Hebammen: Schuften für die Haftpflicht

dapd25 Prozent mehr Einkommen? Klingt dreist, aber Deutschlands Hebammen fordern das mit guten Gründen: Ihre Versicherungsprämien steigen drastisch, allein dafür müssen Freiberuflerinnen 200 Stunden rackern. An politischem Beistand fehlt es der Leichtlohngruppe.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...840457,00.html
  1. #10

    Gebt ...

    diesen wichtigen Damen 25€ auf die Stunde. Das ist nicht zu viel!
    7,50€ ist der Lohn eines ferienjobbers, aber nicht für eine Hebamme!
  2. #11

    Treu und Glauben

    Zitat von krebs66 Beitrag anzeigen
    Einen solch enorm wichtigen Berufszweig quasi zugrunde zu richten nur weil diesem - für meine Begriffe extrem unterbezahlten - Beruf eine (?männliche?) Lobby fehlt? Das kann es doch nicht sein! Geburten sind ein physischer und psychischer Ausnahmezustand und Frauen brauchen in dieser Situation Bezugspersonen, welche fachlich und menschlich eine Atmosphäre von Geborgenheit ausstrahlen, zu denen sie einfach Vertrauen haben. Und dieses finden sie bei den Hebammen.
    Schon was dran. Zumindest was die Versicherungsprämien angeht wissen aber die Hebammen selbst sehr wohl woher die kommen: Ein paar schwarze Schafe, die sich Nach einem Homöopathie- und Akupunturkurs für Heilerinnen halten, und Probleme unter der Geburt mit Magie lösen wollen, statt sofort in die Klinik zu verlegen, verursachen einen lebenslang vollzeitpflegebedürftigen Menschen.

    Man muss kein Statistiker sein um zu erkennen, dass eine Handvoll Schwachköpfe genügt, um der Masse ehrenwerter, hochkompetenter Fachfrauen unmöglich zu machen, Hausgeburten anzubieten.

    Alternativmedizin - Globulisierung des Kreißsaals - Gesundheit - sueddeutsche.de
  3. #12

    Milchmädchenrechnung

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    25 Prozent mehr Einkommen? Klingt dreist, aber Deutschlands Hebammen fordern das mit guten Gründen: Ihre Versicherungsprämien steigen drastisch, allein dafür müssen Freiberuflerinnen 200 Stunden rackern. An politischem Beistand fehlt es der Leichtlohngruppe.

    Freiberufliche Hebammen geben Job auf wegen Versicherungsbeiträgen - SPIEGEL ONLINE
    Mit nur 0,1% der Barreserven der Krankenkassen könnten die Steigerungen der Versicherungsbeiträge abgefangen werden.
    Aber nein da wird lieber den Krankenhäusern das Geld hinterher geworfen. Wenn die Versicherungskosten steigen dann steigen sie pro versicherten Fall, egal ob Geburtshaus, Hausgeburt oder Krankenhaus. Die Mehrkosten für die Versicherung im Krankenhaus gehen dort in den Betriebskosten unter und werden wohl meist auch noch auf anderen Kanälen abgefangen. Dafür dürfen die Ärzte den Frauen dann auch noch meist unnütze Dinge wie Betäubung, Kaiserschnitt,.. aufschwatzen. Frei nach dem Motto der OpTisch steht grad leer.

    Wir haben unsere Kinder im Geburtshaus zusammen mit EINER Hebamme, die wir schon lange vorher kennen gelernt haben, bekommen. Sie war die gesamte Geburt dabei, hatte kein Schichtende und es hat auch kein Arzt genervt, der alle paar Stunden mal nach dem Rechten sieht.
  4. #13

    ....

    Zitat von trelane72 Beitrag anzeigen
    Fakt ist, dass bei einer Geburt unheimlich viel schief laufen kann. Ich kann echt nicht verstehen, was an einer Hausgeburt toll sein soll.
    Nur weil Sie dass nicht verstehen können soll allen anderen Eltern die Wahlfreiheit genommen werden? Das verstehe wer will, es geht ja schließlich nicht darum dass plötzlich alle Kinder zuhause zur Welt kommen sollen.


