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Hausangestellte in Entwicklungsländern: Wir Sklavenhalter

REUTERSDie Reichen leben auf Kosten der Armen: In Entwicklungsländern erleichtern Koch, Fahrer und Kindermädchen den Wohlhabenden den Alltag. Trotz der Hungerlöhne sind es begehrte Jobs. Für westliche Ausländer eine Gewissensfrage: Machen wir da mit?

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...854430,00.html
  1. #1

    Unterentwickelte West-Länder

    Deutschland findet es besser, Menschen über einen Sozialstaat zu alimentieren und in die Arbeitslosigkeit zu schicken: ein Grund warum sich die Haushaltshilfe in Deutschland nicht lohnt ist das meistens vom Brutto-Arbeitslohn einer gut ausgebildeten Fachkraft netto so wenig übrig bleibt das man davon den Brutto-Lohn einer Haushaltshilfe kaum zahlen kann. Ich erwähne in diesem Zusammenhang auch gerne die Steuerklasse V (m.E.=Herdsteuerklasse) und die Familienversicherung. (m.E. = Herdversiocherung). Das ist auch der Grund warum so wenig Frauen Karriere machen und warum wir einen Fachkräftemangel haben. Wir schicken ca 30% der Fachkräfte nach Hause so bald Kinder da sind.
    Das ist zwar keine Sklavenhalterei - aber es ist dümmlich!
  2. #2

    Offenbar sind wir auch ein Entwicklungsland

    Denn derartige Fälle und Situationen erlebt man auch in Deutschland. Besonders in vornehmen und wohlhabenden Gegenden hat sich der Feudalismus vehement erhalten. Es mag sich unglaublich anhören, aber auch hier im Land herrschen mitunter noch Zustände wie im Mittelalter!

    Mir sind persönlich einige kuriose Fälle bekannt, die ich jederzeit beweisen kann. Viele wären verblüfft und es wird Zeit, dieses Thema ein wenig an die Öffentlichkeit zu zerren. Weil ich den Eindruck habe, dass sich diese Missstände permanent verschlechtern, auch wegen inflationären Preisentwicklungen hier in Deutschland (zB beim Benzin). Ich erkenne tatsächlich gewisse Tendenzen, dass sich sowas hierzulande wieder zunehmend ausbreitet. Nicht nur in Privathaushalten, sondern auch in Firmen...
  3. #3

    In 20 Jahren wird es in Deutschland auch wieder so aussehen. Die Einkommen und Vermögen konzentrieren sich zunehmend auf die reichsten 1% der Bevölkerung. Die allgemeine Nachfrage geht zurück und in der Folge sinken die Löhne. Die Jobcenter zwingen die Menschen jede Arbeit anzunehmen. Die Masse der Bevölkerung wird dann den Handlanger der Reichen geben müssen, eine andere Wahl besteht nicht. Man kann sagen, dass die Agenda 2010 zu einer Pakistanisierung Deutschlands führen wird.
  4. #4

    Die Menschen hier sagen: Es war Gottes Wille. Religion hilft offenbar, das Unerträgliche zu ertragen.
    Es ist schon komisch in solchen Ländern. Da wird Leid über Generationen ertragen, ohne aufzubegehren oder mal den Versuch zu unternehmen, das in der Breite zu ändern. Aber wehe, es pinkelt am anderen Ende der Welt mal jemand auf den Koran, dann ist das ganze Land in Aufruhr und kann mit einer nie gesehenen Energie Krawall veranstalten. Absolut mittelalterlich.
  5. #5

    Auf Kosten anderer...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Reichen leben auf Kosten der Armen: In Entwicklungsländern erleichtern Koch, Fahrer und Kindermädchen den Wohlhabenden den Alltag. Trotz der Hungerlöhne sind es begehrte Jobs. Für westliche Ausländer eine Gewissensfrage: Machen wir da mit?

    Wie Hausangestellte und Diener in Entwicklungsländern arbeiten - SPIEGEL ONLINE
    Die ganzen westlichen Länder leben von der Sklavenarbeit der Menschen in armen Ländern.
    Da braucht man nicht unbedingt eine Haushaltshilfe.
    Ein neues Iphone oder dier neue Jack Wofskin Jacke tuen es auch, da braucht man wenigstens nicht der Arbeitskraft bei der maloche zusehen, was auch besser fürs Gewissen ist.
    Wie gesellschaftlich akzeptiert das Ganze ist sieht man alleine an der gottgleichen Verehrung von Obersklaventreiber Steve Jobbs, einfach ekelhaft !
  6. #6

    Ursachensuche

    Der Hausmeister zum Beispiel sieht seine Familie nur alle paar Wochen. Seine Frau und die fünf Kinder leben in Kaschmir, etwa sechs Autostunden von Islamabad entfernt, in einer Lehmhütte kleiner als unser Wohnzimmer.
    Wer findet den Fehler?

