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Heckhoff und Michalski vor Gericht: Lebenslang, Ausbruch, lebenslang

Fesseln, Käfig, Sprechverbot: Für die Häftlinge Michael Heckhoff und Peter Paul Michalski gilt die höchste Sicherheitsstufe. Im November flohen sie aus der JVA Aachen und nahmen fünf Geiseln. Jetzt stehen sie vor Gericht - und wollen sich über unmenschliche Haftbedingungen beschweren.

http://www.spiegel.de/panorama/justi...695523,00.html
  1. #10

    Alternativen?

    Zitat von marypastor Beitrag anzeigen
    Welche Haftbedingungen sind denn fuer Schwerverbrecher "wuerdig" ? Haben die jemals an Wuerdigkeit gedacht, als sie ihre Verbrechen begingen ? Solche Leute sind eine Gefahr und eine Belastung fuer die Gesellschaft und verdienen keine Konzessionen.
    Schwerverbrecher, Soziopathen etc - allen ist gleich das sie sich nicht an gemeinschaftliche Normen halten wollen/"können". Sie müssen von der restlichen Welt getrennt gehalten werden, und viele (nicht alle) von denen Begreifen das nach x Jahren Knast auch.

    Aber bei solchen Langzeit-Tätern stellt sich die Frage ob wir nicht ein anderes Modell finden könnten sie von der Welt abzutrennen, statt sie in ein Loch zu werfen? In Mitten Deutschland oder in vielen ländlichen Gebieten im Osten lebt niemand, ist "niemand" über 50,100km.

    Können wir da nicht eine riesige Fläche mit Wald mit 15 Meter hohen Mauern umzäunen? Und die harten Jungs können dann drin Bauer spielen, Pflanzen/Tiere züchten oder Waldwirtschaft betreiben? In Südafrika sind solche Gefängnisse Erfolgsmodelle, dass etwa Kalifornien oder Provinzen in Kanada diese jetzt kopieren wollen.

    Speziell bei Jugendlichen Gewalttätern würde ich mir statt Knast wünschen, dass einige dieser Nasen 200 Tage Heustapeln oder Steinbruch aufgebrummt bekommen. Der erste geregelte Alltag als Bauer, Holzverarbeiter oder Tierzüchter würde sehr vielen mehr Angst machen (=helfen) als das sinnfreie, teure rumsitzen.

    senx
  2. #11

    Kein Mitleid

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Fesseln, Käfig, Sprechverbot: Für die Häftlinge Michael Heckhoff und Peter Paul Michalski gilt die höchste Sicherheitsstufe. Im November flohen sie aus der JVA Aachen und nahmen fünf Geiseln. Jetzt stehen sie vor Gericht - und wollen sich über unmenschliche Haftbedingungen beschweren.
    In Deutschland kennt jeder die Gesetze und kann sich über Strafgesetze und Strafmaß informieren. Gelinde gesagt war es den beiden Typen scheißegal, welche Konsequenzen ihnen blühen, wenn sie Verbrechen begehen - jetzt müssen sie eben mit diesen Konsequenzen leben. Sollen sie froh sein, dass hier nicht USA ist. Habe kein Mitleid. Die bedauern nicht ihre Taten, sondern nur, dass sie erwischt worden sind, insofern haben sie kein Recht sich über das Strafmaß oder die Strafbedingungen zu beschweren.
  3. #12

    itte sprechen Sie mir langsam und deutlich nach ...

    Zitat von marypastor Beitrag anzeigen
    Welche Haftbedingungen sind denn fuer Schwerverbrecher "wuerdig" ? Haben die jemals an Wuerdigkeit gedacht, als sie ihre Verbrechen begingen ?
    An was Verbrecher bei ihrer Tat denken, geht idR in das Urteil ein, mit dem der Richter die Tat aburteilt. Hier geht es darum, was die Gesellschaft denkt, und die Gesellschaft ist ja wohl nicht kriminell, oder?

