schwäche ist tabu"
Ob Arzt, Krankenschwester, Altenpfleger oder Therapeut: Menschen in helfenden Berufen leiden besonders häufig unter stressbedingten Krankheiten. Das liegt an Mängeln im Gesundheitssystem, aber auch an den Helfern selbst.
http://www.spiegel.de/karriere/beruf...763522,00.html
- #10 29.05.2011 22:59 von wander
generell
Wie subkultiviert muss eine Gesellschaft sein, damit sie die körperliche Unversehrtheit zur Ware pervertiert?
- #11 29.05.2011 23:57 von
Nachdenken..
Sorry, aber so kann eigentlich nur jemand reden der von der Materie keine Ahnung hat, oder die Klienten als Material betrachtet.
Natürlich kann man es sich so einfach machen und sagen das Pflegepersonal hätte selbst schuld. Aber was wäre die Konsequenz würde man "Dienst nach Vorschrift" machen?
Man würde sein eigenes Dilemma verlagern auf die, die sich gar nicht wehren können.
Und um dies abartig zu finden brauchts kein Helfersyndrom, sondern lediglich ein humanistisches Verständnis.
und nein, das ist kein Alleinstellungsmerkmal religiös basierter Einrichtungen, im Gegenteil. Besonders schlimm ist es in Einrichtungen, die von vornherein aus wirtschaftlichen Erwägungen heraus aufgebaut wurden. Man schaue nur in die Häuser der "S++++++"-Gruppe..
Anstatt dem Personal derart einen vor den Bug zu schiessen stünde es manchem gut zu Gesicht seinen Arsch hochzukriegen und das Gesocks, daß in gesundheitpolitischen Dingen richtungsweisend ist in denselben zu treten. - #12 30.05.2011 00:45 von
Ich bin dann mal weg!
Die fünf Jahre in Deutschland haben gereicht, ich habe schnell begriffen wie der Hase läuft, "Ausbeutung" ist noch das freundlichste was mir dazu einfällt. Leider besteht unter den den Helfenden eine Mentalität, die es den wenigsten zulässt sich gegen die Missstände zu wehren. Alles was man ihnen hinwirft wird dankend geschluckt. Wer es wagt sich zu beklagen oder gar die Missstände anzubrangern wird zur "persona non grata" sogar unter den Kollegen. Von allen Seiten wird aufs Pflegepersonal eingedroschen, Patienten, Angehörige, Ärzte, Krankenkassen, Pflegekassen, sogar die eignen Familie, welche man kaum ernähren kann. Sollen die Deutschen sich doch selbst aus der Scheiße ziehen, engagierte Pfleger hat dieses Land nicht verdient.
Ich habe mein Glück im Ausland gesucht und gefunden, Anerkennung, ordentliche Bezahlung und wirkliche Aufstiegschancen. Ich mag meinen Beruf, vor allem weil auch mir etwas bringt. - #13 30.05.2011 08:01 von
Die folgenden Fehler traten bei der Verarbeitung auf:
Zumindest in der Krankenpflege ändern sich die Zeiten langsam. Es gibt einfach zu wenig Leute. Die Zulassungskriterien zur Ausbildung wurden schon von Real- auf Hauptschulniveau gesenkt.
Dabei sprach man vor nicht langer Zeit noch von Akademisierung (was auch mein Weg sein wird, mit nem Bachelor of Science of Nursing).
Aber auch das reicht ja nicht. Ich als Krankenpfleger mit Berufserfahrung auf ner neurochirurgischen ITS kann mir meinen Arbeitsplatz mittlerweile eher aussuchen, u.A. nach dem Kriterium wie die Personalbesetzung auf den Stationen ist.
Für die Kollegen die auf unterbesetzten Stationen arbeiten, jahrelang schimpfen, und doch nichts ändern, hab ich aber dann auch kein Verständnis. Für Krankenpfleger mit Berufserfahrung gibts auch bessere Stellen. Die Umfrage bedeutet ja auch, dass 2/3 sich nicht überlastet fühlen. Was mir mittlerweile auch wieder so geht. - #14 30.05.2011 08:11 von
Traurig aber wahr
Meine Frau ist OP-Schwester und sie liebt diesen Beruf.
Sie hat auch dieses schwachsinnige Bedürfnis "helfen" zu müssen ... Naja.
Sie arbeitete in einem Haus der Verteidigung mit Vollversorgung .
Also Kohle da ohne Ende sollte man meinen. Dieser Krankenhaus-Standort wird auch demnächst privatisiert und Ärzte, Professoren, Schwestern suchen jetzt schon das Weite.
Es ist für mich persönlich unfassbar daß meine Maus in den letzten 3 Jahren 24 Stunden durchgearbeitet hat. Ich meine durcharbeiten und nicht auf dem Hintern sitzen, Kippe rauchen und eine DVD glotzen ! Und das jede Woche mindestens einmal. Oft genug auch zweimal.
Auch hat sie mir von dieser 3-Klassen Medizin schon erzählt:
1. Du kennst einen Arzt/Chirurgen
2. Du bist privat versichert
3. Du bist ein Kassenlümmel
Letztes Jahr hat sie endlich gekündigt und ist jetzt in einem viel, viel kleineren Haus und verdient mehr als vorher ! Dieses Haus wird vom Landkreis bezahlt.
Aber all` diese Uniklinken ... furchtbar.
Kein Wunder das Deutschland eine der höchsten Sterbequoten von Krankenhauspatienten hat. Weltweit !
Ich möchte gerne diese Krankenkassen-Bosse und Gesundheitsministerium-Fuzzis treffen ... nur einmal ... - #15 30.05.2011 08:52 von
Ausgeschlafene Ärzte
Noch vor 5 - 7 Jahren war es ein Presse Hit! Seit der Einführung des neuen Arbeitszeitgesetzes habe ich als Oberarzt mit 36-jährigen Erfahrung noch nie so wenig geschlafen, noch nie so viele unbezahlte und nicht in Anspruch genommene Überstunden, die ich nie nehmen kann ( Personalmangel) und noch nie so viel gearbeitet wie jetzt.
- #16 30.05.2011 09:25 von
Selbst ist der Mensch
Es wird bestimmt NIEMALS ein netter Brief im Postkasten landen, in dem geschrieben steht:
"Vielen lieben Dank, dass Sie sich für unser Unternehmen gesundheitlich so nett ruiniert haben..."
Also: Wenn´s reicht, dann reicht es! Ich habe gekündigt! Im Bereich der PFLEGE wird sich das Rumhacken auf Kollegen und Untergebene NIEMALS mehr ändern. Also kehrte ich dem ganzen Saustall den Rücken und gehe lieber noch in Ruhe PUTZEN.
Gruß an Alle
Pflegeengel - #17 30.05.2011 09:31 von
- #18 30.05.2011 13:12 von
- #19 30.05.2011 16:24 von Berta
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