Was mich nun wiederum total nervt ist die Tatsache, dass man im Zusammenhang mit Homophobie und christlichen Fundamentalismus immer nur zum Katholiken greift. Dass es auch atheistische, evangelische oder Homohasser in Deutschland gibt, wird von der Presse kaum wahrgenommen, schade eigentlich. Und die größten Homohasser in diesem Land sind nebenbei gesagt vor allem diverse Mitbürger nordafrikanischer Herkunft, aber an dieses Thema traut man sich aus politischer Korrektheit nicht ran.
Aber das ist eben das Problem, die Leute, die sich am meisten über Klischees aufregen, benutzen diese dann aber auch selbst am häufigsten. Katholiken sind eben homophob und wollen keine Frauen als Priester, Private Equity sind alles Heuschrecken, Politiker sind alles Verbrecher, Ostdeutsche sind tendenziell Nazis, Briten sind europafeindlich ... mit so einfach gestrickten Sichtweisen werden wir die Welt sicher nicht verbessern können, sondern nur die Leute bedienen, die das sowieso hören wollen.



