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Heirats-Debatte um Gauck: Muss ein Bundespräsident den Trauschein haben?

Getty ImagesEin CSU-Mann stichelt gegen die wilde Ehe von Joachim Gauck und Freundin Daniela Schadt - prompt setzt es scharfe Kritik von Außenminister Westerwelle. Der nannte die Debatte "stillos". Bundestagsvizepräsident Thierse rät zur Gelassenheit: "Ich würde daraus keine Staatsaffäre machen".

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...816668,00.html
  1. #70

    Bayern Kurier

    Zitat von saul7 Beitrag anzeigen
    Das ist eine schier hinterwäldlerische Diskussion....
    Völlig richtig.
    Manchmal habe ich das Gefühl, ich bin nicht beim SPON sondern in einem Forum beim Bayern Kurier...
  2. #71

    interessant

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein CSU-Mann stichelt gegen die wilde Ehe von Joachim Gauck und Freundin Daniela Schadt - prompt setzt es scharfe Kritik von Außenminister Westerwelle. Der nannte die Debatte "stillos". Bundestagsvizepräsident Thierse rät zur Gelassenheit: "Ich würde daraus keine Staatsaffäre machen".
    Das brauchen Sie auch nicht, Hr. Thierse. Das übernehmen sicherlich Vertreter der Medien, Opposition oder Wirtschaftslobbyisten.

    Interessant ist übrigens, dass ich im Zusammenhang mit den "persönlichen Verhältnissen" eines nominierten Bundespräsidenten (von den selben Amtsträgern!) Bezeichnungen wie "stillos" und "unwirklich"

    Es geht hierbei übrigens nicht um die Nachamung einer Brigitte-Artikels (auch wenn man den Eindruck gewinnen kann). Ich sehe das eher als "Instellungbringen der FLAK".

    Und vielen Dank 'Heinobern' - Sie sprechen mir aus der Seele.
  3. #72

    Zitat von rainer_daeschler Beitrag anzeigen
    Klar, dass sich Westerwelle hier düpiert fühlt. Er hat auch so seine Probleme mit der Präsentation einer Trauscheinbegleitung. Vor Gaucks Heiratsproblem steht aber noch das Scheidungsproblem. Zumindest bei Reisen in manch ferneren Gefilden lässt sich für die Gastgeber eine einfach Erklärung finden: Hauptfrau hütet die Kinder zu hause, LIeblingsfrau mitgenommen auf Staatsbesuch.
    Das meiste dient einem Zweck. So auch das Konkubinat. Wenn die beiden beieinander liegen (concumbō), dann wird das sicher nicht so schrecklich sein.
  4. #73

    „Wulffs Freunde“ sind out – „Gaucks Freundin“ ist in?

    Zitat von kdshp Beitrag anzeigen
    Hallo,
    ich bin der meinung das eine freundin nicht first lady sein kann und nichts in dem amt zu suchen hat.
    Eben? Wo soll das denn am Ende hinführen?
    Ein Mann in einer solchen Bombenstellung, in Amt und Würden, nur schwer „kündbar” mit einzigartigem Einkommen kann doch absolut ein Objekt weiblicher Begehrlichkeit sein!
    Und dann rein theoretisch eine neue „Freundin“ übers Jahr oder das andere?
    Was soll dann das Ausland von einem Schloss Bellevue nur denken – es muss ja keiner aussprechen?

    Offiziell ist sie dann die jeweilige Freundin des „Bundespräsidenten“, oder?
  5. #74

    Grenzwertig

    Zitat von sorum11 Beitrag anzeigen
    Man sollte im Jahre 2012 vermuten, dass das Boulevard-Niveau ist, das SPON gar nicht nötig hat.
    Forderungen nach einem Trauschein Gaucks haben nichts mit Boulevard-Niveau des SPONs zu tun, sondern sind sicherlich der Wunsch von Millionen Bürgern, gehören aber auch zum guten Ton für Auslandsbesuche -/Empfänge.

