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Hauptstadtroman "Gehwegschäden": Ganz Berlin ein Schlagloch

dpaVom Swinger Club ins Wettbüro, dann in die Absturzkneipe: In "Gehwegschäden" jagt Helmut Kuhn durch den prekarisierten Teil der Hauptstadt. Sein Roman verneigt sich vor "Berlin Alexanderplatz" und liest sich ebenso witzig wie rasant.

http://www.spiegel.de/kultur/literat...835884,00.html
  1. #1

    Schlagloch - das Symbol einer Ära

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Vom Swinger Club ins Wettbüro, dann in die Absturzkneipe: In "Gehwegschäden" jagt Helmut Kuhn durch den prekarisierten Teil der Hauptstadt. Sein Roman verneigt sich vor "Berlin Alexanderplatz" und liest sich ebenso witzig wie rasant.

    Helmut Kuhns Berlin-Roman "Gehwegschäden" bei FVA - SPIEGEL ONLINE
    Der Titel macht sich auch ganz hübsch als prägnantes Fazit der Regierungsära Wowereit.

    Welcher Stolz muss einen Regierenden Bürgermeister erfüllen, wenn einem zu den Schlagworten "Gehwegschäden" und "Schlagloch" spontan Berlin einfällt.
  2. #2

    Ein kluges, wortgewaltiges und interessantes Buch!
  3. #3

    Gaehn,

    habe beim Ueberfliegen des Artikels die Worte Berlin, Kiez, unten, Schlagloecher und allerlei Begriffe gelesen, die mit Verfall und niedrigen Standards zu tun haben. Alles natuerlich irgendwie bewusst gewollt, weil ja Charme und so...
    Ich habe den Film "(irgendwas mit 'nem Herrn Lehmann)" gesehen, nachden der Roman im Spiegel so gepriesen wurde. Habe nur abgehaengte Typen in runtergekommen Kneipen in grauen Strassen zur Nacht in Erinnerung. Ach ja, und das es eine Komoedie sein sollte. Ich und mein australischer Kumpel hatten 90 ruhige Minuten in denen unsere Gesichtsmuskeln geschont wurden. Schade, dass wir keine Gurkenscheiben hatten.
    Na ja, Berlin, arm aber sexy, abgerissen, immer jemand der bruellt, ach was fuer ein Charme...
    Danke fuer den freien Platz im Buecherregal.
  4. #4

    Noch schlimmer:

    Zitat von weltoffener_realist Beitrag anzeigen
    Der Titel macht sich auch ganz hübsch als prägnantes Fazit der Regierungsära Wowereit.

    Welcher Stolz muss einen Regierenden Bürgermeister erfüllen, wenn einem zu den Schlagworten "Gehwegschäden" und "Schlagloch" spontan Berlin einfällt.
    Berliner Schlaglochgehwege mutieren in kalten Wintern zu holperigen Gletscherwegen, weil der Räumungsdienst nur für Autofahrer zuständig zu sein scheint. Und wegen der armen Bäume am Wegesrand ist Salzstreuen nicht erlaubt, sagen die wohl, um Finanzengpässe zu übertünchen. Also bleibt nur das Balancieren auf Eispanzern übrig. Immerhin habe ich hier schon manch Winter ohne Knochenbrüche überstanden wegen den Spikes unter meinen Schuhsohlen
  5. #5

    Berlin tiefer legen

    Vielleicht sollte man Berlin einfach ein paar Meter tiefer legen. Bei der Sanierung der Staatsoper Unter den Linden wurde in 17 Meter Tiefe Pfäle der alten Stadtbefestigungsanlage gefunden. Und weil man es ja in Berlin gerne alt und rustikal mag (siehe Aufbau des ehemaligen Stadtschlosses), wird Berlin nach altem Vorbild neu gebaut. Das gibt zwar keine fußschonenden Gehwege (wegen grob gehauener Pflastersteine); dafür bekommt jede Berlinerin und jeder Berliner ein Pferd. Wäre doch ein prima Konjunkturprogramm - oder?
  6. #6

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Vom Swinger Club ins Wettbüro, dann in die Absturzkneipe: In "Gehwegschäden" jagt Helmut Kuhn durch den prekarisierten Teil der Hauptstadt. Sein Roman verneigt sich vor "Berlin Alexanderplatz" und liest sich ebenso witzig wie rasant.

    Helmut Kuhns Berlin-Roman "Gehwegschäden" bei FVA - SPIEGEL ONLINE
    Den Doeblin als dicken Aufhaenger zu verwenden, finde ich eher wenig kreativ, aber mal sehn...


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