Haushaltsdefizite: Republikaner wollen Bankrott als Option für Bundesstaaten

Amerikas Bundesstaaten kämpfen mit den Folgen der Finanzkrise. Jetzt bringen republikanische Politiker*eine neue Lösung ins Spiel: eine Bankrott-Option für klamme Staaten. Allerdings sind selbst Parteifreunde skeptisch.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...741645,00.html
  1. #1

    Tolle Sache

    Die Bankrott-Option für klamme Staaten ist tatsächlich eine gute Sache. Bei einem Bankrott zahlen nur die Spekulanten, welche diesen Staaten meistens zu überhöhten Wucherzinsen Geld geliehen haben, ein wenig drauf - denn der Konkurs mangels Masse wird bei einem Staat wohl kaum eintreten - und nicht die Steuerzahler, welche an dem Bankrott keinerlei Schuld haben. Nach einem Konkurs ist der Staat bekanntlich alle seine Schulden los und kann mit frischem Mut von Vorne anfangen.
  2. #2

    schlechte Sache

    Zitat von roterkorsar Beitrag anzeigen
    Die Bankrott-Option für klamme Staaten ist tatsächlich eine gute Sache. Bei einem Bankrott zahlen nur die Spekulanten, welche diesen Staaten meistens zu überhöhten Wucherzinsen Geld geliehen haben, ein wenig drauf - denn der Konkurs mangels Masse wird bei einem Staat wohl kaum eintreten - und nicht die Steuerzahler, welche an dem Bankrott keinerlei Schuld haben. Nach einem Konkurs ist der Staat bekanntlich alle seine Schulden los und kann mit frischem Mut von Vorne anfangen.
    Dann wird das Geld nur gegen höhere Zinsen gegeben. Der Staat geht noch früher Pleite.
    Die Spekulanten würden davon ausgehen, dass diese Option sehr gerne in Anspruch genommen wird und entsprechende Vorkehrungen treffen.
  3. #3

    Ihre Kenntnis von Finanzen und Wirtschaft ist atemberaubend.

    Zitat von roterkorsar Beitrag anzeigen
    Die Bankrott-Option für klamme Staaten ist tatsächlich eine gute Sache. Bei einem Bankrott zahlen nur die Spekulanten, welche diesen Staaten meistens zu überhöhten Wucherzinsen Geld geliehen haben, ein wenig drauf - denn der Konkurs mangels Masse wird bei einem Staat wohl kaum eintreten - und nicht die Steuerzahler, welche an dem Bankrott keinerlei Schuld haben. Nach einem Konkurs ist der Staat bekanntlich alle seine Schulden los und kann mit frischem Mut von Vorne anfangen.
    Sie stellen selbst Brüderle in den Schatten.
    Wo glauben Sie denn sind die Gelder der Lebensversicherer
    und privaten Pensionsfonds angelegt ??
    In Erdnussfarmen sicherlich nicht.
    Klar sind das alles hemmungslose Spekulanten, die in
    Saus und Braus von ihren Wucherzinsen leben.
  4. #4

    Na ja, ...

    Zitat von geotie Beitrag anzeigen
    Dann wird das Geld nur gegen höhere Zinsen gegeben. Der Staat geht noch früher Pleite.
    Die Spekulanten würden davon ausgehen, dass diese Option sehr gerne in Anspruch genommen wird und entsprechende Vorkehrungen treffen.
    ...aber der Angstschweiß auf vielen (Eng- und Gier-) Stirnen wäre es diese Option doch vielleicht wert, nein?
  5. #5

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Amerikas Bundesstaaten kämpfen mit den Folgen der Finanzkrise. Jetzt bringen republikanische Politiker*eine neue Lösung ins Spiel: eine Bankrott-Option für klamme Staaten. Allerdings sind selbst Parteifreunde skeptisch.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...741645,00.html
    der kontrollierte staatsbankrott ist auf jeden fall auch eine option für europäische pleitestaaten. es wird zeit, dass die länder endlich ihre haushalte in ordnung bringen und pleitebanken nicht mehr stützen. man sollte auch überlegen alles was für den staat systemrelevant ist, zu verstaatlichen. es kann nicht sein, dass private gier über das schicksal ganzer staaten und deren steuerzahler bestimmt. das ist die wahre ursache der krise.
  6. #6

