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Hauskredit-Affäre: Neue Vorwürfe gegen Wulff

Der Bundespräsident gerät in der Hauskredit-Affäre in immer größere Erklärungsnot. Nach SPIEGEL-Informationen stammt das Darlehen mutmaßlich doch von Ex-Unternehmer und Wulff-Freund Egon Geerkens selbst - nicht von dessen Frau Edith, wie es das Staatsoberhaupt angibt.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...804238,00.html
  1. #630

    Zitat von hinterfozig Beitrag anzeigen
    Da ueberweist einer, egal wer, eine halbe Million auf sein Konto per anonymen Bundesbankscheck, und das Finanzamt will nicht wissen von wem, na sowas.
    Mal sehen, ob Herr Wulff derart dusselig ist. Ein anonymer Bundesbankscheck ist im Bankgeschäft nichts ungewöhnliches. Im Übrigen muss jeder Notar bei einer Beurkundung auch eine Kopie ans FA senden. Ich vermute "Herr/Frau hinterfozig" ihnen spielt die Vorfreude, dass es einen so prominenten "erwischt" einen Streich. Formal rechtlich sehe ich bisher keinen Anlass für strafwürdiges Verhalten. Nur die Moral hat einen (tiefen) Kratzer
  2. #631

    Nun

    Zitat von kagu Beitrag anzeigen
    Das ist ja nun wirklich ein unerträglicher Blödsinn. Aus dem Artikel geht ja gerade das Gegenteil hervor - das Vermögen liegt bei Herrn Geerkens, seine Frau ist unvermögend, also müsste er schon persönlich haften, wennn der von Ihnen geschilderte Fall einträte. Allerdings kommt es dabei, wie Sie sicher wissen, ja auch auf die Rechtsform des Unternehmens an. Übrigens, kennen Sie die Frau und ist die so negativ, dass Sie sie in primitivstem Straßenjargon als "seine Alte" bezeichnen?
    dann wird es aber erst recht delikat. Wenn also Frau Geerkens vermögenslos ist, Herr Geerkens ihr das Geld nicht gegeben hat, ist es dann vielleicht von Herrn Maschmeyer? Oder hatte Herr Wulff auch da nur eine Beziehung zu dessen Frau? War das nun eine Geschäftsbeziehung oder ? Wofür bekam er dann das Geld?
  3. #632

    BP Wulff

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Bundespräsident gerät in der Hauskredit-Affäre in immer größere Erklärungsnot. Nach SPIEGEL-Informationen stammt das Darlehen mutmaßlich doch von Ex-Unternehmer und Wulff-Freund Egon Geerkens selbst - nicht von dessen Frau Edith, wie es das Staatsoberhaupt angibt.

    Hauskredit-Affäre: Neue Vorwürfe gegen Wulff - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Wann hört Deutschland endlich auf mit diesem Quatsch, einen Bundespräsidenten haben zu müssen. Die dafür geschaffenen Gesetze lassen sich, wenn man es nur will - jedenfalls würden die Bürger dies wollen - ganz leicht ändern. Diese Grüß-Onkelei mit einem Reise-Grüß-August ist der reinste Hohn und eine gigantische Steuergeld-Verschwendung. Wenn die Diplomatie solch einen Reise-Spezi braucht, genügt ein ausgesuchter Höfling, und zum Unterschreiben von Gesetzen wäre der Bundestags-Präsident alle mal geeigneter als ein Bundespräsident mit einem riesigen Bürokraten-Silo.
  4. #633

    Zumal man Kreditgeschäfte

    Zitat von altmannn Beitrag anzeigen
    reicht das Nehmen aus. Damit ist die Unabhängigkeit des Nehmers für die Zukunft gefährdet.
    solcher Größenordnungen getrost nicht als puren Freundschaftsdienst einnorden braucht, gerade in unserer so materiell geprägten Zeit.

    Der "Gläubiger" Geerkes, ein zu Reichtum gekommener und offenbar taffer Geschäftsmann - bzw. die Gläubigerin - hat ja m.W. nicht mal eine Besicherung ins Grundbuch eintragen lassen, wie das Banken für ihre Kredite üblicherweise immer vornehmen - notariell selbstverständlich.
    Nur dann haben Immobiliengeschäfte Rechtsgültigkeit.

    Da die recherchierenden Journalisten Einblick ins Grundbuch nehmen konnten, werden sie auch wissen, wer wann als Eigentümer des erworbenen Hauses eingetragen ist.

    Nach notarieller Auflassungsvormerkung folgt der Kaufvertrag. Der enthält u.a. die Zahlungsmodalitäten, ggf. flankierend Finanzierung und einem notariell parallel laufenen Grundbucheintrag der Hypothekensicherung, wobei Banken üblicherweise nicht 100 % des Kaufpreises beleihen.