    Ich habe meine beiden Söhne, nach Abstimmung mit meinem Arzt, zuhause zur Welt gebracht. Ich würde es auch im nachhinein nicht anders haben wollen.
  5. #14

    So sind halt die gesellschaftlichen Prioritäten

    Wir sind bereit, jemandem, der viele Tore schiesst oder ganz schnell mit seinem Rennauto im Kreis fährt, viele Millionen zu geben, und denen, die dafür sorgen, dass neues Leben heil auf die Welt kommt, nur nen Appel. Und zu Weihnachten ein Ei.
  6. #15

    Leider

    Zitat von mamsar Beitrag anzeigen
    Nur weil Sie dass nicht verstehen können soll allen anderen Eltern die Wahlfreiheit genommen werden? Das verstehe wer will, es geht ja schließlich nicht darum dass plötzlich alle Kinder zuhause zur Welt kommen sollen.


    Ich habe meine beiden Söhne, nach Abstimmung mit meinem Arzt, zuhause zur Welt gebracht. Ich würde es auch im nachhinein nicht anders haben wollen.
    Leider deutet eine unauffällige Schwangerschaft nicht auf eine unkomplizierte Geburt hin.
    Es ist fast unverantwortlich ein Kind zu Hause zur Welt zur bringen, völlige unabhängig von der Bezahlung der Hebammen.

    Es gibt oft Komplikationen und viele Menschen wären nicht da, wenn ihre Mütter beschlossen hätte es mal "bequem" zu Hause zu machen.

    Schon mal überlegt, was es die Krankenkassen kostet, wenn ein Kind auf Grund eines Geburtsschadens dauerhaft behindert ist? Das muss nur in 1 von 1000 Fällen (und es ist/wäre häufiger) passieren um die mehrkosten von 1000 Krankenhausgeburten aufzuwiegen.
    Da ist es logisch, dass die Krankenkasse nicht noch Anreize für diese Fahrlässigkeit bietet.
  7. #16

    ...

    Zitat von LDaniel Beitrag anzeigen
    Leider deutet eine unauffällige Schwangerschaft nicht auf eine unkomplizierte Geburt hin.
    Es ist fast unverantwortlich ein Kind zu Hause zur Welt zur bringen, völlige unabhängig von der Bezahlung der Hebammen.

    Es gibt oft Komplikationen und viele Menschen wären nicht da, wenn ihre Mütter beschlossen hätte es mal "bequem" zu Hause zu machen.

    Schon mal überlegt, was es die Krankenkassen kostet, wenn ein Kind auf Grund eines Geburtsschadens dauerhaft behindert ist? Das muss nur in 1 von 1000 Fällen (und es ist/wäre häufiger) passieren um die mehrkosten von 1000 Krankenhausgeburten aufzuwiegen.
    Da ist es logisch, dass die Krankenkasse nicht noch Anreize für diese Fahrlässigkeit bietet.
    Sie sollten sich erstmal Schlau machen und die tatsächlichen Zahlen und Fakten über die Risiken studieren:

    Hausgeburt
  8. #17

    grafkoks2002

    Zitat eines Foristen: "Bei Wikipedia steht auch nur das Hausgeburten erheblich günstiger sind .." Und Geburten in Buschütten gibt es zum Supersondersparttarif. Hausgeburten sind was für Waldorfschülerinnen (ist nicht böse gemeint, ist nur ein Erfahrungswert, den ich nicht verstehe). Wenn es zu einer Komplikation kommt (und der Herrgott weiß, dass ich aus bedauerlicher Erfahrung spreche) ist man froh, wenn ein ganzes Team von Fachleuten fürs Kind (und die Mutter) da sind und der Natur ins Handwerk gepfuscht wird. Hätten wir der Natur ihren Lauf gelassen, würde unser Kurzer heute sabbernd im Rollstuhl sitzen, weil das Gehirn nicht genügend Sauerstoff bekommen hätte. So ist zwar auch nicht alles rund gelaufen, aber mit der wirklich fantastischen Hebamme und einer ebenso fantastischen Ärztin konnte das Schlimmste verhinddert werden. Dank einer Geburt in einem Krankenhaus, dank moderner Gerätemedizin und einer durch die Hebamme geleisteten Nachversorgung, die nicht nur den Kurzen im Auge hatte, sondern auch uns Eltern.