    Domino

    Zitat von roterkorsar Beitrag anzeigen
    Die Bankrott-Option für klamme Staaten ist tatsächlich eine gute Sache. Bei einem Bankrott zahlen nur die Spekulanten, welche diesen Staaten meistens zu überhöhten Wucherzinsen Geld geliehen haben, ein wenig drauf - denn der Konkurs mangels Masse wird bei einem Staat wohl kaum eintreten - und nicht die Steuerzahler, welche an dem Bankrott keinerlei Schuld haben. Nach einem Konkurs ist der Staat bekanntlich alle seine Schulden los und kann mit frischem Mut von Vorne anfangen.
    Es ist zwar immer billig auf die "bösen" Spekulanten zu zu schimpfen, doch das führt nicht weit. Im Zweifel sind das nämlich auch kleine Sparer, die Ihre Altersvorsorge in -vermeintlich sicheren- Staatsanleihen angelegt haben.
    Bitte vergessen sie nicht, dass die "Spekulanten" in den USA zum großen Teil Rentenfonds sind, welche die kapitalgedeckte Altersvorsorge von Millionen von Amerikanern verwalten.
    Wenn jetzt Bundesstaaten anfangen ihre Schulden nicht mehr zu bezahlen, dann verlieren evtl. viele Leute ihre Altersvorsorge und schlimmer noch, die übrigen Staaten werden drastische Zinsaufschläge zahlen müssen, weil das Risiko steigt. Daraus folgen höhere Belastungen für die übrigen Staaten und es kommt im schlimmsten Fall zu einem Domino-Effekt.
  7. #7

    Baken in staatlicher Regie sind Unsinn.

    Zitat von Gebetsmühle Beitrag anzeigen
    der kontrollierte staatsbankrott ist auf jeden fall auch eine option für europäische pleitestaaten. es wird zeit, dass die länder endlich ihre haushalte in ordnung bringen und pleitebanken nicht mehr stützen. man sollte auch überlegen alles was für den staat systemrelevant ist, zu verstaatlichen. es kann nicht sein, dass private gier über das schicksal ganzer staaten und deren steuerzahler bestimmt. das ist die wahre ursache der krise.
    So lange dort in den sogenannten Kontrollgremien unwissende
    Politflaschen sitzen, die nur die Temperatur des 260 € -Rotweins
    nach den Sitzungen des Verwaltungsrates kontrollieren, geht das
    immer in die Hose. Von dort versammelter krimineller Energie
    ganz zu schweigen.
  8. #8

    auch die staatslenker sind mitschuld,...

    Zitat von Hermes75 Beitrag anzeigen
    Es ist zwar immer billig auf die "bösen" Spekulanten zu zu schimpfen, doch das führt nicht weit. Im Zweifel sind das nämlich auch kleine Sparer, die Ihre Altersvorsorge in -vermeintlich sicheren- Staatsanleihen angelegt haben.
    Bitte vergessen sie nicht, dass.....
    ...da sie solche anlageformen als altersvorsorge propagiert haben.
  9. #9

    kein tittel

    Zitat von sic tacuisses Beitrag anzeigen
    So lange dort in den sogenannten Kontrollgremien unwissende
    Politflaschen sitzen, die nur die Temperatur des 260 € -Rotweins
    nach den Sitzungen des Verwaltungsrates kontrollieren, geht das
    immer in die Hose. Von dort versammelter krimineller Energie
    ganz zu schweigen.
    wer behauptet denn, dass in staatlichen banken politflaschen in den kontrollgremien sitzen dürfen? in den kontrollgremien und im management dürfen natürlich nur voll mit dem privaten vermögen haftende profis sitzen, die dafür dann auch ordentlich aus dem erzielten gewinn anteilig bezahlt werden.

    wenn wir eins gelernt haben, dann doch dass die banker in diesem land dumme dilettanten waren, die das risiko aus gier eingegangen sind, weil sie wußten dass sie nie belangt werden. da gibt man gern mal dem politiker was ab, der die augen geschlossen hält, denn auch der hat ja nix zum befürchten. so geht das jedenfalls nicht weiter. es muss sich etwas ändern und das heißt: volle private haftung und verstaatlichung von allen systemrelevanten einrichtungen.

    letzteres ist auch gar kein problem, denn die sind ja eh schon verstaatlicht, wenn der steuerzahler das risiko immer selbst übernimmt. erzählt mir keiner, wir hätten marktwirtschaft. wir haben eine art sozialismus für emporkömmlinge und das muss sich ändern.