Prost, Skol & Cheerio!
Steffen OttoGlücksspiel, Stripshows und viel, viel Alkohol - Las Vegas ist die Partystadt der USA. Ein Arzt hat den Alkohol als Geschäftsmodell entdeckt. Mit seinem Hangover-Truck behandelt er Kateropfer am Strip. Besonders Manager freuen sich über den Service.
Hangover-Truck in Las Vegas: Alkohol als Geschäftsmodell - SPIEGEL ONLINE
Prost, Skol & Cheerio!
Das muss man nehmen wie es kommt. Wenn die Leute saufen können, dann brauchen die das auch. Und dass sie $160 aufwärts zahlen müssen ist doch okay. Unsere Krankenkassen sollten das den Mitgliedern auch in Rechnung stellen.
»manche Patienten kämen sogar mehrere Tage hintereinander«
Genau da liegt der Hase im Pfeffer.
Was, wenn er einen Patienten 7 mal hintereinander behandelt und der dann beim 8ten mal zusammenklappt?
Ein Kater ist eine natürliche Saufbremse.
Der Menschliche Körper hat die Fähigkeit Schmerz zu empfinden, nicht ohne Grund entwickelt.
Ich bin nun kein Moralapostel und gönne den Menschen ein gutes Anti-Kater-Mittel.
Wenn das aber zu gut funktioniert und im Übermaß angewandt wird, ist die Katastrophe vorprogrammiert.
Dann handelt es sich um Hilfestellung zu einem selbstschädigenden Verhalten.
Auch wenn der Patient sich nüchtern fühlt, aber nicht ist und dann einen Unfall baut, stellt sich die Frage nach der Verantwortung des Arztes.
Ist Medizin, die nicht der Gesundheit, sondern dem unbeschwerten Drogenkonsum dient, nicht auch schon Teil der Droge?
Ein gutes Geschäft scheint sie auf jeden Fall zu sein.
Ob sie das nach der ersten juristischen Klage auch noch ist, wird sich zeigen.
Denn, dass die kommt, ist so sicher wie das Amen in der Kirche.
Da wird sich der Arzt sicher umfangreich abgesichert haben. Erst recht in einem Land, in dem man wegen zu heissem Kaffee verklagt werden kann.
Die Verantwortung trägt aber immernoch der Patient selbst, denn er hat gesoffen, nicht der Arzt.
Grundsätzlich bin ich aber auch dagegen. Wenn es nun mehr oder weniger Alkoholexzesse ohne Nebenwirkungen gibt, dann werden sich zumindest die, die sich so eine "Behandlung" leisten können, nicht gerade weniger saufen.
So ist es: Alkoholleichen behandeln - gerne. Aber bitteschön Kohle gleich mitbringen. Wie dekadent ist es eigentlich, wenn man saufen geht, sich dann 200 Dollar abnehmen lässt, damit man den nächsten freien Tag noch halbwegs überstehen kann? Aber egal: Wer die Kohle hat soll dafür brennen. Umsonst gibt's da nichts.