    Vielleicht sollten die Hebammen einfach darüber nachdenken, eine eigene Bank zu gründen. Die fahren sie dann mit riskanten Geschäften vollkommen gegen die Wand, dann kommen sie unter den Rettungsschirm. Geld ist der Regierung schließlich wichtiger als irgendwelche Blagen, die eh erst mal 18 Jahre lang nur Kosten verursachen.
  9. #18

    Zitat von trelane72 Beitrag anzeigen
    Fakt ist, dass bei einer Geburt unheimlich viel schief laufen kann. Ich kann echt nicht verstehen, was an einer Hausgeburt toll sein soll.
    Ein moderner Kreissaal ist gut ausgestattet, schön dekoriert und Frau, Mann und Hebamme sind die meiste Zeit unter sich. Wenn dann die Geburt ansteht ist ein Arzt vor Ort, insbesondere wenn etwas mit den Herztönen nicht stimmt.

    Letztlich sollte eine Hebamme die Vor- und die Nachbereitung der Geburt umsetzen. Die eigentliche Geburt dann mit ärztlicher Unterstützung durchführen. Dann ist auch die Versicherung bezahlbar und das Risiko für das Kind überschaubar. Weiterhin, da ja heute gerne geklagt wird, kann die Hebamme sich gegen angebliche Geburtsfehler besser wehren.

    Wir sollten zudem nicht vergessen, das Hausgeburten (die nach Aussage unserer Hebamme etwa 450€ einbringen) ein seltener Fall ist und es gerade nicht darum geht, den Beruf der Hebamme in Frage zu stellen.
    Ganz meine Meinung!
    Solange alles gut läuft braucht man natürlich keine Ärzte-Armee, aber wenn etwas schief geht, sollte man schon Arzt und Ausrüstung in der Nähe haben.

    Würden die Hebammen ihre Kernkompetenz mehr bei der Vor- und Nachsorge sehen, gäbe es das Problem gar nicht!
  10. #19

    Zitat von LDaniel Beitrag anzeigen
    Leider deutet eine unauffällige Schwangerschaft nicht auf eine unkomplizierte Geburt hin.
    Es ist fast unverantwortlich ein Kind zu Hause zur Welt zur bringen, völlige unabhängig von der Bezahlung der Hebammen.

    Es gibt oft Komplikationen und viele Menschen wären nicht da, wenn ihre Mütter beschlossen hätte es mal "bequem" zu Hause zu machen.

    Schon mal überlegt, was es die Krankenkassen kostet, wenn ein Kind auf Grund eines Geburtsschadens dauerhaft behindert ist? Das muss nur in 1 von 1000 Fällen (und es ist/wäre häufiger) passieren um die mehrkosten von 1000 Krankenhausgeburten aufzuwiegen.
    Da ist es logisch, dass die Krankenkasse nicht noch Anreize für diese Fahrlässigkeit bietet.
    Unverantwortlich? Hebammen stehen immer im Kontakt mit Krankenhäusern und sollte sich eine eventuelle Komplikation ergeben, wird umgehend ärztliche Hilfe geholt. Zudem gibt es nicht nur Hausgeburten (was für ein Spruch,dass die Mütter es sich "bequem" zuhause machen) welche von Hebammen begleitet werden, es gibt noch die Geburtshäuser und last but not least die Beleghebammen, welche im Kreissaal eines Krankenhauses die Geburt begleiten. Sie machen es sich etwas einfach mit der Pauschalisierung Hebamme = Hausbeburt.