    Nach Abschluss des Kaufvertrags wird die Grunderwerbssteuer fällig. Der Steuereingang löst die fiskalische "Unbedenklichkeitsbescheinigung" aus, sodass notariell die Löschung der Auflassungsvormerkung und der Eintrag der/des Eigentümer/s beantragt werden kann.

    Alle diese Abläufe könnten eine Rolle spielen für die Gründe dieses höchst vertraulichen "Privatdarlehens", auch vor dem Hintergrund der Wulff'schen Scheidung seiner ersten Ehe.
  5. #634

    "Man" muss nicht

    Zitat von Ingridsagt Beitrag anzeigen
    sich von einem Freund einen günstigen Kredit geben zu lassen? Ich halte von Wulff nichts, kann aber nichts Inkorrektes an seinem Verhalten erkennen. Muß man Bankkredite nehmen auch wenn es anders geht? Ich denke nicht.
    Und so wünschen sich Politiker "ihr" Volk:
    naiv-brav, am besten obrigkeitshörig - in etwa nach der Maxime

    "Es ist den Untertan untersagt, den Maßstab ihres begrenzten Urteilsvermögens an die Entscheidungen der Obrigkeit anzulegen" (frei nach Mark Twain)
  6. #635

    Respekt vor dem Amt

    CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt verlangte in einem Interview das Ende der Debatte um Wulff, denn der Respekt vor dem Amt gebiete das.
    Gerade der Respekt vor diesem Amt gebietet die energische Fortsetzung dieser Debatte. Ich habe Respekt vor diesem Amt, aber schwindenden Respekt vor dem gegenwärtigen Noch-Amtsinhaber.
    Die ganze Angelegenheit ist auch eine Affäre Merkel. Man erinnere sich: Die SPD regte auf inoffiziellen Wegen einen überparteilichen Kandidaten an, Joachim Gauck, den auch eine große Mehrheit des Volkes als Bundespräsidenten wünschte. Doch Merkel setzte, vermutlich auf Druck katholischer Kreise in der Union, einen Parteifreund durch. Nun hat sie, wie wir in Bayern sagen, den Dreck im Schachterl.
  7. #636

    Aufschlussreich ....

    könnte die Beantwortung der Frage: "Auf welches/wessen Konto sind die Zinszahlungen geflossen und wer hat diese versteuert???
  8. #637

    Man wird "weich" fallen

    Zitat von kumi-ori Beitrag anzeigen
    Das ist dann wohl das Ticket nach Brüssel. Auf geht's zu Stoiber, Öttinger, zu Guttenberg, Koch-Mehrin und all den anderen Knallkröten
    Für "verdiente" Politiker gibt es in allen Parteien eine vorzügliche Regelung, wenn sie ein Amt abgeben oder abgeben müssen. Brüssel ist, wie man in den letzten Jahren gesehen und erlebt hat, nur eine von vielen Stationen. Die deutsche Wirtschaft bietet ein vielfältiges, ertragsreiches Feld für Minister, Abgeordnete und andere Partei-Beamte. So wird auch dieser Bundespräsident "weich" fallen und sich mit seiner jungen Gattin in Zukunft keine Sorgen machen müssen.
  9. #638

    Laudator Wulff

    Wie ich der neuesten Ausgabe des SPIEGEL entnehme, hielt Christian Wulff die Laudatio, als der Finanzjongleur Maschmeyer 2009 von der niedersächsischen Universität Hildesheim die Ehrendoktorwürde verliehen bekam. Das allein wäre ein Grund, zurückzutreten. Ausgerechnet Maschmeyer! Der hatte Tausende von kleinen Leuten um ihre Ersparnisse gebracht. Zur Belohnung durfte Wulff anschließend in Maschmeyers Villa in Mallorca urlauben. Ich fass es nicht.
  10. #639

    König von Deutschland

    Zitat von conforma Beitrag anzeigen
    Wann hört Deutschland endlich auf mit diesem Quatsch, einen Bundespräsidenten haben zu müssen. Die dafür geschaffenen Gesetze lassen sich, wenn man es nur will - jedenfalls würden die Bürger dies wollen - ganz leicht ändern. Diese Grüß-Onkelei mit einem Reise-Grüß-August ist der reinste Hohn und eine gigantische Steuergeld-Verschwendung. Wenn die Diplomatie solch einen Reise-Spezi braucht, genügt ein ausgesuchter Höfling, und zum Unterschreiben von Gesetzen wäre der Bundestags-Präsident alle mal geeigneter als ein Bundespräsident mit einem riesigen Bürokraten-Silo.
    Ich bin Ihrer Meinung, einen Bundespräsident sollte sich Deutschland nicht mehr leisten. Herr zu Guttenberg ist doch zur Zeit vakant - ein Blaublütiger, für ihn sollte das neue Amt des Königs geschaffen werden.








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