    Jemand ist bettelarm und hat 5 Kinder, die Einwohnerzahl Pakistans hat sich in wenigen Jahrzehnten mal eben verdreifacht. Die Vermehrungsgewohnheiten führen fast zwangsläufig in Armut. Das mag man nicht schön finden ist aber leider fakt. Und es kann und wird sich auch nichts an der Armut verändern solang die Bevölkerung weiter explodiert. (Ja das war früher überall so - da haben aber auch 75% der Kinder ihren dritten Geburtstag nicht erlebt.... und das haben wir heute zum Glück ja nicht mehr.... wenn sich die Voraussetzungen ändern muss sich aber auch das Verhalten ändern)

    Achja, wenn ein Deutscher Normalverdiener 5 Kinder hat, dann ist er in der Regel auch nicht mehr mit Wohlstand gesegnet.
  7. #7

    Zumindest denkt einer mal nach

    Zuallererst sollten sich die "Sklavenhalter" erst einmal Gedanken machen, ob es überhaupt Sinn macht, in dem fremden Land im Kolonialstil zu leben. Sogenannte Entwicklungshelfer deren Tätigkeit meistens auch Einheimische übernehmen könnten sind meistens deplaziert.
    Echte, benötigte Arbeitskräfte in Entwicklungsländern sind selten. Solche Menschen würden in Deutschland ebenso ein hohes Gehalt verdienen und sich den gleichen Luxusstandard leisten können.
    Einheimische würden gar nicht so viel verdienen, das sie in die gleichen Schemata verfallen wie Ausländer. Es würde aber ein Entwicklungsland ungleich weiter voranbringen, gesellschaftlich wie ökonomisch.
    Ich kenne Nepal ganz gut, und bin immer wieder erschrocken, das ein Land so abhängig ist von so vielen egoistischen Ausländern. Wenn ich auch von den Maoisten dort nicht viel halte, so haben sie in einem Punkt recht:
    Werft die Ausländer aus dem Land. Zumindest muss sich im denken und handeln vieler "Helfer" erst einmal grundlegend etwas ändern.
  8. #8

    Titel unangebracht

    Hier von "Sklavenhaltung" zu reden, ist nun wirklich absurd. Natürlich ist es gut, das Thema ausführlich zu reflektieren und auch löblich, dass der Autor nicht irgendwann in dieselbe Falle getappt ist, wie viele "westliche Entsandte", die mir (in meinem Fall in Afrika) begegnet sind, die nämlich offenbar plötzlich glaubten, Hausangestellte seien bei ihrem Status per se eine Selbstverständlichkeit (während sie in Deutschland wahrscheinlich in einer kleinen Wohnung in Bonn oder Berlin gehaust hatten) und kein anderes Thema mehr kannten als "man bekommt einfach kein anständiges Personal mehr". Aber zurück zum Text: Eine falsche Prämisse ist hier meiner Meinung nach, zu sagen, es handele sich um ein zu niedriges Lohnniveau (ausser man bezahlt unterhalb des herrschenden Niveaus). Es ist vielmehr der aus Deutschland bezahlte Entsandten-Lohn, der häufig astronomisch über dem im Land herrschenden Lohnniveau liegt. In vielen Entwicklungsländern ist es zudem auch so, dass selbst in unseren Augen "arme" Menschen immer noch ein noch ärmeres Wesen bei sich als Haushaltshilfe einstellen, da die Dame des Hauses in der Regel so etwas nicht macht, egal wie wenig Geld vorhanden ist. Die Haushaltshilfe, oft ganz junge Mädchen, bekommen dann oft nur Essen und eine Ecke zum Schlafen. Es ist nachzuvollziehen, dass reiche Ausländer, die sich diesem System verweigern, sofort als "geizig" verrufen werden. Und ich finde, so eine Verweigerung zeugt sowohl von falsch verstandener Mitmenschlichkeit als auch von fehlender interkultureller Kompetenz. Es muss ja nicht gleich ein Chauffeur und ein Koch sein. Eine Haushaltshilfe, die landesüblich, aber an der Obergrenze bezahlt wird, deren Arbeit man respektiert und würdigt und der man somit eine kurze Zeit lang in ihrem Leben ein anständiger Arbeitgeber ist - wieso denn nicht? In vielen Entwicklungsländern gibt es zudem auch staatliche Sozialversicherungssysteme, die man dann natürlich auch berücksichtigen soll. Alternativ habe ich für Angestellte auch selbst monatlich eine gewissen Summe zurückgelegt, die dann im Krankheitsfall verwendet werden konnte bzw. nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses komplett ausgezahlt wurde.
  9. #9

    optional

    Prinzipiell ist daran nichts falsch, wenn bildungsferne Schichten ihr Geld als Hausangestellte bei den Reichen verdienen, solange eine faire Bezahlung über Mindestlohn gewährleistet ist.

    Ich wünschte mir oft, dieses Modell würde auch hier umgesetzt um die Managerkaste zu zwingen ihr Geld vernünftig umzuverteilen.


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