Getty ImagesEin niederländischer Arzt soll jahrelang Dutzende Patienten falsch behandelt haben - trotzdem arbeitete er unter anderem in einer Heilbronner Klinik. Jetzt fordern Mediziner Konsequenzen aus dem Skandal. Die Ärzte-Organisation Marburger Bund plädiert für ein Frühwarnsystem. Andere halten das für Unsinn.
http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...-a-876617.html
Die Probleme mit der Medizinischen Behandlungssicherheit sind sehr vielgruendig. Antiquierte Arbeitsstaetten, mittelalterliche Hierarchien, Überlastung, mindere Bezahlung. Ich denke auch in der Ausbildung ist manches zu überdenken. Jahrelanges Bücher pauken ohne dass kaum je ein Patient gesehen wird. Die Lufthansa laesst ihre Pilotenanwaerter nicht 6-7 Jahre Bücher über ihre Flugzeuge deren Steuerung und alle möglichen Zwischenfälle auswendig lernen (um sie dann womöglich noch einem tyrannischen Kapitaen vorzusetzen.
Wenn Sie das Schneeschippen auf dem Gehweg vor Ihrem Haus vergessen und jemand rutscht aus und verletzt sich, haben Sie ein Problem. Wenn Ihr Arzt sein Werkzeug in Ihnen vergißt, haben Sie's auch.
Haben Sie mal versucht, einen Arzt für Fehler zur Verantwortung zu ziehen? Wenn ja, wissen Sie wo der Fehler im System liegt.
Eine Krähe hackt der anderen bekanntlich kein Auge aus.
Wieso sollen sich Honorarärzte auch and en Pranger stellen lassen?
Weil sie lieber als Freiberufler arbeiten als mit Festanstellung? Das Modell ist sowohl von der Lebensqualität als auch finaziell sehr angenehm. Dazu kommt noch, dass man mit wesentlich mehr Höflichkeit behandelt wird-die Arbeitgeber/Chefs wissen dass der Honorararzt eben geht, wenn die Arbeitsbedingungen untragbar sind. Bei Fehlverhalten kommt die Klinik auf eine schwarze Liste und das war´s mit der Vertretung.
haben solche Probleme viele Gründe. Die Welt der Medizin ist dem Autor des oben stehenden Kommentars aber gnz offensichtlich vollkommen fremd. Trotzdem eine starke Meinung zu haben und in drei Sätzen mal eben alle Problem der Arztausbildung und der ärztlichen Tätigkeit zu lösen, beweist Mut. Man könnte auch sagen: hier kann jeder mitquatschen, so ist das in der Demokratie. Und morgen diskutieren wir über die Relativitättheorie im vierdimensionalen Raum.
Lieber SPON Autor,
ein paar kleine Anmerkungen:
Sie sollten darauf hinweisen, dass einem Bericht auf SPON zufolge die vernuteten Falschbehandlungen in den Niederlanden stattgefunden haben sollen.Zitat von SPON
Zumindest zur Zeit scheint seine Tätigkeit in D keinen Fehlerverdacht ausgelöst zu haben.
Die Wortwahl impliziert, dass die Ärztekammer Westf.-Lippe eine Berufsausübungserlaubnis in Kenntnis der Vorwürfe in den Niederlanden erteilte, ihm also gestattete, "in Deutschland [so] * weiterzumachen.Zitat von SPON
Ist das korrekte Berichterstattung?
* von mir eingefügt
Es ist richtig, dass ein Entzug der Approbation im Bundeszentralregister erfasst wird.Zitat von SPON
Es stimmt auch, dass die KVen einem Arzt die Zulassung entziehen können.
Aber beides hat nichts miteinander zu tun!
Die Approbation (Berufsausübungserlaubnis) kann nur die ÄK entziehen ( Sie erteilt sie auch) Die KVen können die Kassenzulassung entziehen, aber das hat mit der Approbation nichts zu tun.
Gern geschehen.
D
Die Ärzte nicht. Die Richter nicht. Die Ärztekammern nicht. Und der Patientenschutzbund schützt die Ärzte.
Nur zum Schaden - dagegensein - Gegenteil -
lügen - betrügen - stehlen - Die Kunst Fehler zu machen -
in die Seelen-Autos-Häuser einzubrechen haben alle Zeit.
Manche auch zu morden. Immer mehr.
und der "Experte" der selbst ernannten Stiftung Patientenschutz beklagt, dass die Kammern nicht die Approbation entziehen. Schaut da keiner vom SPIEGEL hin? Außer in Niedersachsen wird die Approbation oder ärztliche Berufserlaubnis ausschließlich von den Landesbehörden, -ministerien oder Senatsverwaltungen vergeben. Die Kammern sind danach für die Facharztqualifikation dran. Hier wird also völliger Unfug erzählt, aber vom SPIEGEL bedauerlicherweise zum "Experten" befördert. So weit unten ist die deutsche Ärzteschaft dann doch noch nicht.