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Headhunter: Stolze Umsätze, gepfefferte Honorare

Seriös und diskret müssen sie arbeiten - Personalberatung ist Vertrauenssache. Doch selbst Profis in Unternehmen verlieren den Überblick: Bundesweit balgen sich mehr als 5000 Headhunter um lukrative Aufträge, sie vermitteln junge Talente wie erfahrene Manager. Der Trend geht klar zum Spezialisten.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...768397,00.html
  1. #10

    Mit solchen hatte ich nur schlechte Erfahrung

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Seriös und diskret müssen sie arbeiten - Personalberatung ist Vertrauenssache. Doch selbst Profis in Unternehmen verlieren den Überblick: Bundesweit balgen sich mehr als 5000 Headhunter um lukrative Aufträge, sie vermitteln junge Talente wie erfahrene Manager. Der Trend geht klar zum Spezialisten.

    http://www.spiegel.de/karriere/beruf...768397,00.html
    Am Ende habe ich die nicht mehr ernst genommen.
    Es geht dem doch nur um das Vermitteln von Mitarbeitern. Und das ist weder im Sinne der Firma noch im Sinne des Bewerbers.

    Oft verstehen die das Aufgabengebiet nicht, und ich hatte es erlebt, dass ich bei Firmen vorgestellt wurde die nicht einmal so viel zahlen wollten wie mein derzeitiger Arbeitgeber.
    Ich denke mit dem Job ist es wie mit einer Ehe, wenn man nicht bereit ist sich für ewig zu binden, geht es immer schief.

    Also mein Rat, wer einen Job hat, soll den Jäger einfach abblitzen lassen.

    Ein vernünftiges Unternehmen sucht sich die Leute selber aus, und eine seriöser Bewerber schaut sich selber um, so er es nötig hat.

    Schon der Name ist ja blöd. Kopfjäger. Der Jäger tötet immer sein Opfer, und bei dem Headhunter ist auch der Vermittelte immer das Opfer.

    Dann wird man von einem Traumjob in die Zeitarbeit vermittelt, nur weil der Kopf, zwar gut arbeitet, aber keinen Sinn für Gauner hat.

    Er ist wie die Schlange im Paradies. Er vermiest einem den alten Job.

    Und wer meint in Zeiten von Internet noch so einen Vermittler benutzen zu müssen, der ist kein Kopf.
  2. #11

    -

    Das System funktioniert, weil sich viele der Angefragten dann doch am Bauch gepinselt fühlen, wenn sich so ein Drücker meldet.
    Schaut - mich hat ein Headhunter kontaktiert, ich bin begehrt!
    Dass bei diesem Angebot sicher ein gutes Geschäft für den Kopfjäger wartet, ist klar. Dass auch das beauftragende Unternehmen jemanden dringend braucht, ist wahrscheinlich.

    Dass aber das "Angebot" dieses Kopfjägers zufällig genau zu diesem Zeitpunkt auch für den Kontaktierten einen guten Karriereschritt bedeutet, ist eher unwahrscheinlich, wenn auch nicht ausgeschlossen.
    Statt also äußerst kritisch zu prüfen, wechselt mancher voller Stolz.

    Genauso geschickt haben das die Banken getrieben, wenn es darum ging, Anlagen zu verkaufen. "Sie als cleverer High-Performer möchten doch sicher auch in eine steueroptimierte Anlage investieren, die wir nur ausgewählten Kunden anbieten".
  3. #12

    kleine Kritik

    Zitat von datenimperator Beitrag anzeigen
    Oder gibt es den Personalvermittler, der auf der Suche nach IT-Spezialisten die Profile seiner Kandidaten versteht? N
    Doch, die gibt's tatsächlich. Mögen Sie noch nie getroffen haben, ändert aber nichts an der Tatsache.
  4. #13

    Tatsachen?

    Zitat von jim_nihilist Beitrag anzeigen
    Doch, die gibt's tatsächlich. Mögen Sie noch nie getroffen haben, ändert aber nichts an der Tatsache.
    Nur von Tatsachen zu reden schafft noch keine solchen.
    Natürlich mag es auch den fachlich kompetenten Personalberater geben, der sehr wohl in der Lage ist, den Inhalt eines Profils jenseits der Worte zu erfassen. Das setzt auch voraus, dass sich jemand wirklich mit den Profilen der Kandidaten auseinandersetzt. Die allermeisten "arbeiten" jedoch mit strg-f und gleichen so Kundenwünsche mit gefundenen Testpassagen ab. Und wenn dann dort zwar haufenweise XML und XSD steht, aber nicht DTD zu finden ist, dann ist der Kandidat halt ungeeignet.

    Ich bin selbständiger Freiberufler und auch recht glücklich damit, habe aber für den Fall des "perfect match" an verschiedenen Stellen genau beschrieben, für welche Angebote in Festanstellung ich mich begeistern könnte, wenn es sie denn gäbe. Da steht zB "kein SAP".

    Wenn ich einen Euro bekäme für jedes unerwünschte Jobangebot im SAP-Bereich, das bei mir reintrudelt, könnte ich jeden Tag einen schönen Eisbecher dafür kaufen. Alle diese "Personalberater" haben keine Ahnung davon, was ich biete, wünsche oder mache - und versprechen mir trotzdem das Blaue vom Himmel.

    Ist das seriös?
  5. #14

    Stellen mit Haken

    Ich habe selbst, als ich 2009/10 als promovierter Physiker fast ein Jahr arbeitslos war, Erfahrungen mit Headhuntern gemacht, und tendenziell hatten diese auf den ersten Blick zwar attraktive Stellen zu vermittelt, die aber bei genauerem Hinsehen massive Haken hatten. Folgende drei Fälle habe ich erlebt:

    - Einen CTO, der mich in feinster arroganter Managermanier belehrt hat, das es keine Probleme, sondern nur Herausforderungen gebe.
    - Eine mittelständische Firma, bei der ein neuer Projektleiter gesucht wurde, weil man den bisherigen loswerden wollte (der wusste noch nichts von seinem "Glück"). Nach dem Vorstellungsgespräch sah es aber wohl eher danach aus, dass der Firmenchef das Problem war.
    - Eine Firma, die sich die Vorauswahl ersparen wollte. Wie ich nachher von Ex-Kollegen meiner alten Firma erfuhr, die dort angefangen haben, war die Einarbeitung als neuer Mitarbeiter so gut wie nicht vorhanden.

    Fazit: Viele Headhunter-Angebote haben einen Haken - genau hinschauen oder Finger davon lassen. Außerdem finde ich es alles andere als angenehm, wenn man mir nicht sagt, auf was für ein Unternehmen ich mich einlasse und wo es ist. Meistens hat man erst einmal die Katze im Sack.
  6. #15

    Zitat von datenimperator Beitrag anzeigen
    Nur von Tatsachen zu reden schafft noch keine solchen.
    Natürlich nicht, denn Tatsachen gibt es, die brauche ich nicht schaffen.

    Ich kann ihren Ärger ja verstehen, aber eine Bekannte von mir ist eben so eine Person die es angeblich nicht gibt und nicht weiter wollte ich mitteilen. Das es die anderen auch und vermehrt gibt - dafür können die guten Personalvermittler nun auch nichts.


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