    Herr Gauck lebt nicht nur in wilder Ehe, er ist sogar noch verheiratet. Als erster Repräsentant der Bundesrepublik sehen diesen Umstand sehr vielen Kulturen mit gemischten Gedfühlen. Nicht umsonst reist Herr Westerwelle in muslimische Länder immer rausschließlich ohne seinen Lebensgefährten.
  6. #75

    Zitat von levitian Beitrag anzeigen
    Nein, wieso? Als Pfarrer steht er doch über aller Moral. Es reicht doch, wenn sich seine Schäfchen an die Gebote Gottes halten!
    Richtig!
    Wasser predigen und Wein saufen.
    Ich bin begeistert!
  7. #76

    ++

    Zitat von kdshp Beitrag anzeigen
    Hallo,
    ich bin der meinung das eine freundin nicht first lady sein kann und nichts in dem amt zu suchen hat.
    Warum sollte sie nicht First Lady werden? Das ist eine völlig antiquierte Vorstellung. Lassen Sie doch einmal frischn Wind durch' s erlauchte Schloss Bellevue wehen. Es tut dem ins Gerede gekommenen Amt bestimmt sehr gut. Die Debatte um diese Frage ist höchst albern!
  8. #77

    Wurde bestimmt vom Bouevard erfunden

    Zitat von markus_wienken Beitrag anzeigen
    Da gebe ich Ihnen Recht, in dem Amt hat sie nichts zu suchen, denn dieses Amt (First Lady) gibt es gar nicht...
    ;-)
    Stimmt. Die Yellow Press gibt es ja nicht erst seit gestern. Wie auch Königinnen und Kronprinzessinnen immer wieder begehrtes Objekt kritischer Modebetrachungen sind, wünschen sich Bunte und Gala so ein Objekt auch neben dem Bundespräsidenten. Man könnte es jeder Dame in öffentlichen Ämtern fast empfehlen es Frau Merkel gleichzutun. Die hat sich durch ihre immergleichen Vierknopfblazer in wechselnden Farben geschafft, sich dem Modeterror zu entziehen. Erinnern wir uns noch an die Frisurenhysterie?

    Der dunkle Anzug des Präsidenten ist eben weit weniger interessant als das Décolleté, der Schmuck, die Frisur, das Kleid, die Schuhe, die Handtasche, das Make-Up, etc etc der Dame. Es lebe die Obeflächlichkeit. Was zählt ist der Schein, der Inhalt egal. Passt irgendwie in die Zeit.
  9. #78

    Zitat von saul7 Beitrag anzeigen
    Warum darf ein BP nicht in einer Lebenspartnerschaft mit jemand zusammenleben? Diese eheähnlichen Gemeinschaften sind doch mittlerweile weit verbreitet in D. Gauck sollte sich nicht in die Heirat zwingen lassen, weil einige Spiesser das gerne so hätten. Das ist eine schier hinterwäldlerische Diskussion....
    Das darf er, das tut er, das interesiert auch keinen, und das ist seine Sache als Privatperson...
    Mit dem Spiessertum hat das nichst zu tun.

    Denn, es geht hier nicht um den Privatmann Gauck, sondern um den Bundespräsidenten Gauck, der die BRD vertreten muss. Und deshalb ist sein jetziger Ehestatus problematisch.
  10. #79

    Wenn dem so ist, warum

    Zitat von ich-steffen Beitrag anzeigen
    Ein Bundespräsident sollte aus der Mitte des Volkes kommen;
    > er sollte vielleicht mal falsch geparkt haben
    > er sollte vielleicht mal ein Schuljahr wiederholt haben
    > er sollte vielleicht mal nach 22 Uhr laut gefeiert haben
    ....
    ....
    ... er sollte genau die Fehler gemacht haben, genau die Macken haben, die auch jeder andere in Deutschland hat.
    Von politisch und moralisch sauberen Möchtegernweltverbesserern (-verrätern?) haben wir ja mittlerweile genug gehabt.
    P.S.: @CSU: in den christlichen Einrichtungen ist in den vergangenen Jahrzehnten ja alles so moralisch korrekt gelaufen, .....wer im Glashaus sitzt, soll nicht nach andere Leute Steine werfen (frei nach Kurt Brakelmann)
    führen wir überhaupt eine Nachfolgerdebatte, da hätten wir uns 200 k/a plus Sachkosten sparen können ;-)


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