    Bitte sprechen Sie mir langsam und deutlich nach: Die Würde des Menschen ist unverletzlich. Jeder Mensch, auch der brutalste Massenmörder hat Anspruch darauf. Das ist die Gesellschaft nicht dem Massenmörder schuldig, sondern sich selbst.
  4. #13

    ...

    "Er hätte einfach gern eine Antwort auf die Frage: Wie sollen Menschen wie er wieder in die Gesellschaft integriert werden?"


    Es mag ja hart klingen, aber es stellt sich für mich die Frage, ob es "der Gesellschaft" denn zugemutet werden soll, solche Personen wieder zu integrieren ... !!
  5. #14

    Berechtigtes Vorgehen

    Zitat von boam2001 Beitrag anzeigen
    Wenn es stimmt, das Michalski 17 Jahre in Isolationshaft verbracht hat, dann ist das schon ziemlich hart. Da wundert es mich kaum, wenn es im Strafvollzug gerade in NRW drunter und drüber geht und die Justizministerin Müller-Piepenkötter ständig unter Beschuß wegen der unhaltbaren Haftbedingungen in NRW steht.

    Wenn man - wie in der JVA Bochum - seine Haftzeit in einem sog. "Kühlschrank" verbringen muss, wo persönliche Gegenstände nicht erlaubt sind, man sich am Abend komplett ausziehen musste und seine Kleidung in einen Karton stecken und diesen aus der Zelle reichen, dann erinnert mich das irgendwie an Guantanamo.
    Es mag sein, daß die schweren Jungs einiges auf dem Kerbholz haben, daß rechtfertigt es meiner Ansicht nach jedoch nicht, diese so menschenunwürdig zu behandeln.
    Doch es ist gerechtfertigt sie so zu behandeln. Diese Schwerstverbrecher haben mehrfach bewiesen, daß sie jede auch noch so kleine Möglichkeit nutzen um wieder kriminell zu werden.

    Hier mal die Darstellung dessen, was sie so verniedlichend als "auf dem Kerbholz" beschreiben:
    http://www.nw-news.de/lokale_news/he...gsanstalt.html

    Letztendlich hatten die beiden ihre Haftbedingungen in ihrer Hand. Sie sind selbst schuld. Mein Mitleid haben sie nicht.
  6. #15

    -

    "Wie sollen Menschen wie er wieder in die Gesellschaft integriert werden?"

    Indem sie sich anständig benehmen. Das wäre mal mein Vorschlag an den Verteidiger.
  7. #16

    -

    Zitat von cha cha;5537154Bitte sprechen Sie mir langsam und deutlich nach: [B
    Die Würde des Menschen ist unverletzlich[/B]. Jeder Mensch, auch der brutalste Massenmörder hat Anspruch darauf. Das ist die Gesellschaft nicht dem Massenmörder schuldig, sondern sich selbst.
    Die beiden hatten ihre Haftbedingungen selbst in der Hand. Mir ist die Unversehrtheit unschuldiger Menschen wichtiger als die Menschenwürde dieser Mörder und Geiselnehmer. Wenn es legitim ist, notfalls zu töten um eine Gefahr für Leib und Leben zu bannen, die von diesen Verbrechern ausgeht, dann muss es auch recht sein, wenn man präventiv diese Leute so verwahrt, daß sie erst gar nicht zur Gefahr werden. Und diese beiden Kriminellen haben gezeigt, daß sie auch weiter zu Verbrechen bereit sind, sobald ihnen die Möglichkeit gegeben wird.
  8. #17

    Hände waschen

    Zitat von cha cha Beitrag anzeigen
    An was Verbrecher bei ihrer Tat denken, geht idR in das Urteil ein, mit dem der Richter die Tat aburteilt. Hier geht es darum, was die Gesellschaft denkt, und die Gesellschaft ist ja wohl nicht kriminell, oder?...
    Auch Kriminelle sind Teil der Gesellschaft! Sie sind nicht tot, sondern mitten in Deutschland "unter uns" eingesperrt. Die Entwicklungsgeschichte eines Kriminellen, muß auch immer in Hinblick auf die Gesellschaft untersucht und verstanden werden. Es gibt nicht "das Böse" welches im luftleeren Raum entsteht, sondern eine kriminelle Entwicklung bietet auch immer "Milestones"
    die mit des Kriminellen Umfeld korrelieren. Sie rechtfertigen nicht, können aber zum Verstehen beitragen.

