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Hegemann-Kommentar in der "FAZ": Dichter Grünbein plagiiert zum Plagiat

Mit einem doppelbödigen Kommentar hat sich der Dichter Durs Grünbein in die Literatur-Debatte um die Plagiatsvorwürfe gegen die Schriftstellerin Helene Hegemann ("Axolotl Roadkill") eingemischt und dem Feuilletonstreit eine neue, sehr ironische Wendung gegeben.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...679857,00.html
  1. #1

    Der Autor ist tot...lang lebe der Autor!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mit einem doppelbödigen Kommentar hat sich der Dichter Durs Grünbein in die Literatur-Debatte um die Plagiatsvorwürfe gegen die Schriftstellerin Helene Hegemann ("Axolotl Roadkill") eingemischt und dem Feuilletonstreit eine neue, sehr ironische Wendung gegeben.
    Grandios! Endlich wird die Debatte zu dem was sie sein sollte: Eine Auseinandersetzung um Poetologie. Die Schlüsselfrage zu Hegemanns Roman - dies hat Florian Illies sehr schön in der letzten ZEIT beschrieben - ist nicht, ob sie plagiiert hat, sondern wie sie es getan hat. Verbirgt sich in ihrem Verfahren ein literaturwissenschaftlicher Mehrwert, so wie andere AutorInnen vor ihr bereits umarkierte intertextuelle Bezüge in eigenen Texten plaziert haben (Elfriede Jelinek, Thomas Mann...) - oder besitzt der Text diesen Mehrwert nicht?

    Darum sollte sich die Debatte drehen.
  2. #2

    Ruhe bewahren

    Zitat von billy pilgrim Beitrag anzeigen
    Grandios! Endlich wird die Debatte zu dem was sie sein sollte: Eine Auseinandersetzung um Poetologie. Die Schlüsselfrage zu Hegemanns Roman - dies hat Florian Illies sehr schön in der letzten ZEIT beschrieben - ist nicht, ob sie plagiiert hat, sondern wie sie es getan hat. Verbirgt sich in ihrem Verfahren ein literaturwissenschaftlicher Mehrwert, so wie andere AutorInnen vor ihr bereits umarkierte intertextuelle Bezüge in eigenen Texten plaziert haben (Elfriede Jelinek, Thomas Mann...) - oder besitzt der Text diesen Mehrwert nicht?

    Darum sollte sich die Debatte drehen.
    Sie haben hoffentlich Ihre Blutdrucktabletten eingenommen!?
  3. #3

    ttt

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mit einem doppelbödigen Kommentar hat sich der Dichter Durs Grünbein in die Literatur-Debatte um die Plagiatsvorwürfe gegen die Schriftstellerin Helene Hegemann ("Axolotl Roadkill") eingemischt und dem Feuilletonstreit eine neue, sehr ironische Wendung gegeben.

    http://www.spiegel.de/kultur/gesells...679857,00.html
    Das Fölledong kreist um sich selbst. Lassen wir es kreisen, und Copycat Hegemann dahin verschwinden wo sie gehört: In der Versenkung.
  4. #4

    Lachhaft ist diese Diskussion

    Oh man wie kann man nur so einen Wirbel darum, machen dass eine Autorin ihr Werk von irgendjemandem abgeschrieben hat???

    Wie viele Bücher,Texte und Geschichten existieren auf der ganzen Welt??

    Wie soll man es da schaffen nicht von jemand anderem abzuschreiben? Auf Ideen kommen die Schriftsteller doch auch nur weil sie selbst etwas lesen und Teile davon weiterverarbeiten. Na und? Es wiederholt sich halt alles irgendwann mal, so viel kann man sich nicht aus dem Hirn saugen, das man hinterher sagen könnte sowas hats noch nie gegeben und keiner hatte vorher diese Ideen und ich habe auch von keinem auch nur ein Sätzchen abgeschrieben.

    Ich hab das Buch nicht gelesen, klingt nicht gerade spannend und natürlich gibt es eine Menge Bücher die ähnlich sind. Also was solls? Wenn Leute dieses Buch gut finden, hat es seine Daseinsberechtigung ob abgeschrieben oder nicht ist doch wirklich egal.
  5. #5

    Man ...

    ... könnte meinen, Hegemann und Grünbein haben das gleiche Problem - ihnen fällt zu ihrem jeweiligen Thema nichts Eigenes ein.
  6. #6

    Titel

    Zitat von hansmeisterdermeister Beitrag anzeigen
    Oh man wie kann man nur so einen Wirbel darum, machen dass eine Autorin ihr Werk von irgendjemandem abgeschrieben hat???

