Zitat von
MKasp
... Sie schließen quasi eine Wette ab: Steigt der Gaspreis über den per Vertrag dann für 12 Monate fixierten Preis, oder nicht?
Und wer glauben Sie gewinnt die Wette dann?
Richtig, der besser Informierte.
Der, dessen Prognosen eher richtig sein werden.
Sind Sie das - als Privatverbraucher? Darf ich Sie jetzt mal - im Vergleich zu den Experten auf der anderen Seite, die für ca. 100.000 Euro Monatsgehalt 80 h / Woche, nahezu 24 h/7 Tage das Thema beackern - als blutigen Laien bezeichnen?
Hinzu kommt noch ein weiterer Trick: Der Zeitpunkt des Vertragsschlusses wird regelmäßig um entscheidende Monate hinausgezögert. Sie erhalten Ihren "Vertragsantrag" ca. Ende Juli 12 und versenden ihn begeistert. Angenommen wird Ihr "Antrag" sehr viel später. Dadurch gewinnt die Gegenseite wichtige Zeit. Aber Sie können sicher sein: Sehen Sie im, sagen wir, Oktober 12, morgens die Schlagzeile "Krise in Nahost endgültig beigelegt - Energiepreise sinken dauerhaft!", haben Sie bereits mittags die "verbindliche Annahmeerklärung Ihres Energieversorgers" im Briefkasten und sind auf die hohen Sondervertragspreise für 12 Monate festgenagelt. Sehen Sie dagegen Ende Oktober 12 die Schlagzeile "Krise in Nahost spitzt sich zu. Energieriesen warnen vor Auswirkungen auf den Energiepreis.", dann verzögert sich die Annahme Ihres Vertrages unerklärlich. Und im Januar erhalten Sie dann die lapidare Nachricht, dass "aufgrund des ungewöhnlichen Andrangs" nicht alle Verträge rechtzeitig bearbeitet werden konnten und man Ihnen nun neue Verträge für die nächste Rechnungsperiode zusenden werde ....
Bauernfängerei. Gerade wieder die Ängstlichen und bauernschlauen erwischt es ... Ich habe nach zwei Monaten "Wartezeit" mein damaliges Vertragsangebot widerrufen (juristisch wg. dem Kleingedruckten evtl. unsicher!). Und siehe da ..... eine Menge Geld gespart. Der angeblich vorteilhafte Vertrag stellte sich als wesentlich teurer heraus als der Normaltarif.