    Insofern kann "Die Gesellschaft" nicht einfach ihre Hände in Unschuld waschen.
    Sie kann dies auch nicht im zweiten Fall "Der Behandlung des Kriminellen in der JVA"

    Rachetaten wie "Kühlschrank" und "Sprechverbot" haben mit Recht und Justiz nur insofern etwas zu schaffen, daß sie selbst zumindest fragwürdig, wenn nicht vollends kriminell sind.

    Die kriminelle Tat, das Verbrechen, birgt oft etwas unbeschreibbar Unmenschliches. Die Gesellschaft muß weiser, bedachter und edler auf diese Brutalität reagieren, als die Gefangenen einer Behandlung -nahe der Perversion- zu unterziehen.

    Sie könnte damit z:B. beim Opferschutz und der Wiedergutmachung gegenüber den Opfern beginnen, denn da liegt ja wohl einiges im Argen!
  9. #18

    Fehlentwickelte Mitbürger

    Zitat von Omi Beitrag anzeigen
    In Deutschland kennt jeder die Gesetze und kann sich über Strafgesetze und Strafmaß informieren. Gelinde gesagt war es den beiden Typen scheißegal, welche Konsequenzen ihnen blühen, wenn sie Verbrechen begehen - jetzt müssen sie eben mit diesen Konsequenzen leben. Sollen sie froh sein, dass hier nicht USA ist. Habe kein Mitleid. Die bedauern nicht ihre Taten, sondern nur, dass sie erwischt worden sind, insofern haben sie kein Recht sich über das Strafmaß oder die Strafbedingungen zu beschweren.
    Solche und ähnliche Typen (heute auch zunehmend Jugendliche Verbrecher)gehören knallhart weggesperrt und zwar nach dem Motto "they never come back".Der Staatsbürger hat ein grundsätzliches Recht, vor derartig Fehlentwickelten geschützt zu werden.
  10. #19

    .

    Zitat von cha cha Beitrag anzeigen
    Bitte sprechen Sie mir langsam und deutlich nach: Die Würde des Menschen ist unverletzlich. Jeder Mensch, auch der brutalste Massenmörder hat Anspruch darauf. Das ist die Gesellschaft nicht dem Massenmörder schuldig, sondern sich selbst.
    Nee, sehe ich nicht so. Um Menschenwürde zugesprochen zu bekommen muß man Mensch sein, und dazu gehört daß man sich auch entsprechend benimmt wie ein Mensch und nicht nur so aussieht.
    Die Gesellschaft ist sich schuldig sich selbst vor solchen Gewaltverbrechern und Massenmördern zu schützen. Und dabei geht es nicht vordergründig um Strafe sondern um Protektion, so wie man sich vor schlimmen Krankheiten zu schützen versucht, z.B durch Impfung, muß die Menschheit vor sowas geschützt werden, und das geht am besten indem man sie unschädlich macht, z.B. durch Einsperren.
    Jeder Erwachsene der im vollen Bewußtsein Gewaltverbrechen begeht nimmt die folgende Strafe in Kauf.
    Und die beiden haben ja gezeigt daß sie trotz jahrelangem Knast noch immer nicht geläutert sind und munter weitermorden wie es ihnen paßt, und zwar ohne die Menschenwürde ihrer Opfer zu philosophieren. Insofern keine Gnade, Sicherheit geht vor. Man soll andere immer so behandeln wie man selbst behandelt werden möchte.


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