    Wie viele Bücher,Texte und Geschichten existieren auf der ganzen Welt??

    Wie soll man es da schaffen nicht von jemand anderem abzuschreiben? Auf Ideen kommen die Schriftsteller doch auch nur weil sie selbst etwas lesen und Teile davon weiterverarbeiten. Na und? Es wiederholt sich halt alles irgendwann mal, so viel kann man sich nicht aus dem Hirn saugen, das man hinterher sagen könnte sowas hats noch nie gegeben und keiner hatte vorher diese Ideen und ich habe auch von keinem auch nur ein Sätzchen abgeschrieben.

    Ich hab das Buch nicht gelesen, klingt nicht gerade spannend und natürlich gibt es eine Menge Bücher die ähnlich sind. Also was solls? Wenn Leute dieses Buch gut finden, hat es seine Daseinsberechtigung ob abgeschrieben oder nicht ist doch wirklich egal.
    Sie haben wohl das Problem des Plagiats nicht ganz verstanden? Es geht nicht darum Ideen anderer Autoren weiterzuentwickeln, ihre Texte als Inspiration zu nutzen oder sonstig vergleichbares, es geht um "copy&paste". Das ist schlicht das Übernehmen von Passagen anderer Texte und wird, sofern nicht als Zitat gekennzeichnet, zurecht bestraft.
  7. #7

    Narrenkapuze

    Das Stückchen von Grünbein ist ja noch dreiviertelwegs originell. Ansonsten: was soll das autochthone Gezeter im Feuilleton?! WSB und Cut-ups werden ja wahrscheinlich schon ausreichend diskutiert worden sein. Ist schon erstaunlich, dass die limitierte Erfahrungswelt einer 17-jährigen zum Seller reicht. Ist der Text eigentlich gegendert oder diversitiet? Ähm, oder muß das gar nicht so im freien Wirken?!
  8. #8

    Sanzara, Benn, Grünbein - oder Jung klaut von Alt?

    Da die von Benn verteidigte Sanzara mir völlig unbekannt war, habe ich bei Wikipedia gekuckt - und zu meinem Erstaunen festgestellt, dass Volker Weidermann, "Fäuletonisten"chef bei der FAZ, u.a. auch über sie geschrieben hat. Und jetzt frage ich mich, nachdem Weidermann für sein elitäres Feuilletonisten-Auftreten und Eintreten für Hegemann ("Es wäre jetzt Zeit für einen Neuanfang" http://www.faz.net/s/Rub642140C3F555...~Scontent.html) vom gemeinen Feld-Wald-Wiesen-Leser und Blog-Kommentatoren eins auf die Mütze bekommen hat, ob er nun nicht mehr selbst ein Erscheinung treten mag und deshalb den Grünbein losgeschickt hat.
    Im übrigen habe ich heute gesehen, dass der eine Satz ("Ich hingegen erfreue mich an der von mir perfekt dargestellten Attitüde des arroganten, misshandelten Arschkindes, das mit seiner versnobten Kaputtheit kokettiert und die Kaputtheit seines Umfeldes gleich mit entlarvt."), mit dem sich die für ihre kraftvolle Jugendsprache so gefeierte Hegemann recht kokett geschmückt hat, von einer 38-Jährigen stammt (http://www.badische-zeitung.de/nachr...27190651.html). Wenn also Grünbein jetzt mit dem "hässlichen Biodiskurs", dem "Rassismus" zwischen "Jung und Alt" kommt, sollte er vielleicht eingestehen, dass hier Jung von Alt klaut, um sich für die junge Sprache loben zu lassen. Diese ganzen Literaturkritiker, die so ignorant auf die Kritik an ihrer Kritik reagieren, sollten ihre Sachen packen und nach Hause gehen ...
  9. #9

    Fräulein Hegeman sucks

    Fräulein Hegemann sucks.

    "Wes Herz der Liebe zur jungen Literatur voll ist, des Zunge quillt oder schwillt oder, na ja.", so des Dichters Grünberg Plagiat, das die Nägel exakt auf den Kopf trifft.

    Nur in den Feuilletons steiten sich die alten Platzhengste, denen bei jeder 17-jährigen Jung-Suckerin etwas (nur die Zunge, oder?) anschwillt, immer noch darum, ob Fräulein Hegemann 1a suckt, oder eventuell nur die Note 1b verdient.

    Was soll's? Lassst sie sucken und alle gesuckt werden, oder. Bis zu ihrem seligen Ende.


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